Festspiel-Begleitprogramm

Faust trifft Kameraauge

28. Juli 2011, 17:28

"Neue" Filmmusik und Lesungen aus Anlass von Nicolas Stemanns "Faust"-Inszenierung

Auf eigene Faust heißt das Begleitprogramm zu Nicolas Stemanns Faust-Inszenierung. Zum Auftakt eine Rückblende zum expressionistischen Film der Weimarer Republik: 1926 flackerte Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilmversion Faust - Eine deutsche Volkssage über die "dämonische Leinwand". Der deutsche Komponist und Pianist Tobias Schwencke zeichnet nun für die "neue" Filmmusik verantwortlich, wie Murnau wird er von verschiedenen Deutungen des Stoffs zwischen Mythos und zeitgenössischer Relevanz inspiriert.

Hochromantische Faust-Musiken von Schumann, Wagner, Mahler und anderen werden durch Transformation in eine Besetzung für Kammerensemble mit Streichern, E-Gitarre, Fender Rhodes Piano und Hammondorgel aktualisiert. Die Uraufführung, ein Kompositionsauftrag der Freunde der Salzburger Festspiele, dirigiert Christoph Altstaedt, es spielen Dominik Blum (Hammondorgel), Nathan Plante (Trompete), Johannes Öllinger (E-Gitarre) und das Ensemble Resonanz.

Am Sonntag geht Auf eigene Faust in die zweite Runde: Klaus Maria Brandauer und Lars Vogt geben ... ein gefesselter Prometheus?!, eine literarisch-musikalische Reise vom Himmel durch die Welt zur Hölle. Montag dann die szenische Lesung von Daniel Kehlmanns Geister in Princeton. (dog/ DER STANDARD, Printausgabe, 29.7.2011)

Große Universitätsaula, Salzburg, 20.00

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