Deutsche HR-Studie

Schlüsselpositionen besetzen ist prioritär

25. Juli 2011, 15:11

Auf der Prioritätenliste der Personalbereiche in Deutschland stehen neben der Rekrutierung noch Führungsqualität und Talent Management

Schlüsselpositionen adäquat zu besetzen ist die größte Herausforderung, vor der die Personalbereiche deutscher Unternehmen derzeit stehen. Laut einer aktuellen Studie der deutschen Managementberatung Kienbaum ist dies für knapp die Hälfte der Personaler eine besonders wichtige Aufgabe. 47 Prozent setzen die höchste Priorität ihrer Personalarbeit darauf, die wichtigen Positionen mit "Top-Performern", wie es in einer Aussendung heißt, zu besetzen. Dafür hat das Beratungsunternehmen Kienbaum knapp 200 Personalverantwortliche aus dem deutschsprachigen Raum zu den Themen Human Resource Management, Employer Branding und Diversity befragt.

Auf der Prioritätenliste der Personalbereiche in Deutschland stehen neben der Rekrutierung die Themen Führungsqualität und Talent Management, die jeweils rund 40 Prozent der Befragten für besonders wichtig halten. Mit dieser Prioritätensetzung wollen die Personaler den Herausforderungen der demografischen Entwicklung und der strategischen Personalplanung begegnen, die 45 Prozent der Studienteilnehmer als essenziell ansehen.

Gutes Zeugnis

Die Personaler stellen sich ein gutes Zeugnis aus, ergab die Kienbaum-Studie: Zwei Drittel attestieren dem HR-Bereich einen positiven Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung ihres Unternehmens.

87 Prozent der Personaler schreiben der zielgruppenadäquaten Arbeitgeberkommunikation bereits heute eine bedeutende Rolle zu. Künftig wird das Thema Employer Branding zusätzlich an Relevanz gewinnen: Alle Studienteilnehmer messen dem Thema bis 2016 eine große Bedeutung bei. Die Verantwortlichkeit dafür weist die Hälfte der befragten Personaler dem HR-Bereich zu. Ein Viertel plädiert für eine gemeinsame Verantwortung des HR-Bereichs und der Abteilung Marketing/Kommunikation.

51 Prozent der Befragten ziehen beim Thema Employer PR externe Dienstleister hinzu: PR- und Kommunikationsagenturen werden von drei Viertel der Unternehmen oftmals konsultiert.

Personaler lehnen Frauenquote ab

84 Prozent der befragten Personalentscheider sprechen sich gegen eine Frauenquote zur Erhöhung des Anteils weiblicher Mitglieder in deutschen Vorständen und Aufsichtsräten aus. Im Gegensatz dazu wünscht sich je ein Drittel der Befragten einen Anteil von 30 beziehungsweise 50 Prozent weiblicher Führungskräfte im mittleren Management. 36 Prozent sprechen sich dafür aus, dass die Hälfte der Führungskräfte nicht aus Deutschland stammt. Auf Vorstands- und Aufsichtsratsebene wünscht sich jeweils ein Drittel der Studienteilnehmer einen Frauenanteil von 30 Prozent und einen ebenso hohen Anteil von Top-Managern beziehungsweise Aufsehern mit internationalem Hintergrund. (red)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.