Nach Umweltkatastrophe

BP wieder mit Milliardengewinn

26. Juli 2011, 09:06
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    foto: reuters

Im Vorjahreszeitraum hatte die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko dem Konzern noch einen zweistelligen Milliardenverlust eingebrockt

London - Der britische Ölmulti BP hat das zweite Quartal mit einem Milliardengewinn abgeschlossen. Im Vorjahreszeitraum hatte die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko dem Konzern noch einen zweistelligen Milliardenverlust eingebrockt - fast 17 Mrd. Dollar (11,8 Mrd. Euro). Wie BP am Dienstag mitteilte, ergab sich in den abgelaufenen drei Monaten ein Nettogewinn vor Bestandswertveränderungen von 5,31 Mrd. Dollar.

Zwar habe sich die Produktion durch den Verkauf von Ölfeldern verringert, dieser Effekt sei aber durch den Anstieg des Ölpreises mehr als ausgeglichen worden. Der Verkauf von Produktionsanlagen war erforderlich geworden, um die Folgekosten der Umweltkatastrophe schultern zu können.

Vor mehr als einem Jahr war die Bohrplattform "Deepwater Horizon" explodiert und hatte eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in den USA ausgelöst. Damals floss fast drei Monate lang ungehindert Öl ins Meer und richteten an Flora, Fauna, in der Fischwirtschaft und im Tourismus große Schäden an. (APA/Reuters)

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Posting 1 bis 25 von 39
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Alpha-Wolf
00
26.7.2011, 19:13
Wieviel ...

... wurde bereits zur "Wiedergutmachung" der Schäden im Golf von Mexiko bezahlt?

qwertztt
00
26.7.2011, 16:42

Ohhh nur Milliarden? Wo kann ich spenden?

Alpendollar
92
26.7.2011, 13:02
Ist es unmoralisch Gewinn zu machen?

Das was wir alle an der Tanksäule ablegen bekommt mehrheitlich der Staat (MöSt, Umsatzsteuer). Warum mault da keiner denn der Anteil beträgt mehr als 60% und das für NULL-Leistung seitens des Staates!
Hab mir vor 1 Jahr PB Aktien zugelegt. Ich hätte das Geld auch verlieren können wenn BP pleite gegangen wäre. Hat vor 1 Jahr keiner gewusst wie es weiter geht. Viele Klagen stehen noch aus aber ich labe mich an den Dividenden die wieder fließen anstatt auf dem Sparbuch 1,75% zu bekommen und das vor KESt. Das schöne ist das, es steht jeden frei das auch zu machen oder eben nicht.

Wicked Vienna
00
27.7.2011, 13:25

So ein Quatsch.

Die "NULL-Leistung" ist einfach eine Frechheit.

Bitte denken, dann schreiben.

Danke.

Entropix
00
26.7.2011, 18:12
was Sie

da schreiben ist zwar sachlich richtig aber politisch leider völlig inkorrekt ;-)

petrarca
00
26.7.2011, 17:01
Nein, es steht nicht jedem frei, das zu tun.

Denn damit man das machen kann, braucht man disponibles Einkommen bzw. Vermögen. Wenn das gesamte Einkommen für Wohnung/Nahrung/Kleidung drauf geht, können sie am Kapitalmarkt nicht partizipieren.

José Atento
11
26.7.2011, 17:30

Wenn Sie versuchen würden einfach nur an jedem Eck ein wenig zu sparen, als jedem Hype der Masse nachzulaufen, könnte praktisch jeder in seinem Leben ein kleines "Vermögen" ansammeln.

Doch leider bedient sich an dem erarbeiteten und ersparten Kapital immer mehr der Staat (ohne das Risiko zu tragen), sodass diese Vermögensbildung immer schwieriger wird.
In Zeiten der hohen Geldentwertung und niedrigen Zinsen ist es noch schwieriger geworden.

Aber jeder Habenichts schreit heute laut super, wenn es darum geht neue Steuern einzuführen. Vor allem wenn es Anleger/Sparer betrifft.

Fiktives Vermögen haben heute viele, weil alles auf Pump finanziert wird.

Wicked Vienna
11
27.7.2011, 13:31

Falsch

Steuern für Wohlhabende geht vollkommen in Ordnung.

Besonders das Tabu der (geringen) Besteuerung für Gewinne aus Kapitalgeschäften muss gebrochen werden.

Die Lohnsteuer ist im Vergleich VIEL zu hoch angesetzt.

Aber der Kern der Sache:
Der Erwerb eines Teiles eines Unternehmens (Aktie) wird komplett konterkarikiert. Der HANDEL mit Aktien steht im Vordergrund, nicht das Unternehmen selber.
Daran krankt das System.

Daher auch die weitgehend negative Einstellung.
Ändern sich die Akteure, ändert sich die Meinung.

José Atento
00
28.7.2011, 11:33

Erträge aus Vermögen sind bekanntlich voll zu versteuern.

Der Rest (KGSt, KESt) ist eine Besteuerung der Substanz und das ist grundsätzlich abzulehen, weil diese die Vermögensbildung verhindert.
Den Reichen ist das egal, denn die haben die Vermögen bereits angehäuft und abgesichert. Von den Erträgen zahlen sie dann ihre Steuern, sofern diese in Österreich bekannt sind, bzw. deklariert werden.

petrarca
00
31.7.2011, 19:50
Meinen Sie mit

KESt die Kapitalertragssteuer? Die besteuert NICHT die Substanz, sondern nur den Kapitalertrag=Vermögenszuwachs. Das zwar schon ab dem ersten Cent an Zinsen. Aber der Grenzsteuersatz von ca. 42 % auf Arbeitseinkommen wird bei weitem nicht erreicht. Ergo wird Kapitaleinkommen weniger als Arbeitseinkommen besteuert (und da rede ich noch nicht einmal von der Umsatzsteuer). Ungerecht!

José Atento
00

Die neue KGSt auf Wertpapiere besteuert nicht den Ertrag sondern die Substanz. Da sollten Sie schon klar unterscheiden.

Risikoloses Einkommen wird natürlich generell höher besteuert als wenn hohes Risiko darin steckt. Denn die Verluste trägt man als Privater immer selbst, während der Staat sich an den "Gewinnen" beteiligt.
Das erhöht in der Realität die Steuer, über mehrere Jahre betrachtet, beträchtlich. Auch die Asset-Inflation (kein Gewinn!) muss berücksichtigt werden.

Markus1975
00
26.7.2011, 16:32
Also ich würde sagen: Es steht jedem frei das zu machen

doch ist es mir unerklärlich, warum der Ölpreis gestiegen ist. Und warum vor allem unsere geistige Elite nichts unternimmt, um, sagen wir mal, die Schwankungen vor dem Wochenende zu verbieten. Und nur mal kurz gesagt: Wenn der Ölpreis steigt, dann steigen auch die steuerlichen Abgaben .... Ist also nicht ganz so, dass nur der Staat schuld ist am Ölpreis ... den machen schließlich die Ölmultis... wenn dieser allerdings niedriger ist, dann sinken auch die steuerlichen Belastungen, aber das muss ich Ihnen ja nicht vorrechnen ... Trotzdem Gratulation zum Spekulationserfolg ... wenn kein Öl brauchen, dann können Sie sich ja doppelt glücklich schätzen ... denn dann kommen Ihnen auch die Steuereinnahmen doppelt zu gute ....

QUMI
01
26.7.2011, 15:55

Geh bitte trumpfen Sie nicht auf mit Ihrer EUR 5Tsd.-Investition.

Hier geht es darum, dass es sozial gesehen einfach eine Katastrophe ist, wenn einzelne Unternehmen auf Kosten SEHR SEHR vieler Ihre Gewinne machen, ohne jegliche Rücksicht auf das was kommt.

José Atento
00
26.7.2011, 17:36

Gewinne muss JEDE Firma machen, egal wie groß sie ist, sonst gibt es sie in Kürze nicht mehr. Ölkonzerne machen im Durchschnitt wesentlich weniger Gewinne (prozentuell) als z.B. Microsoft.

Ob sie Gesetze nicht einhalten ist eine andere Frage, die die Gerichte klären sollten.

Den Preis bestimmt der Markt, wobei es in diesem Finanzsystem des billigen Geldes größere Ausschläge nach oben und nach unten gibt - siehe Finanzkrise 2008, als der Ölpreis von 150 auf 35 $ zurückging.

Karl Labruni
01
26.7.2011, 14:27
Welche Leistung erbringt der Staat beim Kassieren meiner Lohnsteuer?

A ndreas Bogeschdorfer
04
26.7.2011, 14:00
und das für NULL-Leistung seitens des Staates

Immer wenn man denkt die Decke der Dummheit beim Argumentieren sei nicht mehr höher anzusetzen, kommt jemand und widerlegt diese Ansicht.

Wer baut und erhält Straßen, Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser etc., wer zahlt Sozialleistungen?

Unzufriedenheit mit der Politik ist eine Sache, den Staat gleich als Ganzes mit Null-Leistung zu verwerfen ist aber an Dämlichkeit kaum noch zu überbieten.

Stahl_____666
05
26.7.2011, 13:12
.

Keinesfalls - aber es ist doch etwas unappetitlich auf Kosten des Golfs von Mexiko, den dort lebenden Menschen und Tieren und der dortigen Umwelt seinen Gewinn zu machen.

BP hat die Rechnung nicht beglichen, sondern einfach wegprozessiert.

beastofburden
00
26.7.2011, 13:00
Abzocker

chaimele
00
26.7.2011, 12:51
na gott sei dank, ich hatte schon sorgen

soki3456
00
26.7.2011, 12:46
juhu!

endlich good news für unsere wirtschaft!

Hustler
00
26.7.2011, 12:42

Also von mir haben sie das Geld nicht, da ich seit der Katastrophe nicht mehr bei BP getankt/konsumiert habe.

backgammon2
02
26.7.2011, 12:02
Hat jemand etwas anderes erwartet?

Hoffe das meine BP Aktien jetzt mal steigen. Sorry aber das Gedächtnis der Menschen ist so brainwashed, es wäre lächerlich zu glauben das sich irgendwer noch an das Unglück erinnert. Ich mein neben so tragischen Ereignissen wir dem Tod von Amy Whineouse was sind da schon paar Millionen Liter ÖL im Meer?
;)

Lego12
12
26.7.2011, 12:00
wie schön das die umweltkatastrophe scho wieder vorbei is

dann kan nn ja munter weitergemacht werden...
was is mim öl im golf? was is mit den Küsten?
was is mit den einwohnern in betroffenen küstengebieten?
machen die auch alle millarden gewinne?

Black Adder
60
26.7.2011, 12:04

Standardwürdiges Posting. Schwer am Thema vorbei und sinnentleert, aber irgendwie lustig und dumm.

Wicked Vienna
00
27.7.2011, 13:38

Alter, bist auch schwer daneben.

Die Folgen der Katastrophe sind nicht quartalsweise erledigt, sondern belasten Jahrzehnte lang.

Die VERPFLICHTUNG von BP wäre sämliche SCHÄDEN zu beheben, und nicht nur rechtlich aus dem Weg zu räumen. Also nicht nur ignorieren, sondern vorsätzlich BETRÜGEN.

Dieser Konzern handelt KRIMINELL.

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