Bei Reichweiten ab 10 Jahren - Österreichweit gewinnt Kronehit auch bei den 14- bis 49-Jährigen - Regional legt hier auch Antenne Kärnten zu
Alle Halbjahr wieder, diesmal aber bewaffnet mit einer Übersicht, wo die Sender statistisch signifikant (also nicht innerhalb der Schwankungsbreite) gewonnen oder verloren haben - nach Reichweiten Montag bis Sonntag, im Vergleich erstes Halbjahr 2011 gegenüber erstes Halbjahr 2010. Die Rechenaufgabe übernahmen freundlicherweise die Privatradiovermarkter RMS, auf die wir uns da für's Erste verlassen.
HörerInnen ab zehn Jahren
Österreichweit konnten Ö1 und Kronehit bei den Hörerinnen und Hörern ab zehn Jahren zulegen, statistisch signifikant nämlich, und das denken wir ab hier jedesmal mit. In Wien verlor 88.6, in Niederösterreich legte Kronehit zu, im Burgenland verlor FM4, in Kärnten legte die gleichnamige Antenne zu und in Vorarlberg wieder Kronehit. Alle übrigen Veränderungen laut RMS nicht signifikant.
HörerInnen 14 bis 49 Jahre, die Werbezielgruppe
Österreichweit legte KroneHit in der Werbezielgruppe der 14- bis 49-Jährigen signifikant zu, ebenso in Niederösterreich und in Vorarlberg. Im Burgenland verlor FM4 auch hier. In Kärnten legte Antenne Kärnten zu, Radio Harmonie verlor. Die RMS-Privatradiokombis gewann in Salzburg, ebenso Arabella. Details finden Sie links als Download.
Die durchschnittliche Radionutzungsdauer pro Tag betrug im ersten
Halbjahr übrigens 202 Minuten. 82,6 Prozent der Österreicher schalten
laut ORF-Medienforschung täglich das Radio ein. Als Tagesreichweite ist
im Radiotest die addierte Zahl aller Nutzer definiert, die einen
Radiosender an einem Tag mindestens eine Viertelstunde hören. Der
Marktanteil dagegen gibt an, welchen Anteil der jeweilige Sender an der
Gesamthördauer hat.
75 Prozent Marktanteil für ORF-Sender, 22 Prozent
für Private
Zwar büßten die öffentlich-rechtlichen Sender laut aktuellem Radiotest für das erste Halbjahr 2011 einen Prozentpunkt Marktanteil ein, mit insgesamt 75 Prozent sind sie aber immer noch unangefochtene Nummer eins gegenüber den Privaten, deren Marktanteil stabile 22 Prozent betrug. Somit entfallen 75 von 100 gehörten Radiominuten weiterhin auf die ORF-Stationen. Die Privaten konnten aber ihre Tagesreichweiten steigern, erreichten also mehr Hörer als im Vorjahr.
Alle Sender des ORF zusammen hatten eine Tagesreichweite von rund 70 Prozent und damit täglich ein Publikum von über 5,2 Millionen Hörern, rechnete der ORF am Donnerstag in einer Aussendung vor. Für die Privatsender wird eine Tagesreichweite von 26,7 Prozent ausgewiesen; sie hatten täglich rund zwei Millionen Hörer. Marktanteilszuwächse gab es bei der jüngeren Zielgruppe - von 28 auf 30 Prozent. (fid/APA)