Verlockende Hinweise auf Higgs-Teilchen

25. Juli 2011, 19:12
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    illustration: cern

    Simulation des Zerfalls eines Higgs-Bosons - so das gesuchte Elementarteilchen denn überhaupt existiert. Teilchenphysiker geben sich überzeugt, dass sie in den nächsten Monaten die Antwort wissen werden.

In Grenoble trifft sich dieser Tage die Elite der Teilchenphysiker - Neue Ergebnisse aus dem Large Hadron Collider deuten auf das gesuchte Higgs-Teilchen hin - Noch aber sind die Resultate nicht "sicher" genug

Grenoble/Wien - "Ich bin aufgeregt", gesteht Guido Tonelli. "Wir arbeiten nun seit 20 Jahren daran, und in ein paar Monaten werden wir die Antwort wissen." Tonelli ist Sprecher des CMS-Experiments am Large Hadron Collider (LHC) des Europäischen Zentrums für Teilchenphysik (Cern) in Genf. Und die Rede ist vom Higgs-Teilchen, zu dessen Existenzbeweis der LHC, der größte Teilchenbeschleuniger der Welt, unter anderem gebaut wurde.

Das heftig gesuchte Elementarteilchen war bereits im Jahr 1964 von mehreren Physikern nahezu gleichzeitig vorhergesagt worden. Weil der Brite Peter Higgs knapp der erste war, wurde es nach ihm benannt. Warum das Teilchen so begehrt ist, ist leicht erklärt und auch doch wieder nicht: Es wäre Teil jenes Mechanismus oder Feldes, der allen anderen Teilchen Masse verleiht.

Nun scheinen frische Daten aus zwei Experimenten tatsächlich auf diesen theoretischen Eckpfeiler des sogenannten Standardmodells hinzudeuten, auch wenn die Physiker diese Spuren bis jetzt bloß als "Exzess-Events", also als ungewöhnliche "Ereignisüberschüsse" bezeichnen. "Ich würde sie verlockend nennen", präzisiert US-Physiker Matthew Strasser von der Rutgers Universität in New Jersey im Hinblick auf die Existenz des Higgs-Teilchens.

Tatsache ist, dass am LHC sowohl das Atlas- wie auch das CMS-Experiment eine ungewöhnliche Häufigkeit von leichteren Teilchen im Massebereich von 130 bis 145 Giga-Elektronenvolt (GeV) registriert. (Masse und Energie sind für die Physiker dank Einsteins E=MC2 austauschbar.) Umgekehrt scheint es für das Higgs-Boson immer weniger Bereiche zu geben, "sich zu verstecken", wie Cern-Direktor Rolf-Dieter Heuer erklärt. So kann seine Existenz im Bereich von 145 bis 480 GeV mit einer 90-prozentigen Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Vorsicht ist dennoch angebracht: Das gefundene Signal könnte sich trotz der insgesamt 100 Billionen Teilchenkollisionen bis Ende Juni als zufällig herausstellen. Deshalb sind Billionen weiterer Kollisionen nötig, um das Signal zu bestätigen. Und genau das läuft am LHC gerade prächtig.

Eine gewisse Bestätigung für den auf das Higgs-Teilchen hindeutenden Ereignisüberschuss bei 140 GeV kam inzwischen von den US-Kollegen am Tevatron bei Chicago. Mehr wird man dann im August bei der nächsten Konferenz in Mumbai wissen, wo die Daten von Atlas und CMS kombiniert werden sollen. (tasch, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26. Juli 2011)

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Johannes Widi
 
00
28.7.2011, 18:09
Translatorupdate empfohlen

Tja, das ehrwürdige Wörterbuch Deutsch-Klingonisch hat so seine Schwächen. Auch wenn dort "neu" und "frisch" gleichermaßen mit " chu' " übersetzt werden, haben die Worte doch auf diesem Planeten unterschiedliche Bedeutungen. Einen neuen Apfel zu essen garantiert nicht, dass er auch frisch ist, und Erfrischungsgetränke können uns (leider) nicht erneuern.

Johannes Widi
 
00
29.7.2011, 00:03
Hoppala!

Falls sich jemand wundert, was ich damit sagen wollte: Dieses Posting war eigentlich als Antwort auf den Beitrag von Der_Klingone vom 27.07.2011 10:01 gedacht ;-)

Kalvarienberg
00
27.7.2011, 10:56
Hatten wir da, noch nicht lange her, einen Top-Pfosten, der am CERN aussteigen wollte ???

Politiker sind Gauner!!
01
26.7.2011, 19:49
ich glaub im lhc

sitz ein heinzelmännchen oder die teletupis und treiben ihren unfug mit den hightech hirnen der wissenschaftler

Der Schronk
00
26.7.2011, 13:31

Das alles ist im höchsten Maße interessant. Leider verschwimmt das immer mehr zu Chinesischen Schriftzeichen. Kennt jemand eine gute Seite, wo die ganzen Prozesse und Ziele des LHC für den lernwilligen Laien zusammengefasst und erklärt wird? Daunkschein.

hauptling
03
26.7.2011, 14:39
Immer gut wenn sich Leute hierfür interessieren...

Auf http://public.web.cern.ch/public/ gibt's alles Mögliche zum Thema Teilchenphysik und LHC sowie zu den Experimenten (LHC + CERN).
Unter http://www.hephy.at/ - der Homepage das Instituts für Hochenergiephysik der ÖAW - findet sich speziell unter 'Physik' eine hervorragende Einführung in das Themengebiet
Auf teilchen.at gibt es auch noch etwas Information auf deutsch, jedoch weitaus weniger...

her wig
61
26.7.2011, 13:01
Ich riskiere noch eine Frage (hab eh nix zu verlieren)

Ist es denkbar dass eine Galaxien-Darstellung auf Quantenebene aufzeigt dass die klassischen Gravitationsgesetze nicht gelten weil die diversen Quantenteilchen mit ihrer eigenen Verhaltensdynamik zu Effekten führen die man sonst z.B. durch DM zu erklären versucht?

IsabellaP
 
00
Hmmm

Meinen Sie, wenn die panorgonomische Übersinnlichkeitskristallisation in epivitalem Lunakontakt auf Quantenebene reagieren? Wenn ja, dann bedeutet das eine postbiotische Hyperraumprojektion in pronumerologischer Materieintuition, welche Sie auch und gerade bei externer Radiästhesieinvokation finden können. Wenn nicht, dann kann ich Ihre Frage nicht beantworten.

;-)

nix do
11
29.7.2011, 14:05
ernsthaft...

was sind das für Pfosten, die für eine Frage ein rotes Stricherl hergeben??

Got Your Noes!
01

naja, wir kennen den herrn schon...

Old Nick
02
26.7.2011, 18:14
Nein.

yomellamo
02
26.7.2011, 16:22

Was ist eine galaxiendarstellung auf quantenebene?

her wig
00
26.7.2011, 18:07

Mit den Mitteln der Quantentheorie. Jetzt wo ich erfahren habe dass das Higgs-Teilchen zur Quantentheorie der Gravitation gehört (oder wie man das sonst nennt) ist diese Frage doch naheliegend, für mich zumindest. Sie brauchen auf solche Fragen nicht kommen, dafür sind Sie zu intelligent. Es wäre aber schön wenn Sie eine Antwort finden würden.

AlK
00
27.7.2011, 11:59

die quantentheorie beschreibt vorgänge im atomaren und subatomaren bereich, wie soll sie eine galaxie beschreiben ??

her wig
00
27.7.2011, 17:42

Ach so, stimmt ja, eine Galaxie besteht garnicht aus Atomen. Mein Fehler.

Got Your Noes!
00

nun, daran scheitert die wissenschaft seit langem, die vereinigung der theorien zu makro und mikroskopischen welt. witzigerweise verhalten sich nämlich allerkleinste teilchen nicht genau so wie große teilchen und umgekehrt.

Cayenne69
00
28.7.2011, 15:07

genau das ist ja jetzt die herausforderung, die qt mit der klassischen physik zu vereinen, wenn sies schaffen, dann hut ab

AlK
00
28.7.2011, 10:52

wenn du es schaffst die qt so zu erweitern, dass sie makroskopische vorgänge (wie sie in einer galaxie auftreten) beschreibt, dann stehst du auf einer stufe mit newton und einstein, wenn nicht darüber.

acca acca
01
26.7.2011, 16:12

Nein

schau, schau
00
26.7.2011, 12:03
sehr stark

wer übrigens lust hat, einige herren und damen vom cern kennenzulernen, dem sei die diesjährige ars electronica ans herz gelegt!

www.aec.at/origin

Oleander1
21
26.7.2011, 11:34
Ich weiss nur eines:

Vertraue keinem Strasser.

Polenta Schmid
00
26.7.2011, 14:10
Der Typ heißt ...

...
in Wirklichkeit auch StrassLer. (ehrlich)

sterngucker
 
22
26.7.2011, 08:45
Was ist eigentlich das Gegenteil von "frischen Daten"?

Vergammelte Daten? Abgestandene Daten? Tiefgefrorene Daten? Angefaulte Daten? Und wie kann man die einen von den anderen unterscheiden?

Die "Exzess-Events" stammen wohl auch eher aus der Tastatur des übersetzenden Praktikanten als aus dem Paper eines CERN-Physikers.

Hori Zont
01
26.7.2011, 11:43
Frische Daten sind noch unkopiert, also nicht gestohlen;-)

Gestohlene Daten verbleiben beim Eigentümer.

Das haben Daten ,mit Bankstern gemein, das Geld verschwindet nicht, es ist nur verliehen und bleibt im Eigentum der Bankster.

Dr. Viktor Frankenstein
00
26.7.2011, 11:00
Fresh data

Wahrscheinlich ungenau aus dem Englischen uebersetzt. Es soll natuerlich NEUE Daten heissen.

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