Thüringens Ministerpräsident Vogel tritt zurück

24. Mai 2003, 20:31
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CDU-Politiker ist als Kandidat für das Bundespräsidentenamt im Gespräch

Gera - Der thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel hat seinen Rücktritt angekündigt. Er werde am 5. Juni im Landtag zurücktreten, sagte der CDU-Politiker am Samstag auf dem Landesparteitag der Christdemokraten in Gera. Vogel schlug den CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Dieter Althaus als seinen Nachfolger vor. Der 44-Jährige gilt seit Jahren als politischer Ziehsohn des 70-jährigen Ministerpräsidenten. Bisher hatte Vogel mehrfach betont, dass er bis zum Wahltag im Jahr 2004 im Amt bleiben wolle.

Vogel, der schon von 1976 bis 1988 Regierungschef in Rheinland-Pfalz war, bevor er 1992 in Thüringen das Spitzenamt antrat, ist der Ministerpräsident mit der längsten Amtszeit in der Geschichte der Bundesrepublik. Zugleich ist er der einzige, der in zwei Bundesländern regierte. Parteiintern ist er als möglicher Kandidat der Union für das Bundespräsidentenamt im Gespräch.

Althaus ist Lehrer für Mathematik und Physik und trat fünf Jahre vor der Wiedervereinigung in die CDU-Blockpartei der DDR ein. Von 1993 bis 2000 war er stellvertretender Landesvorsitzender der thüringischen CDU, am 4. November 2000 übernahm der "Kronprinz" das Spitzenamt von Bernhard Vogel. Von Februar 1992 bis Oktober 1999 war er Kultusminister des Freistaats. Danach übernahm er den Vorsitz der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag. (APA)

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    Bernhard Vogel ist der Ministerpräsident mit der längsten Amtszeit in der Geschichte der Bundesrepublik und er der einzige, der in zwei Bundesländern regierte

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