Angebohrte Gasblase: Gas strömt nicht mehr, Gefahr gebannt

26. Juli 2011, 16:19
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Einsatz dauerte fast 24 Stunden - akute Explosionsgefahr

24 Stunden lang hat akute Explosionsgefahr die Gemeinde St. Pantaleon-Erla im Bezirk Amstetten in Atem gehalten. Bei Bauarbeiten wurde am Montag eine Gasblase angebohrt, woraufhin einen Tag lang massiv Methangas ausströmte. Am Dienstag gegen 14.00 Uhr wurde der Gasaustritt von Experten der OMV schließlich gestoppt und die akute Explosionsgefahr somit gebannt.

Die Arbeiten sind abgeschlossen, das Bohrloch sei nun komplett abgedichtet, berichtete OMV-Sprecherin Alexandra Seidl. Die Experten würden nun nur noch die Geräte abbauen und den Einsatzort dann verlassen.

Für die Feuerwehr ist der Einsatz aber noch nicht gänzlich beendet. Das nach dem Wasser-Salz-Gemisch eingefüllte Bentonit (rpt. Bentonit) und der Zement sind nämlich noch nicht fertig ausgehärtet. Dies könnte laut Einsatzleiter Gerhard Haider noch einige Stunden in Anspruch nehmen. Bis dahin werde die Feuerwehr die Lage im Auge behalten und auch noch einige Messungen durchführen. Auch die Sperrzone bleibt sicherheitshalber noch aufrecht.

Nach Angaben von Bürgermeister Rudolf Bscheid wurde der Gasaustritt nach Einbringen einer Kalisalzlösung gestoppt. Danach wurde Eternit zum Abdichten in die Öffnung eingefüllt, dieser müsse nun aushärten, erklärte Haider.

Ohne Strom

Die Bewohner jenes Einfamilienhauses, das wegen der Explosionsgefahr evakuiert werden musste, haben die Nacht bei Verwandten verbracht. Wann sie in ihren Haushalt zurückkehren dürfen, hänge vom Abschluss der Sanierung ab, betonte Bscheid. Auch für die beiden in der Sperrzone liegenden Rohbauten blieb der Strom vorerst abgeschaltet.

Zu dem Vorfall war es am Montagnachmittag auf einer Baustelle im Zuge von Tiefenbohrungen für Erdwärme gekommen. In 99 Metern Tiefe stieß der Bohrer auf eine größere Methangasblase, woraufhin massiv Gas auszuströmen begann. Ein nahe gelegenes Haus und umliegende Baustellen mussten evakuiert werden, rund um das Bohrloch wurde eine 200 Meter große Sperrzone eingerichtet, die Behörden informiert.

Die Feuerwehr blieb die Nacht über an Ort und Stelle, sicherte das Gebiet ab und führte Messungen durch. Auch ein Gasspürtrupp der EVN und der Schadstoffberatungsdienst des Landesfeuerwehrkommandos waren im Einsatz. Zusätzlich erschwert wurde die Lage dadurch, dass der Bohrer noch im Bohrloch steckte und aufgrund der hohen Explosionsgefahr nicht bewegt werden durfte. (APA)

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    Ein Haus in der Ortschaft Erla nahe der oberösterreichischen Grenze musste evakuiert werden, rund um die Bohrstelle wurde eine 200 Meter große Sperrzone eingerichtet.

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