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Das Teilen von Spritzbesteck kann zu einer Hepatitis-Infektion führen.
Wien - 180 Millionen Menschen sind weltweit an Hepatitis C erkrankt, in Österreich wird die Zahl der Betroffenen auf rund 80.000 geschätzt. Die Dunkelziffer liegt weit höher, denn viele wissen nicht, dass sie infiziert sind. Eine Diagnose wird erst durch Zufall und daher viel zu spät gestellt, warnten Experten bei einer Pressekonferenz in Wien. Weil die chronische Erkrankung viel zu oft unentdeckt bleibt, kann eine potenzielle heilende Therapie nicht mehr durchgeführt werden.
Sowohl Hepatitis B als auch C-Viren können eine chronische Entzündung der Leber verursachen. Bleiben sie unbehandelt, können diese Virusinfektionen Leberzirrhose und Leberkrebs verursachen.
Unspezifische Symptome
"Eine Infektion merkt man normalerweise nicht. Die Symptome sind sehr unspezifisch", sagte Petra Munda von der Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie am Wiener AKH. "Die Diagnose wird oft Jahre später gestellt, als Zufallsdiagnose." Bei erhöhten Leberwerten würde der Arzt zunächst dem Patienten raten, weniger Alkohol zu trinken und abzunehmen, anstatt einen Hepatitis-Test zu machen, kritisierte Munda.
Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli wird auch in Wien eine Informationsveranstaltung stattfinden. Mit einem Benefiz-Open-Air mit u.a. Willi Resetarits und einer Gesundheitsstraße will die Hepatitis Hilfe Österreich ausreichend über die Krankheit informieren, so die Vorsitzende der Organisation Angelika Widhalm. Die Veranstaltung findet am Donnerstag von 15.00 bis 19.00 Uhr am Columbusplatz in Favoriten statt.
Hepatitis C wurde früher vor allem über Bluttransfusionen und Plasmaprodukte übertragen. Nach Einführung von Tests und Inaktivierungsverfahren für Blut und Blutprodukte kommt es vor allem unter Drogensüchtigen, die dasselbe Spritzbesteck teilen, zu weiteren Infektionen. Tätowierungen und Piercings sind bei der Verwendung verunreinigter Instrumente ebenfalls ein Risikofaktor.
Gegen Hepatitis B - die häufigste virale Leberentzündung - gibt es wie für Hepatitis A eine Impfung als Vorbeugung. Doch dies ist bei Hepatitis C nicht der Fall. Dabei verläuft die Infektion bei 85 Prozent chronisch. Etwa ein Viertel der Betroffenen entwickelt langfristig fortschreitende Leberschäden mit Zirrhose, Leberversagen bzw. einem Karzinom.
Neue Medikamente
Durch die Entwicklung neuer Therapieoptionen lässt sich die Prognose in vielen Fällen weiter verbessern. So können mit den beiden neuen Proteaseinhibitoren Boceprevir und Telaprevir (in Kombination mit der Standardtherapie) Heilungsraten zwischen 70 bis 80 Prozent erzielt werden, sagte Munda. "Die FDA hat bereits beide Substanzen zugelassen. Boceprevir wurde bereits auch von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zugelassen, im August ist es auch für Telaprevir soweit", so die Ärztin. Munda rechnet damit, dass die Medikamente im Laufe des kommenden Jahres auch in Österreich verabreicht werden können. (APA)
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Wäre er nicht "stutzig" geworden, würd ich immer noch unwissend herumlaufen.
Die Kombi-Therapie war nicht einfach - aber sie hat sich bezahlt gemach! Doch eine erneute Ansteckung ist jederzeit wieder möglich ...
Trotzdem keine Panik! Das Leben ansich ist lebensgefährlich. Etwas mehr Aufklärung und Vorsicht könnte auch viele andere "gefährliche" Krankheiten eindämmen ....
beim zahnarzt, beim fußpfleger, beim tätowierer.
warum wird in Ö. nicht wie zum beispiel in d. streng überwacht, ob alle instrumente nach der sterilisierung vakuumverpackt werden, und für jede behandlung sauberes gerät verwendet iwrd. ich habe eine hep.c infektion und die habe ich sicher vom zahnarzt, weil anderen möglichen infektionsquellen ausscheiden.
aus dem Grund wurde ja auch die Stuhlprobe eliminiert. Weil bei einem Kassenpatienten / einer Kassenpatientin ein Labor alle 2 Jahre zahlen, wo kömen wir da hin. Die Urinprobe können praktzische ÄrztInnen auch auswerten, darum gibts die noch. Fazit: die Gesundenuntersuchung ist für den Hugo, gaukelt aber falsche Sicherheit vor. Alle 2 Jahre Pickerl machen, und paßt schon? Schon so manche(r) war dann bass erstaunt, dass 14 Tage später zB ein Krebs diagnostiziert wurde...
Dann rate ich Ihnen, einfach mal Blutspenden zu gehen. Es dauert zwar, aber irgendwann sind die Tests gemacht und dann kriegen Sie einen Brief mit:
HIV: nein
Hep A: nein
Hep B: nein
Hep C: nein
Leukämie: nein
etc.
Das ist zwar nicht empfehlenswert bei wirklichem Verdacht, aber für Hypochonder beruhigend und würde zu viel mehr "Zufallsdiagnosen" führen. Wenn denn mehr Leute Blut spenden würden.
Haben Sie denn mein posting nicht zu ende gelesen? Wenn der verdacht besteht muss natürlich ein dezidierter Test gemacht werden. Aber wer glaubt gesund zu sein sollte Blutspenden und bekommt als Gegenleistung jedes Mal die Sicherheit nicht infiziert zu sein.
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