Der größte Tag des Hamburger SV

23. Mai 2003, 13:44
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Am Sonntag vor 20 Jahren gewann der HSV den Meistercup, der Trainer war "Wödmasta" Ernst Happel, den Treffer erzielte Felix Magath

Hamburg - Am Sonntag jährt sich der größte Erfolg in der Geschichte des deutschen Fußball-Bundesligisten Hamburger SV zum 20. Mal. Die Norddeutschen holten sich damals in Athen mit einem überraschenden 1:0-Finalsieg über Juventus Turin zum ersten und bisher einzigen Mal die Landesmeister-Trophäe, als Väter des Triumphes wurden Torschütze Felix Magath und der damalige österreichische Trainer Ernst Happel gefeiert.

Happel fand die richtigen Worte

Star-Coach Happel, der am 14. November 1992 starb, war kein Mann vieler Worte, seine Spielerbesprechungen dauerten zehn Minuten. "Männer", sagte der "Wödmasta" und spätere ÖFB-Teamchef vor dem Final-Anpfiff, "die Spielerfrauen von Juventus haben schon die Ballkleider an - sie werden sie wieder ausziehen müssen." Er stellte Wolfgang Rolff auf die Füße von Genie Michel Platini, und der Franzose verzweifelte. "Am liebsten wäre ich nach 60 Minuten vom Platz gegangen", meinte der damalige Juve-Star, in dessen Mannschaft sechs italienische Weltmeister von 1982 standen.

Magath auch als Trainer erfolgreich

Zwei aus der ruhmreichen HSV-Mannschaft könnten wieder zu europäischen Höhenflügen ansetzen. Magath duelliert sich als Coach des VfB Stuttgart in der letzten Runde ausgerechnet mit den mittlerweile von Kurt Jara trainierten Hamburgern, bei denen mit Bernd Wehmeyer ein Spieler von Athen 1983 als Teammanager engagiert ist, um Tabellen-Platz drei, der zur Champions-League-Qualifikation berechtigt.(APA)

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    Rechts Hort Hrubesch, links Ernst Happel.

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