Happy Birthday

MS-DOS: 30 Jahre und ein klein wenig leise

28. Juli 2011, 12:46
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    foto: screenshot/derstandard.at

    Einer der Befehle, die in DOS oft verwendet wurden

Das Betriebssystem legte den Grundstein für den Erfolg von Microsoft und feiert heute seinen dreißigsten Geburtstag

Am 27. Juli 1981 erwarben Bill Gates und Paul Allen die Rechte am Disk Operating System QDOS von Seattle Computer Products. Damit legten die Microsoft-Gründer den Grundstein für den späteren Erfolg des Softwarekonzerns.

Gates und Allen mussten sich beeilen, denn ihr damals noch geheimer Kunde wollte das Betriebssystem schon im August vorstellen. DOS sollte auf dem neuen Personal Computer von IBM laufen, obwohl Microsoft dem Büromaschinenhersteller eigentlich das selbstprogrammierte Unix-Derivat Xenix verkaufen wollte. Allerdings scheiterte der Deal daran, dass Xenix für den 16-Bit-Prozessor 8086 von Intel entwickelt worden ist, IBM für seinen PC allerdings den 8088 von Intel verwendete.

Projekt "Chess"

IBM hat im Juli 1980 das Projekt „Chess" gestartet, das zum Ziel hatte, einen Einsteiger-Computer aus eingekauften Teilen zu entwickeln. Das war ein Novum für den Büromaschinenhersteller, da man bis zu dem Zeitpunkt jede Komponente selbst hergestellt hat. Allerdings hatten sie für das Projekt gerade einmal einen Monat Zeit und damit war es unmöglich, die Einzelteile des PCs selbst herzustellen.

BASIC und DOS

Doch nicht nur die Hardware sondern auch die Software sollten zugekauft werden. Neben einem Betriebssystem benötigte IBM auch BASIC, welches von Microsoft hergestellt wurde. Bill Gates leitete Bill Lowe, der für die Herstellung des PCs verantwortlich war, an Gary Kildall, dem Chef von Digital Research und Erfinder von CP/M, weiter. Das Control Program/ Monitor oder Control Program for Micocomputers, wie es später hieß, war neben Unix das erste plattformunabhängige Betriebssystem.

Es ist bis heute umstritten, warum IBM mit den Verhandlungen um CP/M scheiterte. Tatsache ist, dass IBM das DOS-System für ihren PC und BASIC zusammen für 400.000 US-Dollar bei Microsoft kauften, wobei Bill Gates und Paul Allen während der Verhandlung noch gar kein passendes Betriebssystem hatten, sondern eben nur Xenix.

QDOS

Microsoft begab sich also auf die Suche nach einem anderen Betriebssystem und wurde bei Tim Paterson von Seattle Computer Products fündig. Sein Quick and Dirty OS (QDOS) wurde das Fundament von MS-DOS. QDOS orientierte sich stark an CP/M, was einerseits die Kompatibilität zwischen den beiden Betriebssystemen sicherte, andererseits zu gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen Digital Research und Microsoft führte.

QDOS wurde zunächst nicht gekauft, sondern nur angemietet. Paterson, eigentlich bei Seattle Computer Products angestellt, hatte die Aufgabe seine DOS- Variante für Microsoft zu verbessern und an den IBM PC anzupassen.

Standardbetriebssystem

Am 27. Juli 1981 sicherte sich Microsoft für 75.000 US-Dollar die Lizenzen von Seattle Computer, obwohl diese eigentlich 150.000 US-Dollar dafür verlangt hatten. Microsoft begann noch Ende 1981 mit der Lizensierung seines Betriebssystems. Wer noch in diesem Jahr unterzeichnete, bekam auf die 95.000 US-Dollar teure Lizenzierungsgebühr 50 Prozent Rabatt.

Bill Gates schätzte, dass IBM 200.000 Geräte verkaufen könne. Bis 1984 wurden eine Million Geräte verkauft. MS-DOS konnte sich als bevorzugtes Betriebssystem gegenüber CP/M, das ebenfalls für den PC angeboten wurde, durchsetzen. Grund dafür waren hauptsächlich der geringe Preis, 40 US-Dollar im Vergleich zu 240 US-Dollar für CP/M, und die einfache Portierung von CP/M-kompatibler Software auf MS-DOS. Als der IBM PC nach Europa kam, war MS-DOS bereits vorinstalliert und zum Standardbetriebssystem geworden.

Emulatoren

Bei der Consumer-Sparte basierte das Betriebssystem von Microsoft bis Windows Millennium auf DOS. Auf professioneller Schiene brach Windows NT mit dieser Tradition und wurde später zur Basis sämtlicher weiterer Microsoft-Betriebssysteme. Diese können Anwendungen, die für DOS geschrieben wurden, nicht mehr ausführen. Wer heute noch MS-DOS Software verwenden möchte, muss auf Emulatoren, wie DOSBox zurückgreifen. (soc)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 170
1 2 3 4
nihbax
00
6.10.2011, 18:01
CP/M

Ich habe CP/M auf sowas zum ersten mal gesehen

http://www.robotrontechnik.de/html/comp... ze.htm#ac1

aber es war nicht mein Rechner,
Hint: weil er kein anderes Kabel beschaffen konnte war die gesamte Verkabelung in rosa :-)

wir haben Hangman drauf gespielt ;-)

Siegmund Heindl
 
00
19.8.2011, 14:20
Dos /Windows Vorteil

Der Vorteil von alten Windows Versionen welches auf Dos
funktionierte war, dass man das Betribssystem ohne
graphische Oberflache starten konnte.

Ich denke bei einem Server ist im Betrieb ist eine graphische Oberflache uberflussig.

Mathias
 
01
29.7.2011, 13:16
Bild: Einer der Befehle, die in DOS oft verwendet wurden

DAS kann nur wer behaupten, der noch nie mit DOS zu tun hatte!

Dein schönster Traum
00
29.7.2011, 12:33
FORMAT C FOR CORTEX

Fasse es, wer es fassen kann.

Tip: 31. Oktober.

grmblhmpft
02
29.7.2011, 10:41
Mann, da kann man ja noch so richtig sentimental werden.

Mit dBase (kein Witz!) hatte ich mir damals eine eigene grafische Benutzeroberfläche nebst Dateimanager gebaut, von der aus ich bequem Programme starten konnte. Dos 3.x kannte sowas ja noch nicht. War ne schöne Zeit.

Dein schönster Traum
00
29.7.2011, 12:39
Btw...

...wenn ich könnte, ich würde Dir ZWEI grüne Stricherl geben für die Softwareidee.

Dein schönster Traum
01
29.7.2011, 12:37
Ist eh eine geile Idee!

DBF - File (Tabelle) für die Programme, mit Konfigurationsfunktion?

Stell Dir vor, das Ganze mit Clipper programmiert, als Executable...

OIDA. Ich brauch dringend die alte Kiste von meinem Vater wieder, dann bau ich sowas.

Peter W1
 
20
29.7.2011, 11:22

DOS konnte das nicht ;) ?

Und was ist mit einer aus dem autoexec.bat heraus gestarteten Batchdatei, die z.B.

echo programm 1
echo programm 2
etc.

enthält.

Dann legst du ein 1.bat an mit dem Aufruf des Programms 1 usw.

Oder du machst ein kleines Turbo Pascal-Programm und gibst das am Ende der Batchdatei rein. Das wartet auf einen Tastendruck, überprüft, ob er gültig ist (eben z. B. 1 oder 2) und gibt dann den Tastendruck als exit zu DOS aus. Und in der Batchdatei fängst du das mit On errorcode ab.

Unfassbar, was ich mir doch für einen Unfug merke :) .

Dein schönster Traum
00
29.7.2011, 12:44
In dem Fall...

...hätte ich eher das ganze Menü in Pascal gemacht und die Konfiguration in eine Textdatei abgelegt:

<Menu>|<Key>|<command>

Wobei:

<command> eines wäre aus:

* Execute executable
* Execute DOS command
* Go to menu

Evtl. noch mit Wartungsclient (läßt sich eh schnell machen).

Noch geiler natürlich in Kombination mit Turbo Vision, wenn man dann noch...

Wow... ich bekomm schon wieder Ideen...

Der_Klingone
00
29.7.2011, 09:45
CP/M?

Wurde das nicht damals auch für den 128er von Commodore mitgeliefert?

Was aber ohnehin sinnlos war, weil ich mich nicht erinnern kann, jemals auch nur ein Programm für den 128er- oder CP/M-Modus im Handel gesehen zu haben. Der lief ohnehin zu 99% im 64er-Modus ;-)

Dein schönster Traum
00
29.7.2011, 12:45
Naja, für den IBM PC...

...wars dann ja natürlich CP/M 86.

Später wurde das dann als DOS Plus (z.B. auch als Beigabe zum weit verbreiteten Amstrad PC 1512 / 1640) verkauft und danach zu DR DOS weiterentwickelt (wobei ich mir hier aber bezüglich der gemeinsamen Codebasis nicht sicher bin).

Zwei Und Vierzig
00
30.8.2011, 16:34
DR DOS

hat sich doch weiterentwickelt zu FREEDOS - das noch heute mit manchen PC's ausgeliefert wird, um Lizenzkosten zu sparen ....

Ray Ban
00
29.7.2011, 09:44
happy birthday

alles gute.
mein erstes war DOS2.11

ich sag nur: edlin...

Parkschwein
00
29.7.2011, 09:30

"Auf professioneller Schiene brach Windows NT mit dieser Tradition und wurde später zur Basis sämtlicher weiterer Microsoft-Betriebssysteme. Diese können Anwendungen, die für DOS geschrieben wurden, nicht mehr ausführen"
stimmt nicht, lediglich in den 64-bit-systemen ist die ausführung von 16-bit-programmen und damit auch von ms-dos-programmen nicht mehr möglich.

Flip der Grashüpfer
04
29.7.2011, 09:02
geil war EDLIN

Peter W1
 
41
29.7.2011, 11:17

edlin war doch nur für Warmduscher.

copy con test.txt

Das war der einzig wahre "Editor" ;) .

Die kritische Stimme
00
29.7.2011, 13:21
Das *X-Pendant

echo > irgendwas.txt

:-)

Queen of Sheba
 
00
29.7.2011, 04:38
Bill Gates und Paul Allen verwendeten den legendären SIRIUS 1 von Chuck Peddle (in USA "VICTOR 9000").

Meine zwei laufen übrigens noch heute ohne Reparatur und Service.

Queen of Sheba
 
05
29.7.2011, 04:35
"Einer der Befehle, die in DOS oft verwendet wurden" - echt ein Schwachsinn !

Euroumrechner
02
29.7.2011, 10:02

Nicht wundern, Journalisten sind fast ausschließlich Apple-User.

Der_Klingone
00
29.7.2011, 09:46

Der häufigste Befehl wird wohl "dir" gewesen sein :-)

F. Ritzl
09
29.7.2011, 07:03

treffender wäre:

Der Befehl, der am öftesten in Witzen vorgekommen ist und daher dem Autor bekannt war ...

Queen of Sheba
 
00
30.7.2011, 05:45
Bingo !

Helmut71
30
29.7.2011, 01:02
das einzig brauchbare an DOS

war wohl der Norton Commander.

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