Staurondeau am Fuße des Fürsten

23. Mai 2003, 20:55
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Umbau am Schwarzenbergplatz, Kekse gegen Verkehrstristesse - mit Grafik

Wien - Die Reiterstatue des Fürsten Carl Schwarzenberg bleibt noch ein wenig länger Zentrum des Staus. Zu seinen Füßen beginnt nun Anfang Juni die zweite Bauphase zur Neugestaltung des Schwarzenbergplatzes.

Das bringt eine Reihe von Umleitungen und Sperren auf dem Rondeau (siehe Grafik). Die von bis zu 10.000 Fahrzeugen täglich frequentierte Lothringerstraße und der Heumarkt müssen bis in den Herbst stillgelegt werden, damit die Bagger auffahren können. Im Herbst wird die dritte - und letzte - Bauphase eingeläutet. Dann tritt die Komplettsperre des Rennwegs in Kraft.

Wiener Kekse

Jede Phase hat nicht nur mit Verkehrsbehinderungen, sondern auch mit Kekserln zu tun. Die am 27. Mai in der Früh zu verteilenden "Schwarzenbergplätzchen" sollen dazubeitragen, genervte Stausteher zu besänftigen. Bei der ersten Verteilaktion wurde jedenfalls doch ein wenig gelächelt anstatt nur gemault. Gemeinsam mit dem Keks bekommen die Autofahrer auch Informationsfolder über das Baugeschehen.

Der spanische Architekt Alfredo Arribas hat sich für die Renovierung des bekannten Platzes ein Konzept ("Vienna Limelight") ausgedacht, um auf dem Platz "eine gewisse Ordnung herzustellen". Das kann der stauanfälligen Zone nur gut tun. Das mit 16,4 Millionen Euro veranschlagte Projekt sieht dazu eine neue Verkehrsführung rund um den Hochstrahlbrunnen und die Statue des Fürsten vor.

Spanische Ideen

Bis dato gab es für Radfahrer keine eigenen Wege, künftig wird beidseitig der Radweg im Ausmaß von knapp einem Kilometer errichtet. Potenzielle Konfliktpunkte durch die Führung der Straßenbahnlinien D und 71 über den Platz werden entschärft, die beiden Linien eigenständiger geführt.

Arribas will den Platz modern gestalten, ohne auf die Nähe des Weltkulturerbes in der Innenstadt zu vergessen. So wird mit der beidseitigen Einfassung des Platzes mit Lichtmasten der Blick auf die prächtigen Fassaden der Gründerzeitbauten erhellt. Das Konzept sieht auch ein im Boden eingelassenes Lichtband vor. (aw, DER STANDARD Printausgabe 24/25.5.2003)

Bauhotline 81114/927 00
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    grafik: standard

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