Hilfsprogramm

Schlechte Nachrichten für 9/11 Helfer

28. Juli 2011, 08:50

Krebsbehandlung vorerst nicht mehr im Hilfsprogramm - Keine Beweise für Staub des Einsturzes als Auslöser für Erkrankung

Washington - Mit Wut haben Polizisten, Feuerwehrleute und Abgeordnete in New York auf einen US-Regierungsbericht reagiert, wonach es keinen Beweis dafür gibt, dass der Staub nach dem Einsturz des World Trade Centers am 11. September 2001 für Krebserkrankungen verantwortlich sind. Die Schlussfolgerungen des Berichts haben konkrete Folgen: Krebsbehandlungen sind zumindest für dieses Jahr aus dem Hilfsprogramm ausgeschlossen, das im Jänner für tausende erkrankte Helfer der ersten Stunde verabschiedet worden war.

Das Hilfsprogramm gibt den Polizisten, Feuerwehrleuten und anderen Helfern, die durch Rauch, Staub und giftige Substanzen in den Trümmern des World Trade Centers verletzt wurden und daran später erkrankten, eigentlich ein Recht auf Entschädigung. In dem am Dienstag veröffentlichten 93-seitigen Bericht kommt der leitende Arzt des amtlichen Gesundheitsprogramms für die Anschlagsopfer, John Howard, allerdings zu dem Schluss, dass keine der bisher untersuchten Studien einen Beweis dafür erbracht habe, dass auch Krebs zu den Erkrankungen zählt. Einschränkend fügte Howard jedoch hinzu, dass es sich nur um einen vorläufigen Bericht handle. Die Untersuchungen würden Mitte 2012 fortgesetzt, um neueres Datenmaterial einzuschließen.

Noch nicht das letzte Wort

Die US-Abgeordneten Carolyn Maloney, Jerrold Nadler und Peter King als maßgebliche Initiatoren des Hilfsprogramms bezeichneten den Bericht als "schlechte Nachricht für die Helfer und Überlebenden der Terroranschläge", die seitdem an Krebs litten und auf Hilfe warteten. "Glücklicherweise wissen wir, dass der Bericht nicht das letzte Wort ist", erklärten sie. Der Bauarbeiter John Feal, der sich nach den Anschlägen freiwillig an den Räumungsarbeiten beteiligte und inzwischen zu einem Sprecher der Erkrankten wurde, sagte, es seien zu viele Helfer an Krebs erkrankt oder gestorben, um nicht an einen Zusammenhang zu glauben. (APA)

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18 Postings
skyrock
00
29.7.2011, 10:06
die Studie mag stimmen oder nicht

ob aber die Helfer von 9/11 eine Entschädigung für allfällig dabei verursachte Erkrankungen erhalten ist eine politische Entscheidung keine wissenschaftliche.

Fritz Meyer
11
29.7.2011, 08:56
Schlag um Schlag ins Gesicht der Bevölkerung.

Aber so wie die dort den Republikanern und der unsäglichen Tea Party schon wieder hinterherlaufen haben's immer noch nicht begriffen, wie sehr man sie betrügt und verachtet.

Und 9/11 ist und bleibt das Verbrechen des Jahrhunderts.

The_new_number_2
02
29.7.2011, 13:33

Ein starke Ansage dafür, dass noch 90% dieses Jahrhunderts vor uns liegen...

pnoid
10
29.7.2011, 07:57
Der Vergleich hinkt jetzt vielleicht...

...ein bisschen, aber wer sich die Geschichte hinter dem Gemetzel in Rambo 1 mal genauer angesehen hat (oder z.B. Auch geboren am 4 juli) könnte da eventuell, vielleicht, unter Umständen ein paar Ähnlichkeiten erkennen! Es gibt also sogar schon Filme über die tolle Behandlung der amerikanischen "Helden" durch Ihre Regierung und das nicht erst seit gestern! Also wen überrascht das jetzt so richtig?!?

Tut mir leid, wenn das sehr zynisch klingt, aber es ist leider wieder mal TRAURIG ABER WAHR!

monoton
10
28.7.2011, 21:39

typisch usa, es geht immer nur ums geld, hauptsache das wahre gesicht wird mit heuchlerischen heldenshows überdeckt

URKNALL
34
28.7.2011, 14:40
das ist mal wieder typisch usa.

erst heroische filme, aufnahmen, interviews etc noch und nöcher bis zum abwinken ausstrahlen. sich gegenseitig beglückwünschen was man nicht für ein tapferes, sich einander helfendes, patriotische volk doch ist.

aber dann die hilfe leise für alle helfer streichen. hier zeigt die usa mal wieder ihr schäbiges gesicht.

Sifu Lee
00

traurig nur, dass viele in Europa die USA noch immer als erstrebenswertes Vorbild sieht

Will Lightbody
02
29.7.2011, 12:04

Nicht, dass ich ein Befürworter der Einstellung der Hilfe bin, aber "leise" wird hier nichts gestrichen, schon gar nicht für "alle Helfer".

Vielleicht solltens den Artikel noch einmal lesen.

Cucullatus
06
28.7.2011, 11:33
Gutes Beispiel für an den falschen Stellen sparen.

FloW ERlebnis
16
28.7.2011, 10:41
Als ob's in dieser Situation nicht völlig wurscht wäre,...

.
...ob man das jetzt eindeutig Kausal nachweisen kann! Die Leute haben enormes Risiko auf sich genommen, nach der für die USA ja so bestimmende nationalen Tragödie.
Da dann noch so kleinlich sein ist doch völlig daneben.

Und wenn Jon Stewart das Thema nicht in die Medien zurück geholt hätte, wäre wohl schon das "Zadroga bill" Gesetz selbst an der Verlogenheit der Republikaner und "Foux" News gescheitert.

http://www.thedailyshow.com/watch/thu... responders

C R3
06
28.7.2011, 10:23
Ja, aber dafür werden sie vom FBI überprüft...

Dafür, dass sie bei 9/11 geholfen werden, werden sie auch vom FBI gegen die Terror Watchlist gegengeprüft:
http://www.huffingtonpost.com/2011/04/2... 52198.html

Ist ja völlig logisch unter den Polizisten und Feuerwehrleuten die bei 9/11 geholfen zu haben nach Terroristen zu suchen...

Raphael Hythlodeus
00
28.7.2011, 11:07
naja, wenn am land ein stadl brennt, wars auch meistens einer von der freiwilligen feuerwehr...

rkvi
41
28.7.2011, 10:04
9/11 Krebserkrankungen

... ist also doch was dran an den Gerüchten über "radioaktiv" verseuchten Staub etc. ?

monoton
00
28.7.2011, 21:38

asbest strahlt nicht, ist aber dennoch kanzerogen

< silence >
00
28.7.2011, 18:18
nein.Asbest.

Chocoholic
08
28.7.2011, 09:52
Das ist eine Frechheit.

Hausverstandshasser
14
28.7.2011, 10:22
erinnert

an das Golfkriegs-Syndrom welches vermutlich durch die Uranmunition verursacht wurde. Das gilt offiziell auch als nicht wissenschaftlich erwiesen.

Interessant wie man mit Helden umgeht...

Wowbagger
00
28.7.2011, 12:45

Mittlerweile ist es auch offiziell anerkannt, aber erst seit ein paar Jahren.

http://de.wikipedia.org/wiki/Golf... iegsleiden

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