Update

Oracle stellt Java 7 vor

29. Juli 2011, 12:13

Erstes großes Update seit der Übernahme von Sun - OpenJDK erstmals als Basis - Kritischer Bug stört Lucene

Seit der Übernahme von Sun durch Oracle ist viel über Java geschrieben worden, nur wenig davon allerdings über das worum es eigentlich im Kern gehen sollte: Über technische Neuerungen an der Software. Viel mehr standen netzpolitische Diskussionen und vor allem Oracles zeitweise etwas befremdlich anmutendes Verhalten gegenüber der Community im Zentrum.  Nun geht es aber endlich auch wieder um das Kernthema: Oracle hat offizielle die Version 7 der Java-Plattform freigeben.

Neues

Zu den wichtigsten Änderungen gehören die Optimierung von Java für Multi-Core-Systeme, zudem sollen nun dynamische und geskriptete Sprachen besser unterstützt werden. Auch wurde ein neues Join/Fork-Framework aufgenommen, im Bereich Sicherheit verspricht man ebenfalls Verbesserungen. Insgesamt sind an die 9.500 Fehlerkorrekturen in die neue Release eingeflossen. Das JDK 7 ist die erste Version die vollständig auf dem freien OpenJDK basiert, auch deswegen halten sich die Überraschungen in der neuen Version in Grenzen, sind weiter Teile des Codes doch bereits verfügbar gewesen.

Kontrovers

Wenige Stunden nach der Freigabe tauchte dann aber trotzdem gleich die erste handfeste Kontroverse auf: Ein aufmerksamer Blogger hatte sich die offizielle Liste an unterstützten Plattformen angesehen, und war auf gar Bemerkenswertes gestoßen. So heißt es darin, dass Java 7 beim Einsatz in virtuellen Maschinen nur dann offiziell unterstützt wird, wenn man Oracle VM, Virtualbox oder die Solaris Container einsetzt - nicht aber bei Produkten von VMware oder Microsoft. Mittlerweile hat Oracle dies aber dementiert, die entsprechende Seite sei schlicht falsch, man habe hier unvorsichtigerweise ein Oracle-Template verwendet, und offenbar nicht ausreichend geprüft, was dabei rauskommt. Eine Korrektur soll folgen.

Fehlerhaft

Sehr real sind hingegen die ersten Berichte von einem schwerwiegenden Bug im Hotspot-Compiler von Java 7: Dieser kann sowohl zu Abstürzen als auch zur fehlerhaften Berechnungen führen. Betroffen sind unter anderem die Suchmaschinen Lucene und Solr. Von Seiten Oracles heißt es, dass der Fehler erst wenige Tage vor der Release entdeckt worden sein, und in einem späteren Update beseitigt werden soll. Bis dahin rät man den NutzerInnen der betroffenen Software vom Upgrade auf Java 7 ab. (red, derStandard.at, 29.07.11)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 99
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weenomat
00
und was ich am meisten hasse

ist seit der oracle übernahme

ÜBERALL
BROKEN LINKS
WENN MAN NACH DOKUS SUCHT
ODER SOURCES
ODER LIBS

WABBLER (darf ich das auch nicht schreiben?)

chelene chirsch
00
30.7.2011, 11:11
itanium... ? alpha...?

neben dem fallenlassen des itanium in sachen DB hat oracle anscheinend (noch) kein java für ipf und alpha.

mag das fehlen der datenbanksachen für itanium hp schmerzen, so gibt fehlendes java dem IPF wohl den todesstoss... kein wunder, dass hp klagt :)

Apple ist Kaka
41
30.7.2011, 09:07
Java ist Kaka

weenomat
00
warum wird mein beitrag

über die reihenweisen broken links auf der suche nach sourcecodes und dokus seit der oracleübernahme mit einem eh harmlosen schimpfwort "wab*ler" nicht veröffentlicht aber der profane beitrag

java ist kaka

schon? versteh ich nicht. kann mich da von der redaktion bitte aufklären?

weenomat
00
pardon

war wohl nur ein delay...

... und zuviel zipfer märzen ;)

Er, der über Floridsdorf wacht
21
29.7.2011, 18:20
Bitte um Rat:

Ich schreibe noch immer in VB, weil mir schon der bloße Anblick von ; { und } Zahnschmerzen bereitet (Zahnarzt hilft nicht!). Habe gefunden, dass nicht die Sprache, sondern nur der Programmierer schlechten Code schreibt - man kann auch in Basic perfekt strukturierten Code schreiben.

Trotzdem würde ich gerne auf Python / Eclipse umsteigen, weil das mehr Zukunft zu haben scheint (VB wird dauernd verschlimmbessert, geht nicht mit Linux). Hat jemand Erfahrung mit dem Frustrationsgrad dieser Kombination ?

weenomat
00
also ich hatte keine gaudi

mit phython unter eclipse

ist allerdings schon 5 jahre her.

Ich wars nicht!
00

Hab ich mit 14 auch programmiert. Aber man wird ja erwachsen... ;-)

M21
00
30.7.2011, 19:54
Bei Modelle mit aufwendiger Mathematik

sind bei uns die Python (Numpy,Cthyon,etc) um ein vielfaches schneller als VB Modelle.
Liegt wahrscheinlich an der Art und Weise wie programmiert wurde - habe aber das Gefühl das dies nicht eine Stärke von VB ist.

timetraveller
00
30.7.2011, 09:38

Auf Linux versuch doch mal Python 2.7.x mit PyQt libraries und QtDesigner , VB wirst Du dann gleich vergessen.

Als Editor verwenden wir Kate mit plugins symbolbrowser , sqlbrowser und offenen terminal window.

Eclipse ist Geschmacksache, hat oft Probleme.

(°)(°)
03
30.7.2011, 01:54
Ich verrat dir ein Geheimnis!

Es ist komplett unerheblich wie die Syntax einer Sprache ausschaut.
Es gibt überall die gleichen grundlegenden Kontrollfluss-Konstrukte wie Zuweisung, Verweigung und Iteration.
Ob es Klammern gibt und ob die rund, eckig oder geschwungen sind, ist überhaupt nicht das Problem bei der Softwareentwicklung.

Wichtig sind die Bibliotheken die für eine Problemlösung zur Verfügung stehen und ob das Zeug adäquat für die Zielplattform ist.

Je mehr solche Sprachen und Werkzeuge du verwendest, desto schneller merkst du das.

weenomat
00
ich verrat dir auch ein geheimnis

das stimmt schon, aber mit vbs kann man es sich erheblich schwerer machen, besonders in größeren projekten. das schlüsselwort ist typisierung. das fehlt in sprachen wie javascript, vbs, python und smalltalk.
außerdem würde ich gerne mal eine professionelle entwicklungsumgebung von microsoft sehen. beim visual studio kommt mir ... jetzt darf ich nicht mehr weiter schreiben da ich sonst der beitrag wieder excludiert wird.

ausserdem ist die syntax von vbs ja wirklich grauslig... (ist grauslig auch vom standard verboten? werde ich eh gleich sehen)

wenn du eine schöne syntax sehen willst, dann schau dir smalltalk an.

redflatliner
01
31.7.2011, 09:22
meine worte meine worte

es geht um die muster ;)
nicht die strichpunkte....

edurkheim
00
29.7.2011, 20:03

Wenn ich eine dynamische Sprache verwenden würde, dann wäre es Lisp (bzw ein neuere Dialiekt), weil damit kriegen sie wirklich power in die hand die statische Sprachen einfach nicht bieten können (und sonst fast auch keine sprache bietet) - wirkliches metapragramming, dynamic-dispatch in voller breite und trotzdem super schnell und konzeptionell einfach.

Alles andere ist ein fauler kompromiss

All Rites Reversed
01
30.7.2011, 11:23

Konzeptionell einfach bedeutet nicht, dass die Handhabung in der Praxis einfach ist. Es gibt einen Grund, warum Lisp seit jeher außerhalb der akademischen Welt eher ein Schattendasein führt. Was nicht bedeutet, dass nicht ich die eine oder andere Idee von Lisp zu schätzen weiß, die in andere Sprachen eingeflossen ist.

btw: http://xkcd.com/224/

(°)(°)
00
30.7.2011, 02:04
Yo!

http://stackoverflow.com/questions... lt-on-lisp

Wilde Sachen ham sich da entwickelt seit ich auf der Uni damit zu tun hatte.

fat albert1
00
29.7.2011, 19:36

Wir haben ein 40 000 Zeilen Python/Qt/OpenGL Programm im Einsatz. War auch meine erste Python-Erfahrung, nachdem ich zuvor jahrelang in C++ und C# programmiert hatte. Läuft alles problemlos. Allerdings mag ich Eclipse nicht, hab mir deswegen Pycharm von IntelliJ zugelegt (kostet 50 Euro).
Unter Windows könnte eventuell Iron Python (Python für .NET) interessant sein - das sollte dann auch im Visual Studio funktionieren.

Hirostandard
01
29.7.2011, 18:40

naja, schlimmer als vb kanns nicht sein ;)

Neiti
00
29.7.2011, 18:52

PyDev ist Klasse wenn man Eclipse bereits gewoehnt ist. Fuer Prototyping/Scripting ist Python mittlerweile bei mir klar Nr. 1 nachdem ich mich zuvor relativ erfolglos mit Perl herumgeplagt habe.

Und Python ist mMn auf dem aufsteigenden Ast. Viele grosse Firmen (z.B. Google) suchen mittlerweile Pythonprogrammierer und viele Unis nehmen Python als Einsteigersprache ins Curriculum auf.

Kann den Umstieg nur empfehlen

edurkheim
12
29.7.2011, 15:30
Was ich an Java der Sprache wirklich schätze ist

dass sie wirklich gut lesbar ist.

Man muss sich schon sehr anstrengen nicht lesbaren Java-Code zu schreiben - das habe ich bisher noch bei keiner Sprache so erlebt.

Und dadurch habe ich beim Lesen von java-sourcecode schon sehr viel gelernt wie man komplizierte Sachen implementiert bzw wie sie funktionieren.

Bei anderen Sprachen (auch schon C++ nicht nur Perl) muss man immer zuerst immer einmal ein paar language-buzzels knakcen bis man zur wirklich Sache kommt und das ist schon frustrierend.

takao
03
30.7.2011, 11:23

langsam glaub ich das es irgendwo eine vorgabe gibt das jedes unternehmen mindestens einmal einen ITler anstellt dem perl sehr gefällt

und alle nachfolgenden dürfens dann ausbaden

grumbleduke
 
02
29.7.2011, 18:01
Zum Punkt: "In Java kann man keinen unleserlichen Code schreiben" - Hier hab ich was aus dem Repository, was ich mal bei einer Code-Review ausgefiltert habe:

returnObjArray[i++] =
· inputObjArrayComponentType.equals(
· · setterParameterType.getComponentType())
· · ? inputObjArrayObject
· · : inputObjArrayComponentType.equals(
· · · · BigDecimal.class
· · · )
· · &&
· · · setterParameterType.getComponentType()
· · · · .equals(Double.class)
· · · ? new Double((
· · · · · (BigDecimal)·inputObjArrayObject)
· · · · · · .doubleValue()
· · · · · )
· · · : convertObjRec(
· · · · · inputObjArrayObject,
· · · · · setterParameterType.getComponentType()
· · · · · · .newInstance(),
· · · · · inputObjArrayComponentType,
· · · · · setterParameterType.getComponentType(),
· · · · · fieldsNotSet
· );

PS: sieht korrekt eingerückt auch nicht besser aus :))

F. Ritzl
00
30.7.2011, 06:35

naja - unleserlich ist anders, sind nicht einmal regex drinnen

Sind einfach ein paar Standardmethoden in arithmetischen ifs - kurz reindenken und schon kann man was dran ändern (verstehen tut man's schon beim Lesen, wenn man die Syntax kennt) ...

Das Schöne an solchen "Konstrukten" ist, daß sie kompakten Code ermöglichen und man relativ viel Quelltext auf eine Bildschirmseite kriegt und man weniger scrollen muß - was das Programmieren mMn. sehr erleichtert.

Schlimmer sind die Codes, wo ewig viele, unnötige Leerzeilen bzw. Zeilenumbrüche drinnen sind und man zB. eine Methode auf die 4-5fache Höhe "aufbläst", was die strukturelle Lesbarkeit mehr erschwert, als ein paar Verschachtelungen.

Haba Lochimfass
00
29.7.2011, 19:49
WTF

10+ WTFs für diese Codepassage

polymorphism
01
29.7.2011, 19:41
na und...!

ich hab heut in der arbeit ein stueckal java code gesehen! kabum: eine methode mit 1400 zeilen!!!

... } catch (Throwable t) { ...

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