Zwei Bartgeier fliegen neuerdings mit Solarenergie

26. Juli 2011, 17:44
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Freigelassene Jungtiere wurden mit Sendern bestückt, die mit Sonnenstrom arbeiten

Salzburg - Zwei am 21. Juni im Nationalpark Hohe Tauern freigelassenen Bartgeier sind mit Sendern bestückt, die mit Solarzellen anstelle der bisher üblichen Batterien ausgestattet sind. Im Rahmen eines Forschungsprojekts über die Wiederansiedlung der Bartgeier in den Alpen werden mehrfach täglich die Koordinaten der Flugbewegungen im Salzburger Habachtal registriert.

In der Vergangenheit ging der Kontakt zu den Bartgeiern nach ungefähr eineinhalb bis zwei Jahren verloren, weil sich die Batterien entleert hatten, erläuterte die Salzburger Landeskorrespondenz am Dienstag in einer Aussendung. Durch die Solarzellen sollen die Tiere länger unter Beobachtung sein.

Größere Ausflüge haben die beiden Jungtiere mit den Namen "Jakob" und "Smaragd" bisher aber noch nicht unternommen. Während "Smaragd" zumindest bereit ist, sein Futter in einiger Entfernung vom Horst einzunehmen, hält sich "Jakob" noch immer in der Felsnische auf, in der er ausgesetzt wurde. Damit enttäuschte er am Montag, dem Jakobi-Tag, neben Geierexperten Michael Knollseisen auch Nationalparkreferentin Tina Widmann, die ein bisschen gehofft hatten, dass sich das Jungtier an seinem "Namenstag" erstmals majestätisch in die Lüfte erheben würde. Offenbar waren die Temperaturen der vergangenen Tage zu niedrig. "Das ist kein Lieblingsflugwetter der Geier", erklärte Knollseisen. (red/APA)

  • Nationalparkreferentin Tina Widmann und Geierexperte Michael Knollseisen mit "Jakob" und 
"Smaragd".
    foto: www.hohetauern.at

    Nationalparkreferentin Tina Widmann und Geierexperte Michael Knollseisen mit "Jakob" und "Smaragd".

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