870 Plätze vergeben

Integrationsangebot: Deutsch-Pauken in den Ferien

25. Juli 2011, 19:49

Vor allem Kinder aus der Türkei nutzen Kursangebot

Wien - Gute Deutschkenntnisse seien eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Schul- und Bildungskarriere, befand Wiens Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger (SP), die am Montag den Startschuss für Sprachkurse in den Sommerferien gab. Gerichtet ist die von der MA 17 der Stadt Wien geförderte Initiative unter dem Motto "Sowieso Mehr!" an Kinder, mit und ohne Migrationshintergrund, von sieben bis 14 Jahren.

Den Anfang des Kurssommers setzte die Kooperative Mittelschule Sechshauser Straße im Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus. Gemeinsam mit der Gemeinderatsabgeordneten Nurten Yilmaz (SP) und dem grünen Mandatar Senol Akkilic verteilte Frauenberger dort Turnbeutel mit Jause und Schreibunterlagen an die Schüler.

Sozialer Aspekt wichtig

In insgesamt 66 Kursen in drei Turnussen, die bis 2. September abgehalten werden, können jene, die noch nicht beurteilt sind oder eine schlechte Deutschnote haben, ihre Fähigkeiten aufbessern. Wichtig ist dabei nicht nur das Erlernen und Verbessern der Sprache, sondern auch ein sozialer Aspekt. "Wenn man ohne Sprachkenntnisse in ein fremdes Land kommt, fühlt man sich wie in einer Schwebe ohne Bodenhaftung", sagte Akkilic, der selbst aus der Türkei stammt. Neben dem dreißig Euro teuren Kursangebot, das sich über zwei Wochen erstreckt, bekommt man um weitere dreißig Euro wahlweise ein Sport- oder Freizeitprogramm am Nachmittag dazu.

"Im vergangenen Jahr haben die Kurse 92 Prozent der Kinder 'ausgezeichnet' oder 'sehr gut' gefallen", sagt Margit Wolf, Geschäftsführerin von "Interface Wien", das die Kurse organisiert. Den größten Anklang findet das Angebot dabei bei Kindern mit türkischer und arabischer Muttersprache - sie stellen jeweils rund 20 Prozent der Teilnehmenden. Von 1000 Plätzen in diesem Jahr sind bisher bereits 870 vergeben. (APA, red, DER STANDARD-Printausgabe, 26.7.2011)

Chien de Pique
02
26.7.2011, 15:00

Sehr gut, aber zuwenig. Das sollte im Rahmen des regulären Schulsystems für alle Altersklassen bundesweit angeboten werden, ebenso wie sonstige Nachhilfe.

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs
02
26.7.2011, 14:11

Ich finde das Projekt gut und wichtig.

Aber, wenn es heißt: "Wenn man ohne Sprachkenntnisse in ein fremdes Land kommt, fühlt man sich wie in einer Schwebe ohne Bodenhaftung"
--> Mich würde interessieren: Wieviele dieser Kinder (zwischen 7 und 14) sind frisch zugewandert, wieviele hier geboren?

Stahl_____666
28
26.7.2011, 13:04
.

Schön, daß die Ausländer gratis Deutschnachhilfe bekommen und die österreichischen Buben und Mädel bzw. deren Eltern bis zu 40 Euro pro Stunde löhnen dürfen.

boquitas pintadas
 
22
26.7.2011, 16:16
möchten Sie nicht

in der VHS in Ihrer Nachbarschaft unverbindlich nachfragen, ob es Kurse für sinnerfassendes Lesen über die Sommermonate gibt?

Karl Radek
02
26.7.2011, 14:44
"..an Kinder, mit und ohne Migrationshintergrund, von sieben bis 14 Jahren"

lesens den artikel, bevor sie hier ihren xenophoben müll abladen!

Stahl_____666
11
26.7.2011, 16:09
.

Erstens werden Kinder ohne Migrationshintergrund wohl kaum Deutschförderung (Sprache) brauchen und zweitens ist es nicht einzusehen warum dieses Angebot nicht auf die restlichen Gegenstände ausgeweitet wird.

Als Autohändler kann ich auch nicht sagen, daß mein Kunde zwischen Juli und Mitte September keine Reparaturleistung erwarten darf - als Lehrer anscheinend schon.

Mathias
 
00
26.7.2011, 11:36
Gute Deutschkenntnisse seien eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Schul- und Bildungskarriere, befand Wiens Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger (SP)

Logisch, was weltweit gilt, wird wohl auch im kleinen Österreich gelten dürfen!

Wer will in der großen weiten Welt groß Karriere machen, wenn derjenige kein Wort Englisch spricht?

Zinnmo
 
310
25.7.2011, 20:29

Sehr gut. Aber ich habe drei Dinge anzumerken:

1. Das sollte in den Schulen aktiv beworben werden. Dann sollten die 1000 Plätze schon lange voll sein.

2. Man sollte Kinder auch verpflichten können. Freiwillig ist gut, abeer die wirklichen Problemfamilien erreicht man damit nicht.

3. 7 Jahre ist gut, aber zu spät. Wir brauchen Spezialförderung auch für juüngere Kinder.

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