USA und Europa

Untergeher des Abendlands?

Kommentar der anderen | 28. Juli 2011, 18:14

Die Führungsmächte des Westens sind in einen Wettlauf des Niedergangs verstrickt - mit teils differenten Symptomen, aber aufgrund ein und denselben Ursachen - Von Timothy G. Ash

Nennt mich von mir aus Oswald Spengler, aber man kann sich kaum des Eindrucks erwehren, dass Europa und die USA in einen Wettbewerb des Niedergangs verstrickt sind. Die zwei Führungsmächte des Westens sind offenbar unfähig, die Schulden- und Defizitlasten, in den Griff zu kriegen, die ihre eng verbundenen Versionen eines liberalen demokratischen Kapitalismus aufgetürmt haben. Ihre politischen Führer tanzen wie Betrunkene am Rande des Abgrunds.

Hätte das Meeting in Brüssel am vergangenen Donnerstag nicht im letzten Moment die Märkte beruhigt, wäre ein Teil der Eurozone binnen Tagen gekippt. Und nun läuft in Washington der Countdown für den 2. August, jenem "D-Day", an dem die USA erklären muss, dass sie innerhalb des bestehenden Verschuldungsrahmens von 14,3 Billionen Dollar nicht mehr zahlungsfähig ist. Die zwei größten Ökonomien der Welt taumeln in Richtung Eurogeddon und Dollargeddon.

Die Untergangszwillinge des Westens unterscheiden sich in vieler Hinsicht: Amerikas Schuldendesaster gefährdet die Glaubwürdigkeit und Machtposition des Landes in der Welt, aber nicht das Land selbst.Die Krise der Eurozone stellt die Zukunft der ganzen Union in Frage.

Die EU ist ein Staatenbund von 27 souveränen Nationen und verfügt über ein Budget von nur einem Prozent des Gesamt-BIPs aller Mitgliedsstaaten. Die Haushaltsschulden dieser Länder variieren zwischen 150 Prozent (Griechenland) und sieben Prozent (Estland). Die USA sind ein Bundesstaat von 50 Staaten, deren Regierungen jeweils über knapp ein Viertel des BIPs verfügen - ein EU-Staat dagegen üblicherweise über die Hälfte.

US-Republikaner und Demokraten sind ideologisch viel gespaltener als alle Mainstream-Parteien in Europa. Die Amerikaner trennt die Parteigesinnung, die Europäer die Nationalität. Die Republikaner der Euro-Krise sind die Deutschen. Angela Merkel ist für Brüssel was Eric Cantor für Washington ist: der mächtige, aber kurzsichtige Blockierer.

Die Schuldenlast der USA ist zum einen durch die Steuersenkungen unter der Regierung Bush und die Ausgaben für Kriege sowie für das Gesundheits- und Sozialsystem gestiegen - zum anderen durch die Stützungsaktionen und die ausgedehnte keynesianische Defizit-spending-Politik der Obama-Regierung im Zuge der Finanzkrise 2008. In Europa gab es solche Steuersenkungen üblicherweise nicht, geschweige denn Kriege. Von wenigen Ausnahmen wie Frankreich und Großbritannien abgesehen, ist ihr Verteidigungsbudget von klein auf winzig geschrumpft.

Zugleich entwickelten die Europäer in den letzten zehn Jahren ihre eigenen Exzesse: insbesondere durch eine umfängliche und unverantwortliche Strategie des Ausgebens und Borgens, in den Peripher-Staaten der Eurozone wie Griechenland, Portugal und Spanien, und ermöglicht durch eine ebenso unverantwortliche Kreditpolitik seitens der deutschen und französischen Banken. Beide Seiten haben sich in falscher Sicherheit gewiegt durch die Alle-für-einen- und Einer-für-alle-Phrasen und -Versprechen der Eurozone.

Soweit also die Unterschiede. Gräbt man aber ein wenig tiefer, stößt man auf starke Ähnlichkeiten. Denn in Wahrheit haben wir es in beiden Fällen mit einer strukturellen Krise der liberalen kapitalistischen Demokratie - oder wenn Ihnen das lieber ist des liberalen demokratischen Kapitalismus - zu tun.

Auf beiden Seiten des Atlantiks haben wir seit langem über unsere Verhältnisse gelebt. Man sehe sich die Entwicklungskurven der letzten vier Jahrzehnte an und man wird einen Schuldenanstieg in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Wirtschaftens feststellen. Nun, durch die Verstaatlichung privater Schulden nach der Finanzkrise und dem damit einhergehenden Rückgang des Wachstums und der Steuereinnahmen, steigt die Schuldenkurve noch weiter an und nähert sich wie ein Thermometer bei einem überhitzten Automotor - der Alarmzone von 90-100-110 Grad (=Prozent des BIP)

Hauptverantwortlich dafür ist zum einen unser Finanzsystem, das auf dem Prinzip beruht, Profite zu privatisieren und Risiken zu sozialisieren. Dazu kommt ein grenzenloser Konsumismus mit immer ausgefeilteren Werbestrategen, um Bedürfnisse zu kreieren nach Dingen, die kein Mensch braucht. Und dazu kommen auch die stetig wachsenden Ansprüche der Nachkriegs-Babyboomer-Generation an das Gesundheits-, Sozial- und Pensionssystem. Legitime Ansprüche, könnte man sagen - für die aber unsere Kinder bezahlen müssen.

Auch hier werden die Unterschiede zwischen Europa und den USA weit überschätzt. Ein Blick auf factcheck-org. zeigt, dass nahezu die Hälfte der föderalen Ausgaben in den USA bereits auf das draufgeht, was Europa den Wohlfahrtsstaat nennt. Zugegeben, das ist nur ein Bruchteil von dem, was ein durchschnittlicher EU-Wohlfahrtsstaat ausgibt, aber es ist nach wie vor der Löwenanteil im Budget und steigt weiter.

Und dann ist da noch der Zustand der Politik: Was sich derzeit vor unseren Augen auf beiden Seiten des Atlantiks abspielt, ist eine Pervertierung der Demokratie. Dies manifestiert sich darin, dass man bestimmten Teilgruppen der Bevölkerung gibt, was dies - kurzfristig - wollen, statt der Mehrheit der Bevölkerung zu geben, was sie - langfristig - braucht. Wie der US-Kolumnist David Brooks vor kurzem feststellte, hätte der Deal, den die US-Republikaner letzte Woche abgelehnt haben, dem US-Haushalt in den kommenden zehn Jahren Einsparungen in der Höhe von drei Billionen Dollar gebracht ...

Zurück nach Europa: Man vergleiche einmal Helmut Kohl mit Angela Merkel: Ersterer bestimmte die öffentliche Meinung, Letzere hat sie an die Wand gefahren.

Das ist eine Politik, die sich nur mehr an Geld, Sonderinteressen, Medienkampagnen, Pressure-Groups, die letzten Daten der Meinungsumfragen oder Regionalwahlen orientiert. Es ist kein Zufall, dass Brüssel und Washington um den Titel "Lobbyisten-Paradies" wetteifern. Und es stellt sich immer mehr heraus, dass das, was beide Systeme mehr als alles andere beherrschen, die Bedienung von Partikularinteressen ist - und die Kunst, möglichst viele davon gleichzeitig ruhig zu stellen.

Dieses Phänomen gemahnt an ein altes Argument: Das "Föderalpapier Nr. 10" von James Madison (einem der Gründungsväter der USA) hielt fest, dass eine große Republik besser geeignet wäre als kleine Einzelstaaten, das Allgemeinwohl gegen Spezialinteressen zu verteidigen. Es wäre dann um vieles schwieriger für unwürdige Kandidaten, schrieb er, "sich mit ihren bösartigen Tricks durchzusetzen, die Wahlen üblicherweise bestimmen". Kluge, weitsichtige Politiker würden "die öffentliche Meinung verfeinern und erweitern".

Die Chinesische KP geht noch einen Schritt weiter. Mit drei Billionen Dollar im "Safe" (=SAFE, Abkürzung für Chinas State Administration of Foreign Exchange) sagt sie, habe die Volksrepublik einen besseren und effektiveren Weg gefunden, ein großes, vielfältiges Territorium zu verwalten.

Die Zwillingsgiganten der westlichen Demokratie stehen nun vor der Herausforderung zu beweisen, dass Madison Recht und Spengler und die Chinesische KP Unrecht haben. Bis jetzt haben wir's ziemlich vermasselt. (Timothy Garton Ash, Übersetzung: Mischa Jäger, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 29.7.2011)

Timothy Garton ASH ist Schriftsteller, Historiker und Professor für europäische Studien an der Universität Oxford.

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Zentner
00
29.7.2011, 18:56
Die Hysterie mit der Oswald Spengler die Akokalypse des Abendlandes hervorgesagt hat implizierte eine moralische Rechtfertigung von Gewalt am vermeintlichen Täter.

Damals wurde angenommen die Gesellschaft (das Volk) degeneriere durch die Infiltration Fremder und fremden Gedankengutes und läute so den Untergang der Hochkultur ein. Anders gesagt, sind es heute die Menschen die vom Wohlfahrtsstaat profitieren, noch dazu viele viele davon Immigranten, die den Westen degenerieren? Ist es die Fragestellung ob China ein besseres Regierungssystem habe an Finanzen zu bemessen nicht als solches schon ein Armutszeugnis demokratischer Werte des Autores? Die Antwort auf einen revisonistischen Pessimismus muss kein technokratischer Optimismus sein sondern die rationale Einsicht dass wir nicht in die zukunft sehen können, aber trotzdem das richtige machen müssen: Unsere Demokratie verteidigen.

noexist
 
00
30.7.2011, 07:25

Dass Immigranten die Gesellschaft degenerieren ist wohl ein ziemlicher Blödsinn! Im Gegenteil, jede Verhinderung von Monokultur stärkt die Gesellschaft.

Wir haben immer noch hervorragende Grundlagen für eine prosperierende Gemeinschaft, aber wir alle müssen das wollen!
Also weg vom kapitalistischen "jeder gegen jeden mit untergriffigsten Tricks" hin zu Gemeinschaft und Selbstverantwortung!

Zentner
00
30.7.2011, 12:34

Oh da habe ich mich vielleicht falsch ausgedrückt - ich meinte im Sinne Oswald Spenglers auf heute übertragen. Ich glaube gar nicht an Degeneration von Gesellschaften. Aber den Sozialstaat für die Degeneration der Gesellschaft mitverantwortlich zu machen wie im obigen Artikel geht halt in Richtung Ausländerfeindlichkeit. Ich bin im Übrigen für Reisefreiheit.

clearlake
00
30.7.2011, 20:31
niemand kann eine degeneration bestreiten...

der schlüssel ist die bildung. Diese wird sowohl nicht angeboten, also auch nicht angenommen..
Schauen sie sich Großtstädte in Europa an und vergleichen sie diese mit Bildern vor 20-30 Jahren.
Schauen sie sich Kinder (quer durch die Bevölkerung, nicht nur die Eliten) von heute an und vergleichen sie diese mit den Jugendlichen der 60-80er jahre.
Wer da keine degeneration erkennt ist vollkommen blind. Die Politik hat vollkommen versagt....

Zentner
00
30.7.2011, 20:38

Ich weiss nicht was ich auf diesen Bildern erkennen soll aber vielleicht sind meine Augen ja einfach nur degeneriert dass ich nicht erkenne was Sie sehen wollen? Sind Sie in den 50er Jahren geboren?

clearlake
00
30.7.2011, 21:14
was hat das problem mit meinem geburtsdatum zu tun???

verdrängen, hinausschieben, wegschauen,.....sie sind offensichtlich ein paradebeispiel für unser heutiges dilemma.....

freiheitdermeinung
10
29.7.2011, 17:41
Dass sich der Professor

in Oesterreich bei jenen die bislang den Nutzen aus dem grosszuegigen Sozialsystem gezogen haben keine Freunde machen wuerde war eh klar. Ist aber auch egal. Das staendig wachsende Staatsdefizit kann man nicht wegreden. Und wofuer es verwendet wurde ist dokumentiert. Wir brauchen deswegen nur so weiter zu machen und der Herr Prof. darf sich dann in ein paar Jahren die Haende reiben und auf die Schenkel klopfen. Denn dann werden wir auch hier griechische Zustaende haben. Daran werden auch die Kapitalismus- Globalisierungs- und sonstigen Krititiker Nichts aendern koennen. Und durch Steine in die Fenster von Banken wirds nur noch schlimmer. Es stimmt schon: Europa ist am Ende, die Politik weiss es auch, wagts es aber nicht zu artikulieren.

witherabbitt
 
10
30.7.2011, 01:34

Sie behandeln die Splitter, sehen aber nicht die Balken. Abgesehen von den Grenzen durch Resourcenbegrenztheit ist das Hauptproblem das Ausmaß der Gewinner des Systems und die Verstärkung der Umverteilung von unten nach oben und die Destabilisierung der Märkte durch Spekulation, die durch falsche ökonomische Theorien erlaubt worden sind.

her wig
00
29.7.2011, 17:06
Rein mit Individualismus,

wo auch der Staat als Selbstbedienungsladen bzw. Lobbinghebel für individualistische Interessen angesehen wird, kamen wir in diese Krise zwar hinein, aber eher nicht mehr heraus.

Zomby Woof
11
29.7.2011, 14:36
Der Mann heisst...

Timothy Garton Ash, wobei Timothy der Vorname ist und Garton Ash der Nachname. Also hat die Abkürzung als "Timothy G. Ash" keinen Sinn.

notanickname
28
29.7.2011, 14:20

Kapitalismus ist weder liberal noch demokratisch, sondern eine reine Diktatur des Kapitals.

und Nein, wir haben nicht über unsere Verhältnisse gelebt, sondern das Geldsystem läßt keinen anderen Weg zu. Hätte Ö 200 Milliarden € Schulden weniger, gäbs auch die selbe Menge weniger Geld.... danke Geldschöpfung !!

x
00

weniger Geld = niedrigere Preise

Zentner
00
29.7.2011, 19:09

1. Kapitalismus ist zwar weder liberal noch demokratisch aber sicher auch nicht per se diktatorisch.

2. Wir haben über unsere Verhältbisse gelebt und wir leben über unsere Verhältnisse. Das bedeutet nicht das wir desegen ein besseres oder schöneres Leben hätten. Der größere Fernseher und das Auto für jeden machen das nicht weg was wir in der Arbeitswelt des Kapitalismus verlieren.

3. Wenn Österreich weniger Schulden hätte hätten wir mehr Geld - im jetzt.

Zu guter letzt: Viele halbwahre Schlüsse ergeben Stuss und keine Wahrheit.

noexist
 
01
30.7.2011, 07:35

Kapitalismus ist ein offensichtlich schwer durchschaubarer, aber eigentlich simpler Trick, alle die sich nicht ständig damit beschäftigen, in Abhängigkeit zu bringen. Iinzwischen müssen auch nicht persönlich verschuldete Bürger einen Gutteil ihrer Arbeit für den Zinsendienst verrichten.

Was heisst über die Verhältnisse gelebt? Die Alternative ist das Schreckgespenst Rezession!

Ein Staat kann nicht ohne Schulden sein, weil er die Infrastruktur und Bildung, etc... "vorschiessen" muss.
Für den gewöhnlichen Bürger haben Schulden den Nimbus von "verzichtbarem Luxus", bei Staaten und Unternehmen ist das völlig anders!

kudlmudlrudl
00
29.7.2011, 18:16

Sie haben da was falsch verstanden:
Es gibt da einen feinen Unterschied zwischen: "Wir beide gemeinsam haben jetzt in Summe 100 Euro weniger" und "die 100 Euro die ich dir schulde bekommst nicht wieder weil ich sie selber nicht hab".

her wig
00
29.7.2011, 16:05

Dann wären wenigstens Aktien wieder leistbar.

Kapitalismus Luege
00
29.7.2011, 13:38
US-Export an Kapitalismus und Wohlstand war an deren Demokratiemodell gekoppelt

und die Chinesen zeigen vor, wie's anders geht und entlarven dabei die Lüge daß Kapitalismus Demokratie brauche.

Wenn die US-EU mitkriegt, daß planwirtschaftlicher Kapitalismus weder von Markt noch Demokratie abhängt ....

kudlmudlrudl
01
29.7.2011, 18:27

Ich denke es läuft umgekehrt: Demokratie erzeugt zwangsläufig Kapitalismus. Und Kapitalismus erzeugt dann als Gegenpol Sozialismus. Demokratie und Sozialismus ergeben in Kombination dann über längere Zeit das, was wir heute in EUSA sehen.
Gebens den Chinesen noch ein wenig Zeit und es wird nicht anders laufen...

truly
10
30.7.2011, 22:50

schon lang nich mehr so einen quargel gelesen...

santa fe
 
15
29.7.2011, 12:01
falsche angst

auch wenn es zu notlösungen kommt, wie jetzt in den USA, sie entsprechen dem plan der FI (finanzindustrie), die keinerlei interesse an der zerstörung der US-EU kreditwürdigkeit hat, höchstens an einer weiteren einschüchterung der verarmenden mehrheitsbevölkerung, deren widerstand gegen den begonnenen gross-raubkrieg gebrochen werden soll.

die FI muss demokratisiert und sozialisiert werden.

BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN/BASIC INCOME GUARANTEE

statt existenzangst, die uns in den wahnsinn treiben soll.

es liegt an uns, eine so starke BGE/BIG - bewegung aufzubauen, dass die FI nachgibt, um ihr demokratisches image nicht zu verlieren. die stärkung der allgemeinen kaufkraft ist auch für die FI keineswegs uninterresant.

truly
00
30.7.2011, 22:52
leserkommentar!

:)

Der dicke Jokkl
11
29.7.2011, 13:22

Schreib doch bitte einen Leserbrief über das bedingungslose Grundeinkommen, dann können wir alle ganz toll darüber diskutieren und müssen nicht bei jedem (noch so weit vom Thema entfernten) Artikel daran erinnert werden.

Aung San Suu Tschi
 
01
29.7.2011, 11:39
"über unsere Verhältnisse gelebt": JA, u.a. weil wir Oberideologen wie Garton Ash als "Wissenschafter" durchgehen ließen

Der Herbeireder und "Experte" des Jahres 1989 (ohne Ostsprachkenntnisse) versucht sich jetzt als Ökonom, immer am Verfall schnüffelnd und sein Lackerl dazu abgebend.

Die Karriere dieses Mannes ist ein Beweis für das Sinken akademischer Standards in Großbritannien.

Johannes Benn
01
29.7.2011, 11:17
.

wenn der westen untergeht dann an der ueberschaetzung der wirtschaft. der mann hat anscheinend nicht verstanden worum es geht, prozentzahlen spielen keinerlei rolle.
der westen geht tatsaechlich unter, aber nicht wegen schulden, das sind nicht mehr als phantasiezahlen

girls in the cage
016
29.7.2011, 10:58

"über unsere Verhältnisse gelebt...."

Oh gott das todschlagargument nummer eins, ab dem Zeitpunkt wollt ich aufhören zu lesen. Wie soll das gehen? alle machen schulden aber wir leben über unsere verhältnisse... In diesem system ist es doch de facto unmöglcih nicht "über seine verhältnisse zu leben."

Man braucht sich doch nur mal die Lohnentwicklung in der EU ansehen (vor allem in GER) und dann kommen Experten mit dem "über verhältnisse gelebt" bla bla. Das (Zins)system an sich funktioniert so nicht(bzw. kommt langsam aber sicher an seine grenzen), das ist alles.

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