ÖVP

Mikl-Leitner will an Anti-Terror-Paket festhalten

28. Juli 2011, 20:04

Nächste Verhandlungsrunde zwischen ÖVP und SPÖ kommende Woche

Wien - Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) beharrt beim geplanten Anti-Terror-Paket auf die von ihr vorgesehene Verknüpfung von Informationen von heimischen und ausländischen Sicherheitsbehörden sowie Informationen aus dem Internet, um Gefahren schon im Vorfeld abwehren zu können. Dies sei vor allem wichtig, um gegen Einzeltäter sicherheitsbehördliche Handhabe zu bekommen, sagte die Ministerin am Donnerstag.

Als Beispiel führte sie an, dass etwa rechtsextremistisch motivierte Straftaten nur zu einem Fünftel der organisierten Szene zuzurechnen sind. Vier Fünftel seien hingegen Einzeltätern zuzuordnen. Daher sei es wichtig, "dass die Sicherheitsbehörden eine gesetzliche Handhabe bekommen, um auch auch gegenüber verdächtigen Einzelpersonen aktiv werden zu können, das heißt, schon im Vorfeld Daten zu sammeln", so die Ressort-Chefin.

"Sensibler Punkt" bei Verhandlungen

Mikl-Leitner räumte ein, dass dieser Punkt in den Verhandlungen mit dem Koalitionspartner SPÖ ein "sehr sensibler" ist. Es gehe ihr aber nicht um die Einrichtung eines Überwachungsstaats, sondern um die Abwehr von Gefahren und um ein "Mehr an Sicherheit". "Wir sind hier in einem konstruktiven Dialog mit dem Koalitionspartner, es gab bereits zwei Verhandlungsrunden", sagte sie.

Für kommende Woche ist eine weitere Verhandlungsrunde anberaumt, ein konkreter Termin steht noch nicht fest. Das Treffen findet laut Ministerin auf Beamten-, Kabinetts- und Klubebene statt. Dabei will die Innenministerin "alle Daten und Fakten auf den Tisch legen". Sie wolle dieses Paket nicht aus "Jux und Tollerei", sondern sie habe "eine ganz klare Verantwortung" - auch gegenüber ihren Experten, betonte sie.

Mikl-Leitner: Terror-Gefahr ist erhöht

Wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahre ansehe, dann sei es Faktum, dass sich die Terrorgefahr erhöht habe, so die Ministerin. Gleichzeitig betonte sie einmal mehr, dass in Österreich derzeit keine Gefahr zu befürchten sei. Es sei aber besser, "nichts dem Zufall zu überlassen". Das Anti-Terror-Paket sei jedenfalls keine Anlassgesetzgebung wegen der Anschläge in Norwegen, sondern "eine Notwendigkeit aus der Erfahrung der letzten Monate und Jahre".

Das von Mikl-Leitner und Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) Mitte Juni vorgelegte Anti-Terrorpaket sieht "vier Säulen" vor. Neben den weitgehenderen Befugnisse zum Verknüpfen von Ermittlungsdaten soll auch die Anleitung zu Begehung, Aufforderung oder "Gutheißung" eines Terrorakts strafbar werden. Außerdem sollen zehn Millionen Euro in Ermittlungstechnologie investiert und das Bemühen um einen "Kulturdialog" mit islamischen Mitbürgern intensiviert werden. (APA)

sir osis of liver
 
00
29.7.2011, 16:39

die resche hannerl braucht nur die gesamte fpö-politikerbande einzusperren; dann können wir uns die anti-terror gesetze ersparen!

kernoelpapst
01
29.7.2011, 12:12
vielsagende Zahlen

Terror attacks in Europe 2006-2009
Total number: 1770
Islamic: 6 (0.34%)
Right Wing Ethno-Nationalist and Separatist: 1596 (90.17%)
Left Wing: 106 (5.99%)
...Other/Not Specified: 62 (3.50%)

Source: Euro Pol

monoton
01
29.7.2011, 09:08

da ist die övp wieder glücklich wenn sie einen grund hat weiter unsere bürgerechte einzuschränken und aufzuweichen.

es ist eine katastrophe das die politik im namen des terrors all seine bürger überwachen und bespitzelt. es gibt keine absolute sicherheit, und die wird es niemals geben, aber wenn so einer korrupte partei wie die övp noch mehr daten sammeln will, dann bekomme ich es echt mit der angst zu tun, denn die haben keinerlei hemmung diese auch zu missbrauchen (tierschützer, mistkübel anzündende studenten,...)

ich.tarzan
01
29.7.2011, 08:04

"... sei es Faktum, dass sich die Terrorgefahr erhöht habe, so die Ministerin. Gleichzeitig betonte sie einmal mehr, dass in Österreich derzeit keine Gefahr zu befürchten sei."

leicht verwirrt die gute frau - was jetzt ???

oder redet die nur das sie redet ???

oder sollen wieder mal ein paar unbequeme (z.b. tierschützer, aufdecker von polizeigewalt usw. ) abgestoppt werden :(

Thomas Felder1
10
29.7.2011, 01:43
abtauschen

gegen die wehrpflicht

der schwitzbär der schwitzt sehr
06
28.7.2011, 22:29
Ja, bitte - halt es fest

so nimmst du es mit, wenn du nach der nächsten Wahl in die Provinz zurückfährst

dort kannst du es dann zwischen zwei Misthaufen abstellen, deinen Dollfuß-Paketerl

M. P.1
08
28.7.2011, 21:43

Klar, die Gelegenheit, aus dem Attentat in Norwegen Kapital zu schlagen, um den Überwachungsstaat auszuweiten, die darf nicht ungenützt bleiben.

Ich sage hingegen: um Rechtsextreme in Österreich ausfindig zu machen, braucht man nicht mehr Überwachung. Weil die Rechtsextremen in Österreich sind allgemein bekannt. Viele von denen sitzen sogar im Parlament.

Ach so, Moment mal, man will ja die pöhsen, pöhsen linksextremen Gutmenschen-Terroristen ausfindig machen. Wie zum Beispiel jene, die im Standard-Forum böse Dinge über die Mikl-Leitner schreiben. Das sind ja die wahren Staatsfeinde!

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