Studie soll Aufschlüsse über Kostenfaktor der Ganzheitsmedizin bringen - Patienten müssen allerdings privat zahlen
Wien - Ein neues Therapieangebot in Wien: Am 1. August eröffnet in der Therme Wien Med ein "Zentrum für Integrative Medizin" (ZIM). Dort werden in Kooperation mit der Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED) ganzheitliche Behandlungsmethoden - wie etwa Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Homöopathie, F.X. Mayr-Therapie - mit moderner Schulmedizin verbunden, hieß es am Dienstag in einer Aussendung.
Die Eröffnung erfolgt nach zweimonatigem Probebetrieb. Schul- und Komplementärmedizin sollen unter Anwendung strengster wissenschaftlicher Kriterien verbunden werden. Die Behandlungsschwerpunkte liegen auf chronischen Erkrankungen wie Rheuma, Stoffwechselentgleisungen wie Diabetes mellitus oder Übergewicht, chronischen Schmerzen, aber auch die ergänzende Betreuung von Krebspatienten wird im neuen Zentrum erfolgen.
In puncto Behandlungskosten will das Zentrum neue Wege aufzeigen und beweisen, dass durch den Einsatz ganzheitlicher Methoden Behandlungsergebnisse verbessert und Arzneimittelkosten reduziert werden können. Mit Unterstützung der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) wird die GAMED innerhalb der nächsten fünf Jahre die Auswirkungen ganzheitlicher Methoden auf die Therapiekosten im Gesundheitssystem wissenschaftlich untersuchen. Einstweilen müssen die Patienten aber privat zahlen. Die Erstanamnese und Erstkonsultation im "Zentrum für Integrative Medizin" kostet 150 Euro pro Stunde. Folgekonsultationen werden entsprechend des Zeitaufwands verrechnet (z.B. 75 Euro für eine halbe Stunde). (APA)