Neues Gerät

Erste-Hilfe-Sensor als Hilfe am Unfallort

27. Juli 2011, 13:14
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    foto: marco gerber

    Die rasche Diagnose funktioniert, weil der Sensor Puls und Atmung am Hals punktuell und zeitgleich erfassen kann.

Der Walnuss-große Sensor überprüft Atmung und Puls

Karlsruhe - Wie können Ersthelfer einen Herzkreislaufstillstand bei einem bewusstlosen Unfallopfer rechtzeitig erkennen? Die Schwierigkeit, hier schnell eine zuverlässige Diagnose zu stellen, ist ein in der Notfallmedizin lange bekanntes Problem. Aus Unsicherheit etwas falsch zu machen, zögern Ersthelfer oft überlebenswichtige Wiederbelebungsmaßnahmen einzuleiten. derStandard.at/Gesundheit hat deshalb auch die Serie "Mythen der Lebensrettung" gestartet, die über gängige Mythen und Irrtümer in der Ersten Hilfe aufklärt.

Sensor entwickelt

Ein neuer Erste-Hilfe-Sensor soll die Unsicherheit nehmen. Der am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelte "CPR|Check", wie das walnussgroße Gerät heißt,  informiert Ersthelfer schnell und zuverlässig über den Herz-Kreislauf-Zustand des Verletzten. Mit dem Sensor können auch Laien einen Herz-Kreislauf-Stillstand bei einem Unfallopfer zuverlässig erkennen. Legt der Helfer den Sensor am Hals des Patienten an, analysiert das Gerät innerhalb weniger Sekunden selbstständig, ob noch Blut in Richtung Gehirn fließt und ob der Patient atmet. Dies ist eine wichtige Erstdiagnose für den Helfer.

So können wertvolle erste Minuten genutzt werden, die bisher oft verstreichen, weil sich die Ersthelfer in ihrer Diagnose nicht sicher sind. Die rasche Diagnose funktioniert, weil der Sensor Puls und Atmung am Hals punktuell und zeitgleich erfassen kann. Das Heben und Senken des Brustkorbs oder Bauchs beim Atmen und das in den Adern pulsierende Blut führt zu periodischen mechanischen Veränderungen an der Körperoberfläche. Das Gerät erkennt diese kleinsten Veränderungen. Auf dem Weg zum marktreifen Produkt standen zwei klinische Studien  - nun erfolgte die Zulassung zum Medizinprodukt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert das Projekt im Rahmen des EXIST-Forschungstranfers. (red)

Full_Metal_Sani
10
27.7.2011, 14:22
is ja ganz nett, aber

wer hat das teil dabei, wenn mans brauchen würde? - wer garantiert, dass es fehlerfrei funktioniert? - und und und...

wichtig ist, DASS man etwas macht - ob das 100% richtig ist, spielt im ernstfall nicht die große rolle

bin mir jetzt nicht sicher, ob in der Lehrmeinung für Erste Hilfe die Mund-zu-Mund-Beatmung noch dabei ist - Herzdruckmassage ist auf jeden Fall unerlässlich - wer so die ersten Minuten bis zum Eintreffen der Rettung überbrückt, kann wirklich Leben retten - 3min Herzstillstand ohne Reanimation ist gleichzusetzen mit erheblichsten Schäden im Gehirn - wenn da nichts passiert, kann man als Rettung auch keine Wunder mehr vollbringen...

hey dude
00
29.7.2011, 11:03

mund-zu-mund-beatmung ist in der ersten hilfe noch dabei. das teil ist bestimmt nicht schlecht, aber auch in der ersten hilfe gilt, der mensch soll sich auf dass was er sieht/hört/fühlt verlassen und nicht nur von geräten abhängig sein....also zur unterstützung ja, aber als vollständiger ersatz nein.
übrigens....korrekt heißts atem-kreislauf-stillstand und personen mit atem-kreislauf-stillstand und bewusstlose sind zwei unterschiedliche paar schuhe ;)

Shaman141
 
00
...

also nach meinem wissen ist in den neuen guidelines die mund zu mund beatmung nicht mehr vorgesehen, da sie oft ineffizient durchgeführt wird und die zeit besser in eine wirksame herzmassage investiert wird - nach dem motto: je einfacher desto effektiver! dazu gibt es umfangreiche prospektive studien! wichtige ausnahme: kinder!!! bei denen springt durch eine atemspende das herz oft "von alleine" wieder an!

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