Dürre in Afrika

UNO bereitet Luftbrücke nach Somalia vor

27. Juli 2011, 12:47

Erste Hilfslieferung kann erst ab Mittwoch starten: Start des ersten Flugzeugs muss wegen Zollproblemen verschoben werden

Nairobi - Die Luftbrücke für die Hungernden am Horn von Afrika kommt nur mit Verzögerungen in Gang. Der für Dienstag geplante Start eines ersten Flugzeugs mit energiereicher Nahrung musste in der kenianischen Hauptstadt Nairobi wegen Zollproblemen auf Mittwoch verschoben werden. Besonders dramatisch blieb die Lage in Somalia, wo sich vor der Hungersnot laut UNO im Juli rund 40.000 Menschen in die Hauptstadt Mogadischu flüchteten.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) wollte eigentlich bereits am Dienstag die Luftbrücke auf die Beine stellen und an Bord eines Flugzeugs 14 Tonnen Nahrung nach Mogadischu bringen. Wegen einer ausstehenden Genehmigung der Zollbehörden habe es aber noch nicht abheben können, sagte ein Sprecher. Dies sei aber voraussichtlich am Mittwoch möglich. Für die nächsten Tage waren weitere Flüge nach Mogadischu, aber auch in die äthiopische Stadt Dolo und ins kenianische Waji an der Grenze zu Somalia geplant.

Allein in Somalia bedroht die Hungerkrise rund 3,7 Millionen Menschen. Die UNO hatte vor knapp einer Woche für Teile des Landes offiziell eine Hungersnot erklärt. Vor ihr flüchteten nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) allein in diesem Monat rund 40.000 Somalier in die Hauptstadt Mogadischu. Etwa 30.000 weitere Hungernde seien im Laufe des Julis in Flüchtlingslagern rund um Mogadischu eingetroffen. Die verheerende Lage habe zu einem heillosen Durcheinander und zu Plünderungen geführt, daher stünden einige der "Schwächsten und Verwundbarsten mit leeren Händen da", erklärte das UNHCR.

Das UNO-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) erklärte zudem, täglich passierten etwa 3500 Somalier die Grenzen zu Kenia und Äthiopien. Im Laufe der schweren Hungersnot am Horn von Afrika verließen demnach bereits rund 740.000 Somalier ihr Land. Nach Angaben von UNICEF sind in Somalia, Äthiopien, Kenia und Dschibuti bereits über 2,3 Millionen Kinder akut mangelernährt. (APA)

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14 Postings
Noxventa
01
27.7.2011, 08:19
Hab gerade gespendet

Vielleicht folgen noch ein paar Spenden mehr?

günter frank
01
26.7.2011, 20:31
....ist halt wie immer,

wenn´s ein Krieg gibt der die Menschen nur tötet und unendliches Leid bringt steht eine Milliardenschwere Maschinerie zur Verfügung, wenn darum geht Menschenleben zu retten stehen nach langem bitten und betteln gerade mal ein paar alte Flieger zur Verfügung...

Noxventa
00
27.7.2011, 08:12

Welche auch noch auf irgendwelche Genehmigungen warten müssen...

Ruskij
01
26.7.2011, 16:52

Haben sich nicht Rebellenorganisationen quer gestellt und die Hilfslieferungen untersagt?

Christ in der Zeit
03
26.7.2011, 15:24
Diese Katastrophe war vorhersehbar.

Umso erschreckender ist, dass die UNO jetzt erst eine Luftbrücke vorbereitet.

Mir kommt das so vor, als steckt hier System dahinter.

an kog
01
26.7.2011, 15:39
Christ in der Zeit
01
26.7.2011, 15:58
Also: UNO Resolution zum Schutz der Zivilbevölkerung

und ausräuchern, oder wie ?

an kog
00
26.7.2011, 18:43

Was wollen Sie eigentlich?

Einerseits beklagen Sie, dass ein System dahinter steckt, das die Leute verhungern lässt. Wenn man Ihnen ein System zeigt das so ganz ohne Verschwörungstheorie ganz offen dahinter steckt, passt es Ihnen irgendwie auch nicht.

Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass Sie mir nicht unterstellen, dass ich gleich alles ausräuchern will, nur weil ich mich getraue verantwortliche zu nennen die nicht in Ihr Weltbild passen.

Tower Hill
01
26.7.2011, 18:14
Wenn eine bewaffnete Gruppierung einen Völkermord zu begehen beabsichtigt:

JA!!!

Christ in der Zeit
00
27.7.2011, 11:21
Tja, und jetzt können Sie sich einmal fragen, weshalb es diese Mandat niemals geben wird.

Tower Hill
00
27.7.2011, 13:44
Ich wäre mir nicht so sicher, ob es nicht eine geben wird.

Das Problem wird eher sein, wer Truppen stellt.

Christ in der Zeit
00
27.7.2011, 13:55
eh, die sind alle derzeit in lybien beschäftigt und bis sie dort fertig sind, hungert in somalia eh niemand mehr.

Tower Hill
00
27.7.2011, 14:00
Naheliegend wäre die AU.

Aber die werden sich auch nicht in einen nicht zu gewinnenden Krieg mit Islamisten ziehen lassen.

smea_gol
13
26.7.2011, 13:00

hmm, na hoffentlich geben die piraten und diversen freiheitskämpfer frieden.

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