"The man without a Facebook" parodiert soziale Isolierung

28. Juli 2011, 12:21
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    foto: screenshot

    Parodie auf Sozialdrama der 90-er Jahre unter Bezug von Facebooks Bedeutung auf die Gesellschaft der Gegenwart.

Kurzfilm zieht soziales Netzwerk durch den Kakao - Kein Konto zu haben wird gesellschaftlicher Isolierung gleichgesetzt

Im Kurzfilm "The man without a Facebook" (Der Mann ohne Facebook) wird der Film "Der Mann ohne Gesicht" aus dem Jahr 1993 parodiert. Darin verkörpert Hauptdarsteller Mel Gibson einen Mann, der seit einem Unfall entstellt ist und von der Gesellschaft isoliert lebt. Das Drama erzählt die Freundschaft des ehemaligen Lehrers zu einem einzelgängerischen Schüler, wobei die Macher auf Probleme gesellschaftlicher Isolation aufmerksam machen.

"Er ist nicht tagbar!"

Die Parodie "Der Mann ohne Facebook" weist auf ähnliche Schwierigkeiten hin. Behandelt wird hier allerdings ein Leben ohne Facebook-Account. Er zeigt die Vorteile davon, "untaggable" zu sein und bezieht sich damit auf das 'Taggen', also das Markieren von Facebook-Fotos mit den Namen der Freunde. (ez, derStandard.at, 28. Juli 2011)

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geordie
10

auch wenn ich die Gruende verstehen kann warum man facebook nicht beitreten will, geht mir genausogut dieses Ueberlegenheitsgefuehl der facebook-Verweigerer auf die Nerven, die facebook-user pauschal als Soziopathen und Loser abstempeln, die es nicht schaffen echte Freundschaften zu pflegen. Facebook ist nicht mehr als ein Hilfsmittel zur Kommunikation, das natuerlich keine echten Freundschaften ersetzt und diversen Formen des Missbrauchs zugegebenermassen Tuer und Tor oeffnet. Aber man kann facebook auch sinnvoll nutzen und muss nicht gleich 900 Freunde adden. Ich finds einfach praktisch, nicht mehr und nicht weniger.

Zitronenbaum
02

Überheblichkeit ist in jedem Bereich nervig.

Aber mal ehrlich, was eigentlich bei manchen Facebookusern nervt ist dieses "du brauchst ja eh nichts reinschreiben"-Gelaber. Der Mark kriegt trotzdem eine ganze Menge Daten mit und das will ich nicht. Das hat nix mit Überheblichkeit zu tun. /:

Das Furunkel auf der Rübe
01
Facebook ist nur was für echte Loser und Nobodys

die es im Real Life nicht bringen.

libera
00

kann ich aus erfahrung im persönlichen umfeld bestätigen

didigoose
13

full agree, genauso wie leute die strom nutzen und mit bussen fahren!

smutye
01

dass man die nutzung von facebook mit der nutzung von strom vergleicht ist - sorry - einfach idiotisch.

didigoose
10

ja sicher ist es idiotisch... :) absolut und total idiotisch...

aber mehr als 750 millionen menschen als "loser" und "nobodys" zu bezeichnen, weil sie einen online dienst nutzen fällt eben auch in die Kategorie "idiotisch"

FB und Strom haben nichts miteinander zu tun, genauso wenig wie erfolg und Bekanntheit mit Facebook zu tun haben.

Gegenflieger
01

Lieber Anonym durch die Welt gehen,bringt nur Vorteile,wie haben wir bloß die 80er überlebt.)

Waldorf
 
01
31.7.2011, 12:56

Wie immer trifft es Southpark am besten.

http://de.southparkstudios.com/alleEpisoden/1404

Open Farce
01
31.7.2011, 11:04
The bigger twin brother FB

suggeriert die subjektive Kontrolle über das systematische kontrolliert werden.
Schwarmverhalten? Reflex und Gegenreflex. Und wer die Herde verlässt ...

Zitronenbaum
11
Facebooker missionieren auch

Mein Vater meint ständig, ich könne mir ja ein Profil anlegen ohne was reinzuschreiben.
Ja, nur, die hätten dann trotzdem meinen Namen.
Oder meine Mutter: Ich könne auch meinen Namen rückwärts schreiben, wie das eine meiner Cousinen gemacht hat.
Ja, nur, die hätten dann meinen Namen. Nur rückwärts.

Irgendwas sagt mir, das sich nicht der einzige Mensch bin, der das Problem erkennt...

KurtEcker
00
29.9.2011, 17:19

super, mache kinder sind oft weiter als ihre "erzieher"
das macht hoffnung.

hoffentlich hab ich auch mal so ein kind,
wie den zitronenbaum.
-meine ich ernst!

libera
12

eine freundin von mir packt es nicht, daß ich mich weigere, da dabei zu sein

gomaxgo
 
22
30.7.2011, 21:57
facebook ist doch nichts ausser die

fortfuehrung des getratsche des waschweiber im mittelealter oder der dobis ueberall dort wo inder sind. Genau wie damals brauchts keiner aber es ist da weil eben leute tratschen und die zeit todschlagen wollen obendrein funktioniert das system zu oft nicht. typischer ami marketing hype die nichts als etwas anpreisen.

black_sheep
02
30.7.2011, 19:22
geil...

die verfilmen mein leben ;)

lieber einen freund im echten leben als 1000 virtuelle!

cuniculus
01
30.7.2011, 21:46

Huach zua, des is keine Entweder-oder-Frage.

hr. schwabala
11
30.7.2011, 13:52
ich bin FB-verweigerer der ersten stunde.

und ... ? tuts weh ? nein überhaupt nicht.
ich seh auch keinen sinn dahinter. ich hab jetzt schon nur noch eine handvoll freunde. was brauch ich da hunderte, die ich nicht mal kenn ?
sehr mysteriös.
somit verweigere ich mich immer weiter. bis es FB irgendwann mal nicht mehr gibt !

libera
00

auf den zeitpunkt warte ich auch schon sehnsüchtig!

TheNepomuk
10
30.7.2011, 23:03

Facebook ist einfach nur ein Hilfsmittel, um die Kommunikation mit Mitmenschen zu erleichtern.

Nur weil ich auf facebook bin, heißt das nicht, dass ich mich nicht mehr mit meinen Freunden treffe.

Du hast aber aber auf jeden Fall damit Recht, dass facebook eine sehr hohe Medienkompetenz verlangt, damit man nicht zu viel Informationen preisgibt.

Ich vergleiche es sehr gern mit dem Handy. Natürlich kann man auch ohne Handy sehr gut Leben, aber es vereinfacht vieles. Und auch das Handy braucht gewisse Kompetenzen (nicht jedem die Nummer geben, nicht telefonieren, wenn man mit anderen am Tisch sitzt, usw usf.)

il padrino
00
30.7.2011, 13:00
genial

go-east
00
30.7.2011, 10:01
Friends

Mittlerweile ein sehr inflationärer Begriff geworden....

(btw, warum unterstützt der Standard in letzter Zeit immer mehr Product-Placement in seinen Artikeln ??)

no_milk_today
00
30.7.2011, 16:09

sie müssen das so sehen ... auch zeitungen müssen irgendwie überleben

q_e_d
13
30.7.2011, 00:39
Ich habe mich diesem Trend verweigert ...

... und komm' soweit ganz gut zurecht.
Sorgen bereitet mir aber, dass es bereits unter Zehnjährigen üblich ist auf FB angemeldet zu sein und ~100 "Freunde" zu haben. Es entsteht ein regelrechter Beliebtheitswettbewerb und außerdem ein - meiner Meinung nach - falsches Gefühl für Freundschaft. Ich frag' mich ob sich dieser Druck auf das reale Leben überträgt und daraus nicht irgendwie eine Unfähigkeit entsteht "wahre Feundschaften" einzugehen die zeitintensiv sind und sich somit zwangsläufig auf wenige Personen beschränken.
Vielleicht lieg' ich aber auch ganz falsch, würde mich also über Erfahrungen der User hier freuen, die vielleicht Eltern sind.

Lilith Boessse
 
02
30.7.2011, 14:30
was haben die kids vor dem fernseh-zeitalter gemacht?

was haben die erwachsenen gemacht, bevor es den fernseher gab?

dass kinder nach dem lernen und hausübung machen nicht mehr "auf die straße" gehen, um sich dort mit freundInnen zu treffen ist eine tatsache. es wäre teils auch schon zu spät. schüler haben mitunter 50-60 stunden-wochen.

bedenklich finde diese entwicklung hauptsächlich bei erwachsenen.

ich könnte mir vorstellen, dass eine vernünftige gesprächskultur mit den kindern immer noch das wichtigste ist.
darunter verstehe ich: gemeinsame essen - eventl. sogar gemeinsam gekocht, gemeinsame aktivitäten wie gesellschaftsspiele oder sport, erzählen der tagesgeschehnisse.

ich denke, sie würden es spüren, wenn ihnen ihre kinder "entgleiten". dann wär allerdings feuer am dach.

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