30 Prozent Preisnachlass bereits vier Monate nach dem Start, um Nachfrage anzukurbeln
Nintendo will die geringe Nachfrage nach der portablen Spielkonsole 3DS mit einer drastischen Preissenkung bekämpfen. In Japan wird der Handheld ab dem 11. August um 15.000 Yen anstatt bisher 25.000 Yen verkauft. Gegenüber dem Branchenportal Eurogamer bestätigte das Unternehmen, dass ab dem 12. August der Preis in Europa um "rund 30 Prozent" gesenkt werde. Das entspräche beim aktuellen Preis von 250 Euro einer Reduzierung auf 175 Euro.
Unter den Erwartungen
Der Umfang und der frühe Zeitpunkt der Preissenkung bestätigt die Meldungen von Analysten, wonach die Verkaufszahlen des 3DS wohl deutlich hinter den Erwartungen des japanischen Herstellers zurückgeblieben sind. Mitte Juli folgten vermehrt Berichte, dass Softwarehersteller zahlreiche Spieleproduktionen für die Konsole verfrüht eingestellt hätten. Als Grund für die geringe Nachfrage wird bislang neben dem relativ hohen Preis vor allem der Mangel an guten Spielen gesehen. Zudem dürfte Nintendo die Vermarktungskraft des 3D-Effekts überschätzt haben.
Entschädigung für Erstkunden
Für Kunden, die den 3DS zum Startpreis erworben haben, solle es als Entschädigung ein "Ambassador Programme" geben. Beim eShop angemeldete Nutzer können sich darüber kostenlos 10 NES- und 10 Gameboy-Spiele für den Emulator Virtual Console herunterladen. (zw)