"Neue" Filmmusik und Lesungen aus Anlass von Nicolas Stemanns "Faust"-Inszenierung
Auf eigene Faust heißt das Begleitprogramm zu Nicolas Stemanns
Faust-Inszenierung. Zum Auftakt eine Rückblende zum expressionistischen
Film der Weimarer Republik: 1926 flackerte Friedrich Wilhelm Murnaus
Stummfilmversion Faust - Eine deutsche Volkssage über die "dämonische
Leinwand". Der deutsche Komponist und Pianist Tobias Schwencke zeichnet
nun für die "neue" Filmmusik verantwortlich, wie Murnau wird er von
verschiedenen Deutungen des Stoffs zwischen Mythos und zeitgenössischer
Relevanz inspiriert.
Hochromantische Faust-Musiken von Schumann, Wagner,
Mahler und anderen werden durch Transformation in eine Besetzung für
Kammerensemble mit Streichern, E-Gitarre, Fender Rhodes Piano und
Hammondorgel aktualisiert. Die Uraufführung, ein Kompositionsauftrag der
Freunde der Salzburger Festspiele, dirigiert Christoph Altstaedt, es
spielen Dominik Blum (Hammondorgel), Nathan Plante (Trompete), Johannes
Öllinger (E-Gitarre) und das Ensemble Resonanz.
Am Sonntag geht Auf
eigene Faust in die zweite Runde: Klaus Maria Brandauer und Lars Vogt
geben ... ein gefesselter Prometheus?!, eine literarisch-musikalische
Reise vom Himmel durch die Welt zur Hölle. Montag dann die szenische
Lesung von Daniel Kehlmanns Geister in Princeton. (dog/ DER STANDARD, Printausgabe, 29.7.2011)
Große Universitätsaula, Salzburg, 20.00