Nach Norwegen-Aussagen: Strache feuert Königshofer

28. Juli 2011, 18:07
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    foto: apa/parlamentsdirektion

    Uneinsichtiger Königshofer will gegen Ausschluss berufen.

Parteiausschluss, weil FP-Mandatar Abtreibungen mit Massaker verglich und "unakzeptable" Freunde habe

Wien/Innsbruck - "Der Tiroler Nationalratsabgeordnete DDr. Werner Königshofer ist mit sofortiger Wirkung aus der FPÖ und dem freiheitlichen Parlamentsklub ausgeschlossen und erhält somit die rote Karte aufgrund seines parteischädigenden Verhaltens", meldete sich FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache aus dem Urlaub.

Der Tiroler FP-Nationalratsabgeordnete Königshofer hatte wegen Äußerungen auf Facebook und zuletzt auch wieder auf seiner zwischenzeitlich geschlossenen Seite www.koenigstiger.at für Aufregung gesorgt. Als er Abtreibungen in Relation zum Massaker in Norwegen stellte, bröckelte auch der Rückhalt in der eigenen Partei, nachdem es bereits von ÖVP, SPÖ und Grünen Kritik hagelte. Königshofer hatte schon länger Texte auf seiner Homepage, die Abtreibungen auch direkt mit NS-Euthanasie verglichen.

Problem-Tiger

Die Sorgen der FPÖ mit ihrem "Königstiger", wie sich der 58-jährige gern nennt, begannen schon im März: Der Linzer Kriminalist und Datenforensiker Uwe Sailer wollte dem Politiker Kontakte zur Neonazi-Szene nachweisen. Sailer schickte ihm eine kodierte E-Mail, die den Absender beim Weiterleiten verraten sollte. Die Post ging an die Betreiber der Neonazi-Site Alpen-Donau.info weiter.

Damit vom Standard konfrontiert, behauptete Königshofer damals, Sailer hätte die E-Mail selbst weitergeleitet. Sailer klagte und bekam vom Handelsgericht Wien recht. Am 4. Juli brachte Sailers Anwalt Georg Zanger auch einen Strafantrag wegen übler Nachrede beim Landesgericht Innsbruck ein, das am 14. Juli die Auslieferung Königshofers durch das Parlament beantragte.

Nachdem eine Verwarnung Königshofers durch Parteiobmann-Stellvertreter Norbert Hofer nicht fruchtete, verlor auch FP-Generalsekretär Herbert Kickl am Donnerstagnachmittag die Geduld: Königshofers "Art zu kommentieren" sei "inakzeptabel. Ich bin kein Psychologe, um zu erklären, was ihn reitet. Ich kann dafür überhaupt kein Verständnis aufbringen" , sagte Kickl zum Standard.

Minuten später entschied Strache über den Ausschluss Königshofers, dem er auch "unakzeptable Freundeskreise" vorwirft.

Königshofer, der seinerseits gerade wegen mehrerer Erkrankungen auf Rehab in der Steiermark weilt, erfuhr vom Standard von seinem Parteiausschluss, nachdem er seine Einträge im Netz als missverstanden verteidigt hatte. Seine erste Reaktion zum Rausschmiss: "Da sag ich jetzt einmal gar nichts dazu." Nachsatz: "Man wird sich aussprechen müssen. Man kann auch gegen einen Ausschluss berufen."

Das habe er auch vor, denn: "Ich glaube nicht, dass ich gegen die Parteilinie verstoße. Das sind unsere Grundsätze, ich formuliere sie nur deutlicher. Die Stimme des Volkes ist die Stimme Gottes." Strache müsse "sehr unter Druck stehen. Ich werde ihn aber auch weiter unterstützen."

Seine Facebook-Einträge verteidigte Königshofer mit "Naivität. Ich muss mir meine Freunde besser aussuchen." Mit seinen Kommentaren zum "Ereignis" in Norwegen wollte er "nur zum Nachdenken anregen".

Der FPÖ kommt der Ausschluss nicht ungelegen. Wenn der bekannte Neonazi Gottfried Küssel und zwei weitere Inhaftierte wegen der Alpen-Donau-Seite vor Gericht kommen, dürfte auch Königshofers E-Mail Thema werden. (Colette M. Schmidt, DER STANDARD; Printausgabe, 29.7.2011)

Kommentar posten
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Ewiggestrige sind Abzocker des Bürgers!
00
31.7.2011, 18:12
Zeitung Österreich im 15. und 16. Bezirk Grossflächig verschwunden!

Wahrscheinlich wegen diesem Artikel wo Strache als inkompetent mit Minus 30 % beim Politbarometer erscheint.
http://www.bilder-hochladen.net/files/big... e-aab3.jpg

Ausserdem ist die SPÖ Nummer Eins und FPÖ hat wieder den 2. Platz.
Leider ist auch das wertlos weil ja mit Strache kein Mensch koaliert. besser wäre es hier als Protest etwas für die Umwelt zu machen und GRÜN zu wählen.
Natürlich wird auch hier über Norwegen berichtet und in der Krone nicht, warum eigentlich nicht, ist denen das egal?
Oder werden sie bezahlt, man muss doch über so ein Massaker etwas berichten, noch dazu wenn der Mann auch in Österreich war.

Ich bin der Meinung...
00
31.7.2011, 07:48
Wen so der Durchblick fehlt

wie einem Herrn Königshofer (und Co.), denen wollen wir doch nicht die Staatslenkung anvertrauen, oder?

(Andererseits sind natürlich krasse Versäumnisse der Bildungs- und Beschäftigungspolitik der letzen Jahrzehnte mitschuld, dass zahlreichen Wählern erst recht dermaßen der Durckblick fehlt, sodass sie den fehlenden Durchblick einiger Politiker gar nicht beurteilen können. Eine brutale Abwärtsspirale der Intelligenz sozusagen)

Befreier von Butter und Eier
00
30.7.2011, 18:43

Wenn der HC noch die anderen FPÖler und dann sich selbst kündigt, könnte er zu meinen persönlichen Hero aufsteigen...

Beobachter zweiter Ordnung
02
29.7.2011, 15:37
der wurde nicht gefeuert, weil seine Inhalte ein Problem für die FPÖ sind, sondern weil er zu dumm ist, zu wissen, wann man besser die Go hält. DAS ist ein Problem für die Äffen!

grins&fett
02
29.7.2011, 15:29

"Ich glaube nicht, dass ich gegen die Parteilinie verstoße. Das sind unsere Grundsätze, ich formuliere sie nur deutlicher."

gut gebrüllt, tiger. sehe ich genauso. und hoffentlich auch der rest österreichs bei der nächsten nr-wahl!

Hanuman Petrol
00
29.7.2011, 12:17

Das Problem am Strachekonzept ist dieses heute wird der Königshofer ausgeschlossen morgen ist er wieder dabei! Das ist das System der Blauen!

au contraire
00
29.7.2011, 12:01

Wenn einer sogar dem Strache politisch zu weit rechts steht, könnte man ruhig schon mal "einfach so" Ermittlungen wegen Wiederbetätigung einleiten ^^

Der Anton aus Tirol
15
29.7.2011, 11:03

lustig das sich der HC über den "unakzeptablen Freundeskreis" vom Königstiger mokiert, wo doch genau dieser Freundeskreis auch mit HC und der FPÖ über Facebook befreundet ist.

Wenn er konsequent wäre, müsste er sich dann selbst aus der FPÖ ausschließen und die Partei auflösen.

Flugmanagment
00
29.7.2011, 12:43

na zuerst auflösen dann den rest ersparen und in der versenkung verschwinden

au contraire
04
29.7.2011, 10:39
Was ich mich ja schon die ganze Zeit frag:

DARF das der Strache einfach so, ganz alleine jemanden aus der Partei werfen?

Bei den meisten Vereinen ist dazu ein Vorstands- oder Präsidiumsbeschluss nötig, keine diktatorische Einzelentscheidung.

Nicht, dass ich das Königstigerchen jetzt in Schutz nehmen möcht (keine Frage), aber der Vorgang wirft ein interessantes Bild auf die Verteilung der Entscheidungsbefugnisse in der blaunen Riege.

Heiner Müller
01
29.7.2011, 17:25

du wirst doch nicht erwarten, daß dort jemand dem Führer widerspricht.

pu-muckl
 
00
29.7.2011, 14:00

es muss ja auch noch von den gremien beschlossen werden ... stand hier auch schon mal

Titeuf
 
03
29.7.2011, 12:00
Das ist schon in Ordnung so

(in einer Führerpartei)

Lichtfreak
00
29.7.2011, 11:26
Da sieht man, was dort für ein Rechtsverständnis herrscht!

Diktator halt....

dahofawors
00
29.7.2011, 10:41
seh ich auch so

susanne kleedorfer
11
29.7.2011, 09:47

die stimme des volkes ist die stimme gottes........

ah geh! da hat gott aber schon viel schei..e verzapft und angerichtet-eigentlich dauernd!

dieser mann ist auf kur bzw.rehab? gut,man behalte ihn gleich dort-aber auf seine kosten.falls man ihn dort nicht will,ab in gelobte land mit ihm in die gedenkstätte oder in einen kibz.das wird dann sicher helfen.

Moist von Lipwig
00
29.7.2011, 12:28

Mir als Atheisten sagt das nur, dass beim Koenigshofer das Volk keine Stimme hat.

Hanuman Petrol
02
29.7.2011, 09:46
Die FPÖ = Hass

Die FPÖ versucht nur von ihrem Standpunkt abzulenken, sie müsste ansonsten Winter, Kurzmann, Kickl (schliesslich ist er der Verfasser der FPÖ Plakate)
auch rausschmeissen! Die FPÖ ist eine Partei die mit allen Mitteln vom auszuckenden Tier bis zum schmollenden Kind alle Register zieht um sich wie eine Schlange mehr und mehr Macht anzueignen, weil Macht auch Geld bedeutet! Der Partei ist alles Recht um an Ihr Ziel zu kommen! Man stell sich vor diese Partei wäre wirklich in der Regierung, das wäre das Ende der Demokratie ab diesen Zeitpunkt kann man nicht mehr über eine Demokratie sprechen, denn Leute die offen zu Rassenhass stehen, werden dementsprechende Gesetze beschliessen um eine 2te Reichskristallnacht zu initiieren.

Alexander Patjomkin
10
31.7.2011, 21:18
Lass mal den Schwachsinn...

Hyla Arborea
03
29.7.2011, 09:33
Mehr Selbstachtung darf man von der FP schon fordern!

… die FP ist doch quasi „der Verein für falsche Freunde“! Es ist schon in Ordnung, wenn sich die vielen Freunde dort in ihrem zoologischen Garten selbst und ihren weiten Geist für alle gut sichtbar zur Schau stellen ... da hat dann jeder die faire Chance zu wissen was er wählt …

Heiner Müller
02
29.7.2011, 09:32
Verrat an der eigenen Gesinnungsgemeinschaft

Nichts anderes ist es, wenn man jemand aus der Partei ausschließt, weil er Ansichten verbreitet, die zum allgemeinen Gedankengut dieser Partei gehören.

Und das alles nur, weil Strache unter allen Umständen Bundeskanzler werden will. Schäm dich Strache, du bist ja schon wie der Schüssel.

Einzelstimme
00
29.7.2011, 10:12

Offenbar kann der Obmann nach dem Statut der FPÖ + des Parlamentsklubs alleine einen Ausschluss aussprechen oder braucht es mehrere Personen?

"Verrat" ist von innen leichter zu beurteilen als von außen. Ob F-Mitglieder od. -Sympathisanten den Ausschluss richtig finden ist ihre Sache. Die Außenwirkung, dass man den Ausschluss des besonders groben WK als willkürlich oder falsch empfindet, wird es nicht oft geben. Da ich bei der F viel Hetze wahrgenommen habe, sehe ich ein überfälliges Zeichen, wo Grenzen gezogen werden. Bei etlichen anderen wurden sie nach groben verbalen Untergriffen nicht gezogen, wenn ich etwa an die Winters denke.

pago1
00
29.7.2011, 09:29
wird jetzt endlich der verfassungschutz tätig

oder muss man da tierschützer sein

CentralAI
23
29.7.2011, 09:27
Intelligenter Zug vom HC,

hätte ich ihm nicht zugetraut.

Marlon62
00
29.7.2011, 19:06
War wohl eher eine Panikreaktion

auf die letzte Umfrage. Strache-FPÖ: -24%

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