Italien

Keine Immo-Krise - zumindest bei den Preisen

25. Juli 2011, 16:21
  • Artikelbild
    foto: reuters/gentile

    Venedig (Bild) und Rom sind Italiens teuerste Städte.

Venedig ist mit durchschnittlich fast 3.700 Euro pro Quadratmeter weiterhin teuerste Stadt vor Rom und Mailand

Rom - Trotz des niedrigen Wirtschaftswachstums und der Sorgen um die Finanzstabilität im Land kennt die Immobilienbranche in Italien keine Krise. Die Immobilienpreise haben der Wirtschaftskrise der vergangenen Jahren gut Stand gehalten und sind nicht gesunken, berichten Experten. Die schwierige Konjunktur ist zwar an der sinkenden Zahl von Immobilientransaktionen zu erkennen, sie hat sich jedoch nicht auf die Preise ausgewirkt.

Italiens teuerste Stadt ist Venedig, wo man für eine Wohnung durchschnittlich 3.692 Euro pro Quadratmeter ausgeben muss, ergab eine Studie des italienischen Wirtschaftsinstituts Nomisma. Für eine Wohnung in den besseren Vierteln der Lagunenstadt liegt der Durchschnittspreis bei 5.725 Euro pro Quadratmeter. Für ein Geschäft muss man mit 6.464 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Nach Venedig ist Rom Italiens teuerste Stadt, was Immobilien betrifft. Für den Erwerb einer Wohnung muss man in Rom durchschnittlich 3.519 Euro pro Quadratmeter ausgeben, für ein Geschäft 4.449 Euro. An dritter Stelle folgt Mailand mit 3.445 Euro pro Quadratmeter für eine Wohnung und 4.061 Euro pro Quadratmeter für ein Geschäft. An vierter und fünfter Stelle landeten Florenz und Bologna.

Zwischen 2007 und 2010 ist die Zahl der Immobilien, die Besitzer gewechselt haben, von 845.000 auf 611.000 gesunken. Im ersten Halbjahr wurde ein weiterer Rückgang von 3,6 Prozent gemeldet. (APA)

tschux
00
25.7.2011, 16:53
Krise

Würden in Italien die Immobilienpreise nach unten korrigiert werden, hätten die Banken wohl ein Problem mit dem Wert der Sicherheiten für bereits vergebene Kredite. Deshalb kaufen Banken unverkäufliche Wohnungen auf, um den Immobilienpreis hochzuhalten, nur um nicht die Sicherheiten neu bewerten zu müssen. Wie lange in Italien das noch so weitergehen kann steht in den Sternen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.