Europagericht rügt Rumänien wegen streunenden Hunden

26. Juli 2011, 19:13

Allein in Bukarest gibt es bis zu 100.000 frei herumlaufende Vierbeiner

Straßburg  - Weil die Behörden des Landes nicht energisch genug gegen streunende Hunde vorgehen, hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Rumänien verurteilt. Die Straßburger Richter gaben am Dienstag dem Mann einer mittlerweile verstorbenen Frau Recht, die im Oktober 2000 vor ihrem Haus in Bukarest von einer Meute wilder Hunde angefallen und schwer verletzt worden war. Rumänien muss dem Witwer nun 9.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Schmerzensgeld

Die damals 71 Jahre alte Frau hatte bei der Hunde-Attacke schwere Kopfverletzungen und einen Knochenbruch an der Hüfte erlitten. Anschließend hatte sie zunehmend Schwierigkeiten beim Gehen und traute sich nicht mehr aus dem Haus. Das Paar, das in äußerst ärmlichen Verhältnissen lebte, klagte in Rumänien vergeblich auf Schmerzensgeld. Die Stadt Bukarest wies die Verantwortung zurück.

Der Straßburger Gerichtshof verwies nun darauf, dass streunende Hunde in Rumänien nach wie vor eine Gefahr darstellen. Offiziellen Statistiken zufolge habe es im vergangenen Jahr allein in Bukarest bis zu 100.000 frei herumlaufende Hunde gegeben, argumentierten die Richter. Von Jänner bis April 2010 seien dort mehr als 2.000 Menschen von Vierbeinern angefallen worden. Im Jänner 2011 sei eine alte Frau zu Tode gebissen worden. Diese Situation sei ein Verstoß gegen das Grundrecht auf Schutz des Privatlebens. Im vorliegenden Fall habe die Klägerin in ihrem Land außerdem keine effiziente Beschwerdemöglichkeit gehabt, bemängelten die Richter. (APA)

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Unwürdig für die EU dieses Land

die streuner kamen nicht über nacht. das volk zeigt sich wenig tierliebend wenn das ganze solche auswüchse erreichen konnte.

UNDENKBAR in österreich!!

jeder cent der an ein land wie rumänien geht ist verschwendung pur.

Die Streuner kamen in Bukarest, als der lange Zeit vom Westen gehätschelte Nicolae Ceausescu mit seinen Bauprojekten ganze Straßenzüge umsiedeln ließ.

Und das hieß eben - keine Tiere mitnehmen, auch keine Hunde.

Da haben sie recht. Auch damit, dass Ceausescu im Westen hofiert wurde. Aber wie lange ist das jetzt bitte her? In 22 Jahren wird man es doch schaffen, den Streunern Herr zu werden. Dieses Ewige gejammere der Rumänen, dass Ceausescu an allem schuld hat ist für mich reine Ausrede.

Macht es aber nicht wie die Bulgaren: Da ist die EU an allen Missständen schuld.

Eigentlich schon sehr kurios

Täglich werden unzählige Schweine und Kühe für unsere Schnitzeln geschlachtet und nur wenigen stört das. Bei herrenlosen, unnützen, frei herumstreunenden Hunden wird humanistisch über Kastration nachgedacht! Bei 100.000 (!) frei herumlaufenden Vierbeinern hilft nur mehr radikale Tierkörperverwertrung = töten.

im prinzip gebe ich ihnen recht, ich gebe aber zu bedenken das die streunenden hunde ja nicht von selbst gekommen sind.
das alles sind tiere die irgendwann einmal angeschafft und danach ausgesetzt wurden.

die tiere also zu töten ohne in der bevölkerung aufklärungsarbeit zu leisten (traurig aber wahr dem barbaren mensch muss man offensichtlich aufwendig beibringen das tiere leidensfähige wesen sind) ist unsinnig da weiterhin hunde ausgesetzt würden die man danach wieder töten müsste usw. usw. usw.

einmal mehr handelt es sich ein um von menschen geschaffenes problem für das die tiere die zeche zahlen müssen.

In Balkanländern ist es gar nicht so unüblich, dass man Hunde bspw. alleine "Gassi" schickt. Es dauert dann nicht lang, dass diese Tiere Lust am Streunern gewinnen. Und natürlich vermehren sich die unbeaufsichtigten Tiere. Der Nachwuchs wird dann entweder erschlagen oder einfach ausgesetzt oder es ist sowieso egal, wenn ein paar Tiere mehr herumlaufen, um die man sich sowieso nicht kümmert. Die Mentalität ist in diesen südlichen Ländern eine ganz eine andere.

Dann sollte man mit der "Körperverwertung" bei gefährlichsten Art anfangen. Ich glaube Sie wissen Bescheid.

hm...

mir tun auch kühe und hühner leid und lebe vegan. zur tötung brauchst nur googeln...
aber es ist gut, dass du, ohne dich zu informieren, weißt, was zu tun ist ...

Ich bin ein Hundefreund, aber in Rumänien ist man immer gut beraten, wenigstens ein paar Steine in der Tasche zu haben.

Etwas Selbstmitleid wäre angebrachter.

Hunde

Ich lebe zur Zeit in Rumänien und es ist sehr schwer hier auch nur eine kurze Strecke zu gehen ohne von Hunden angebellt oder verfolgt zu werden.
Diese Hunde sind krank und leidend, es werden jeden Tag mehr und keiner tut etwas.

Wo leben Sie denn?

In Craiova hat sich die Lage in den letzten fünf Jahren sehr entspannt. Da laufen die meisten Hunde mittlerweile mit einem Chip im Ohr herum, der anzeigt, daß das Tier kastriert wurde.

ja leider...

ja leider werden es immer mehr, weil die politiker eine kastrationswelle der tierschutz orgas ablehnen... mir tun die hunde sehr leid. ich weiß nicht, was besser ist, zu sterben oder zu hungern, frieren und permanent angst zu haben. ich finds halt nur furchtbar, wie die hunde in diesem land getötet werden.
wo genau in rumänien lebst du?
unten habe ich ja links eingestellt von tötungsstationen in rumänien (die es aber auch in spanien und frankreich usw gibt; dort sind sie aber nicht derartig grausam).

Constanta. Merke hier aber nichts davon dass Hunde gefangen oder getötet werden, es sind immer die gleichen und alle paar Tage kommt ein Frischling dazu. Die Rumaenen sind aber meistens recht nett zu den Strassenhunden, streicheln und fuettern sie.
In den Tiergeschaeften werden unverkaufte Hunde angeblich frei gesetzt wenn sie nicht mehr jung und cute genug sind.
Hunde sind aber leider nicht das groesste und einzige Problem Rumäniens. Zigeuner werden hier schhimmer behandelt.

Dann fahren Sie nach Craiova oder Timisoara oder Iasi.

mitgefühl

hm, eigenartig, dass hier kaum menschen schreiben, die auch nur etwas mitgefühl mit anderen lebewesen haben... typisch konsumgesellschaft. das fleisch, das man konsumiert, hat nie gelitten, es wurde vom fleischbaum geschnitten und die milch kommt vom milchbaum...

Gerade in rumänien habe ich vor Allem mit den Menschen Mitgefühl - da wäre es fahrlässig, die Gelder für humanere Hundetötung auszugeben, während Menschen verhungern.

In Rumänien verhungern Menschen?

FPÖ-Propagandablattl gelesen?

Da wäre es wohl die beste Lösung, die Hunde aufzuessen.

Ganz genau

irgendwer wird doch ein koreanisches oder vietnamesisches Lokal eröffnen wollen.
Oder gleich ein: Drive In "Wuff Wuff"
mit allerlei Köstlichkeiten wie
Double Waldi Burger
Wasti Mc Nuggets
Hasso Wings
...

II

Ob's wirklich Sinn macht, freilebende Wildtiere punktuell zu sterilisieren, ist höchst fraglich. Wenn es nicht flächendeckend erfolgt (und da ist der freie Austausch mit dem Umland zu berücksichtigen), ist das bestenfalls eine Aktivität zur rührseligen Gewinnung von Spendengeldern.

Wenn SIe wissen wollen, wie ernstzunehmend dieses Tierschutzorganisationen wirklich sind - hinterfragen Sie, welcher %-Satz der Spendengelder tatsächlich vor Ort ankommt. Da gibt's oftmals Überraschungen.

Aber viele Leute lassen sich gerne mit schönen Bildern und netten Worten zu spenden für eine kostspielige Organisiation verleiten, wenn Humanitäres oder Tierschutz auf der Fasade klebt.

wildtiere?

wildtiere? hunde? oder sind wir jetzt wieder bei den wildschweinen?
ein hund ist, selbst wenn er verwildert, kein wildtier mehr, er kann sich nicht versorgen und kann nicht jagen wie eine katze.
ja, an große tierschutzorgas darf man nicht spenden und die kleinen, mit denen ich arbeite, da kommt das geld an. es gibt auch tierärztevereinigungen, die runterfahren im urlaub und die tiere kostenlos kastrieren. muss allerdings zuerst der bürgermeister zustimmen, weil der sein körbergeld verliert.

und ich wiederhol mich nochmals, mit den millionen, die schon seit jahren für die tötung der streuner ausgegeben wird, könnten menschen ernährt werden, warum gehen sie nie darauf ein? all diese probleme müsst es doch gar nicht geben!

Ein wilder Hund wird sehr wohl jagen können. Ein Hund, der an Menschen gewöhnt ist, wird wohl nicht jagen, weil er weiß, dass es auch was besseres und einfacheres gibt. So schauts aus.

ja, man könnte das geld auch anders einsetzen - teil 2

tierschutzorgas bieten schon seit 15 jahren an, kastrationsprogramme durchzuführen (aus spendengeldern finanziert, würd den steuerzahler nicht belasten), wird nicht genehmigt, weil die millionen aus der eu dann wegfallen würden... rumänien ist sehr korrupt! ich hab das eh schon so oft geschrieben, lesen sie meine statements nicht richtig? es kommen immer ähnliche antworten...

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