Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Unzumutbarkeit: Auf dieser Radfahranlage muss nicht gefahren werden.

Rennradfahrer üben Sport aus und dürfen deshalb auf die Straße. Auch wenn sie nicht über eine Rennradkluft wie der norwegische Rennsportler Edvald Boasson Hagen verfügen.

Mit Fahrradanhängern, die nicht breiter als 80 Zentimeter sind oder ausschließlich zur Personenbeförderung bestimmt sind, können (!) Radfahranlagen benützt werden.

Für alle anderen Fälle gilt: Sofern Radfahranlagen vorhanden sind, muss auf diesen gefahren werden.
Die Aufhebung der Benützungspflicht für Radfahranlagen wurde in der 23. Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO), die im Frühjahr 2011 abgesegnet wurde, als "nicht adäquat" eingestuft.
Eigentlich war geplant, "nicht-benützungspflichtige Radfahranlagen" zu schaffen, der Punkt wurde letztendlich jedoch wieder gestrichen und aus den geplanten Schildern wurde doch nichts. Vom Tisch ist die Diskussion jedoch noch nicht. Das Thema befindet sich weiterhin auf der Vorhabensliste für die nächste StVO-Novelle, die Umsetzung wird von Radlobby IGF für 2012 erwartet. Die Frage bleibt: Wann darf man mit dem Fahrrad auf der Straße fahren? Die Fahrradlobby ARGUS hat recherchiert und für derStandard.at folgende Informationen zusammengestellt.
Ausnahme: Unzumutbare Verhältnisse
Wenn Radfahranlagen vorhanden sind, müssen diese benützt werden. Dazu zählen Radfahrstreifen, Mehrzweckstreifen, Radweg, Geh- und Radweg oder eine Radfahrerüberfahrt. (Quelle: StVO § 2 (11b) und § 68 (1)).
Auf Radfahranlagen muss dann nicht gefahren werden, wenn die Benutzung unzumutbar ist, etwa wenn Bauschutt, Autos, Baustellen, Container etc. aber auch Schnee die Fahrt behindern.
Ausnahme: Rennrad
Bei Trainingsfahrten mit Rennfahrrädern muss laut StVO § 68 (1) die Radfahranlage nicht benutzt werden. "Diese 'Durchlöcherung‘ der Radwegebenutzungspflicht in Österreich kam vor Jahren durch die Intervention der Autofahrerklubs für ihre rennsportlich orientierten Mitglieder zu Stande, gilt aber leider nicht für Mountainbikes", weiß Hans Doppel von der ARGUS.
Nach der "Fahrradverordnung" gilt als Rennfahrrad ein Fahrrad mit folgenden technischen Merkmalen: Gewicht höchstens zwölf Kilogramm; Rennlenker; äußerer Felgendurchmesser mindestens 630 Millimeter und äußere Felgenbreite höchstens 23 Millimeter (FVO § 4. (1). Bei Tageslicht und guter Sicht dürfen Rennfahrräder ohne Licht und ohne Rückstrahler verwendet werden (FVO § 4. (2)).
Dazu die ARGUS: "Ob eventuellen Diskussionen mit Wacheorganen erfolgreich begegnet werden kann, in dem man eine Schublehre mit sich führt, ist uns nicht bekannt." Gewiss ist, dass eine nicht Rennradfahrer-konforme Bekleidung sowie die Montage eines Paketträgers oder von Kotflügeln die Definition des "Rennfahrrades" nicht beeinträchtigt. Das Gewicht von zwölf Kilogramm darf aber nicht überschritten werden.
Ausnahme: Fahrradanhänger
Mit Fahrradanhängern, die nicht breiter als 80 Zentimeter sind oder ausschließlich zur Personenbeförderung bestimmt sind, aber auch mit mehrspurigen Fahrrädern können Radfahranlagen benutzt werden, besagt die StVO § 68 (1). Das bedeutet, man hat die Wahl, entweder auf dem Radfahranlagen oder auf der Fahrbahn zu fahren.
Mit Fahrradanhängern, die breiter als 80 Zentimeter sind, muss die Fahrbahn benutzt werden, außer es sind Kinderanhänger. In diesem Fall kann wieder frei gewählt werden.
Andere Länder
In England, Irland und den USA gibt es keine Radfahranlagen-Benutzungspflicht. In Italien sind trainierende Radrennfahrer von der Benutzungspflicht der Radfahranlagen ausgenommen. In Deutschland können Städte und Gemeinden Radfahranlagen für nicht benützungspflichtig erklären.
Fazit: "Wer Radfahranlagen nicht benutzen will, kaufe sich ein Rennrad oder einen Fahrradanhänger", empfiehlt die ARGUS. (Eva Tinsobin, derStandard.at, 21.08.2011)
Man muss nichts über ein Fahrrad wissen um eines zu bauen - Zweieinhalb Tage dauert es, bis das neue Bike aus dem Lieblingsessen des Pandabären fahrbereit ist
Bike Festival, Radparade, Critical Mass, Fahrradhochzeit, 23. StVO-Novelle, Aktion scharf gegen Radfahrer - Was das Jahr 2011 für Fahrradbegeisterte zu bieten hatte
Das Bicycle Film Festival veranstaltete am 16. September die erste Wiener Fahrradhochzeit - derStandard.at war vor Ort
Eine bunte Reise zurück in eine Zeit, als das Fahren auf zwei Rädern populär wurde
"In Wien fahren extrem wenige Kinder mit dem Fahrrad", beobachtete Robert Fuchs - und gründete die Fahrradschule "Schulterblick"
Industriedesignstudierende der FH Joanneum in Graz dachten intensiv über das Fahrrad nach - Über die Ergebnisse berichtet Thomas Rottenberg
"Reibt beim Radln die Rosette - Velostitch statt Hirschtalgfette" lautet der Spruch zur "Velostitch" der Grüder Stitch
Stefan Bachl entwickelte für das iPhone 4 eine Gratis-App, die alle Wiener Citybike-Stationen und die Anzahl der dort verfügbaren Räder und Stellplätze kennt
Was schon Queen erfolgreich besungen haben, gilt auch für Millionen von Radfahrern auf der ganzen Welt - Es ist wieder so weit: Ein bunter Blick auf die letzten Monate Fahrradweltgeschehen
Fehlende Abstellplätze für Fahrräder ziehen einen Rattenschwanz an Problemen mit sich – von gestohlenen Rädern, bis hin zu Radlern, die ihr Bike für manche Fahrten erst gar nicht benutzen
Wohin mit dem Fahrrad? Der chronische Mangel ans Abstellplätzen brachte ein Forschungsteam dazu, sich der Entwicklung von Fahrradgaragen in dicht bebauten Stadtvierteln zu widmen
Martin Blum, der Radverkehrsbeauftragte der Stadt Wien, über mehr Rücksicht, neuralgische Stellen und seine Erfahrungen als Fahrradbote
Wir wollten wissen: Wohin radeln unsere LeserInnen? Als Abschluss unseres Fotowettbewerbs zeigen wir die beliebtesten Routen und Ziele in einer Ansichtssache
Einen Knigge und Nummerntafeln für Fahrradfahrer fordern die Grünen - Die Sinnhaftigkeit des ewigen Saure-Gurken-Zeit-Themas widerlegt ein historischer Abriss
Neue, brauchbare, ausgefallene Bikes sowie nützliches, originelles und gewagtes Drumherum in einer Ansichtssache
Eines Abends findet sich ein Aushang im Haus: "Fahrräder können im eigens dafür geschaffenen Fahrradraum abgestellt werden!" Es folgen Bügelschloss und Besitzstörungsklage
Wir wollten wissen: Wohin radeln unsere LeserInnen? Teil II der Einsendungen zeigen wir in einer Ansichtssache
Thomas Rottenberg hat die Verwandlung vom Angsthasen zum Extremradler mit Todesverachtung fotodokumentarisch festgehalten
Ob auf Straßen, Wasser oder Wüstensand: Fahrradfahren begeistert Menschen rund um den Globus - Ein bunter Blick auf die letzten zwölf Wochen Fahrrad-Weltgeschehen
Zehn Tage, 400 Kilometer, 14.000 Höhenmeter - David Weichenberger hat die Alpen auf seinem Einrad überquert - Verschärfung: kein Kontakt mit Asphalt
Die 23. Novelle zur Förderung des Radverkehrs hat es in sich - Interessensvertretungen üben massive Kritik
Julian ist leidenschaftlicher Mountainbiker, kennt auch gute Bike-Filme, und verweist uns auf "Life Cycles"
Mit einer "teuren Leiche" starteten Manfred Dittler und Elly Ondrak vor elf Jahren ihre Fahrrad-Raritätensammlung
Pedelecs werden immer beliebter, weisen aber nach aktuellen Tests der Stiftung Warentest gefährliche Mängel auf
Ich bin mir sicher, das Argument kommt in diesen Diskussionen oft vor, aber ich hab's hier noch nicht gesehen: Radwege sind grundsätzlich so angelegt, dass sie den Autofahrern am wenigsten im Weg sind, und fast nie so, dass sie die Bedingungen für Radfahrer optimieren. Gerade bei den größeren Entfernungen in Wien ist's oft notwendig 30km/h mit dem Rad fahren zu können - dazu sind die Radwege vollkommen ungeeignet. Insgesamt fehlt sowohl bei den Politikern als auch den Verantwortlichen für die Radwege jegliche Vorstellung davon, was es heißt mit dem Fahrrad als Verkehrsmittel statt als Freizeitgerät unterwegs zu sein. Ich brauche am Radweg für die meisten Strecken fast doppelt so lang wie auf der Straße.
Gehweg ist ja nicht für die Fußgeher da, sondern dafür, dass die Autofahrer ruhigen Gewissens mit 50 Sachen durchs Ortsgebiet fahren können.
Fahrräder sind natürlich auch nur Hindernisse, darum hat man diese auf Radwege verbannt. Daher auch der Ausdruck Rad-Weg!
Wenn man sich die Unfallstatistiken ansieht ist sofort klar, dass die Politik selten so weit von der Realität entfernt judiziert:
- Die häufigste Unfallursache: Überhöhte Geschwindigkeit - vom Punkte-System ausgenommen!
- Kollisionen mit 50 kmh schnellen Fahrzeugen übersteht ein Fußgänger 9x seltener als bei 30 kmh - ÖVP fordert 50 kmh am Wilhelminenberg!
Das Ignorieren der Fahrbahnbenützungspflicht sollte wie das Hupverbot in Wien geahndet werden: gar nicht!
Gruß
Erst ein Jahrzehnt lang Fruchtbarkeitsbehandlungen beim Gynäkologen und seinen KollegInnen.
Nach der Geburt natürlich extra lange stillen und zufüttern nur aus dem Bioladen.
... und dann wird der Gschrapp in eine unsichtbare, rollende Todesfalle ohne Knautschzone und auf Auspuffhöhe gesetzt.
Die Bobos werden bald so ausgestorben sein wie die Dodos...
Ich hatte so einen neulich vor mir. Die Ampel war schon längst rot und der Herr ist noch mit aller Entschlossenheit rüber. "Sportlich!" Hätt's ihm was genützt, wenn ein Auto von der Seite gekommen wäre?
Aber diese "Sportler" dürfen sich ja sowieso eine Extrawurst braten und im dichtesten Verkehr auf der Strasse bleiben, auch wenn's nebenan den schönsten betonierten Radweg hätte.
Wenn das "Sportler" sind, dann sollen's SO gefälligst auch nur bei SPORTVERANSTALTUNGEN fahren dürfen.
wie in Wimpassing(NÖ), Antiesehofen, Ulrichskirchen:
Radweg Ende vor jeder Querstraße, damit der Radfahrer dort Nachrang hat, dann bau ich mir einen leichten Anhänger mit einem kleinen Rad, auf den gerade eine Bierdose dauf passt und wenn ich nicht auf dem Radweg fahren will, wird der runter geklappt.
Oder ich bau mir einen ohne Deichsel 30 cm langen, aber 1,80 m breiten Anhänger für 10 Bierdosen, dann halten die Autofahrer wenigstens auch gleich den richtigen Abstand beim Überholen
... wieviele Hobbyrennradfahrer sich hier als Rennfahrer bezeichnen, nur um auf einer Strasse den Verkehr behindern zu können und auf Überlandstrassen nebeneinander fahren zu dürfen. Wo radwege bestehen, dort sollte auch Radwegebenützungspflicht gelten!
Und das gefährlichste sind diese kleinen Wagerln für Kleinkinder, die sich auf Auspuffhöhe durch den Autoverkehr drängeln - Sicherheit ist da für das KfV kein Thema! Zweierlei Maß und Unvernunft!
..nun mal ganz besondere Menschen! Nach deren IQ (abgeschätzt bei freier Wahl zwischen vorhandenem Radweg und stark befahrener Straße, irgendwo zwischen Stein und Brot) wurde ihnen das von Ihren Müttern schon eingetrichtert
"Mami, bin ich anders?" "Nein, du bist etwas besonderes!"
Jo..unzaehlige unschuldige autolenker mussten schon aufgrund der gefaehrlichen draengelnden kinderanhaengerradfahrer ihr leben lassen. Und vorallem im innerstaedtischen morgenverkehr sieht man horden dieser rowdies ohne ruecksicht das leben anderer gefaehrden
Nein, nur G'schichten, die das Leben schreibt und ganz im Ernst, witzig sind solche Situationen meistens nicht, vor allem wenn man sich darüber im klaren ist, daß man als Autofahrer naturgemäß und vor dem Gesetz mehr Verantwortung trägt als der Radfahrer.
Selbst wenn an dem scchmarrn irgendwas wahres dran waer, warum sollt jemand darueber rechenschaft ablegen nur weil er radfahren kann?
Hast du dich schon dafuer entschuldigt dass der typ mit dem ferrari vom stand weg gegen das haus gefahren ist ?
Das was du erlebst musst schon selber verarbeiten, oder professionelle hilfe in anspruch nehmen wennst es nicht allein packst.
Aus meinem Begegnungsrepertoire mit Radrennfahrern:
- Die Erhobene Faust des Radfahrers im Rückspiegel beim bremsen weil Zone-30 .
- Aus der Unübersichtlichen Kurve kommend RrFin steht mitten auf der Strasse und macht Balanceübeungen mit dem Rad. Die Kollegin steht am anderen Fahrstreifen.
- RrF lässt auf der Landstrasse am Fahrstreifen sein Rad stehen und pinkelt, aber so, dass man zusehen darf. Der Kollege steht inzwischen am anderen Fahrstreifen.
- Oft erlebt: RrF tritt wild in die Pedale und braucht den ganzen Fahrstreifen dafür oder mehr.
- Ungeübte Rrf 50+ ließen sich auf den Berg karren, um dann im Rudel die ungesicherte Bergstrasse runterzufahren, ohne Kommentar.
- Nebeneinanderfahren im Rudel von 15 bis 30 Personen, ein Mähdrescher läss
die sich aufregen, wenn das Auto vor ihnen
"den ganzen Fahrstreifen oder mehr" braucht - oder?
Wenn es die Platzverhältnisse erfordern, fahre ich mit dem Rad grundsätzlich "mitten in der Spur",
damit ich nicht trotz Gegenverkehr überholt
und abgedrängt werde.
Für den Autofahrer nur lästig,
für mich überlebenswichtig!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.