Fedora 16 kommt mit GNOME 3.2 und Grub2

25. Juli 2011, 14:51
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Btrfs als Default-Dateisystem vorgesehen aber noch nicht fix - Systemd macht Fortschritte, Xen gibt Comeback

All zu lange ist es noch nicht her, da hat das Fedora-Projekt mit Fedora 15 die aktuelle stabile Ausgabe der Linux-Distribution abgeliefert. Der kurze Entwicklungszyklus von sechs Monaten bedingt allerdings, dass man längst eifrig an der kommenden Generation der Software arbeitet. Vor kurzem wurde dabei nun die Phase zur Aufnahme neuer Features abgeschlossen, womit auch die zentralen Eckpunkte für Fedora 16 feststehen.

Desktop

Keine Überraschung gibt es beim Desktop, das aktuell noch in Entwicklung befindliche GNOME 3.2 soll hier von Haus aus zur Verfügung stehen, als Alternative wird unter anderem KDE 4.7 angeboten. Noch in Diskussion ist derzeit die Wahl von btrfs als neues Standard-Dateisystem für Fedora. Eigentlich hat man sich für diesen Schritt schon entschieden, allerdings sind noch nicht alle daran geknüpften Bedingungen - etwa das Vorhandensein eines brauchbaren Programms zur Fehlerprüfung - erfüllt. Insofern gilt es in dieser Hinsicht noch abzuwarten.

Grub

Wie schon von anderen Distributionen vorgemacht, soll Fedora künftig auf die aktuelle Generation des Boot-Managers Grub setzen, normale NutzerInnen werden allerdings vom Umstieg auf Grub2 aber wohl nicht all zu viel bemerken. Weiter voran treibt man die Entwicklung des mit Fedora 15 aufgenommenen, neuen Boot-Systems Systemd, hier sollen vor allem die bisher noch verbliebenen Init-Skripte durch Systemd-Units ersetzt werden.

Xen

Ein Comeback wird es zudem in Fragen Virtualisierung geben: Nachdem es Xen nun endlich weitgehend in den offiziellen Kernel geschafft hat, wird dieses auch wieder von Fedora unterstützt. Dies natürlich neben dem von Fedora-Sponsor Red Hat bevorzugten KVM. Weitere Details zur kommenden Version von Fedora bietet die vollständige Liste der anvisierten Features.

Zeitplan

Die erste - und einzige - Alpha von Fedora 16 ist für Mitte August geplant, eine Beta folgt dann ein Monat später, die fertige Version ist für den 25. Oktober vorgesehen. Freilich nur wenn alles glatt geht, üblicherweise neigt man bei Fedora ja zu ein bis zwei Wochen Verspätung. (apo, derStandard.at, 25.07.11)

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