2.000 Kalorien pro Tag

US-Kinder essen mehr Fastfood als Schulessen

25. Juli 2011, 12:02
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    foto: reuters/eric thayer

    Burger als Nahrungsmittel: es werden immer mehr

Kinder nehmen gut 2.000 Kalorien am Tag zu sich - Selbst bei den Kleinsten ist Fastfoodanteil gestiegen

Philadelphia/New York - Amerikanische Kinder essen immer mehr - und immer mehr außerhalb ihres Zuhauses. Nach einer in Philadelphia (US-Staat Pennsylvania) veröffentlichten Untersuchung nehmen Schüler durch Fastfood mittlerweile mehr Kalorien zu sich als bei der Schulspeisung. Die Untersuchung des Teams um Barry Popkin von der University of North Carolina in Chapel Hill ist in der August-Ausgabe des "Journal of the American Dietetic Association" veröffentlicht.

Amerikanische Kinder hätten im Jahr 2006 im Durchschnitt 179 Kilokalorien am Tag mehr zu sich genommen als noch in den Jahren 1977/1978. Statt gut 1.800 Kilokalorien seien es jetzt etwa 2.000 am Tag. Und immer häufiger entstamme diese Energie nicht dem Elternhaus: Stammten 1977 mit 77 Prozent noch mehr als drei Viertel des Essens aus der eigenen Küche, waren es knapp 30 Jahre später mit 66 Prozent nur noch zwei Drittel. Bei den Jugendlichen fanden die Forscher mit 63 Prozent wenig überraschend den geringsten Wert. Aber auch bei den Kleinkindern kam nur ein Anteil von 71 Prozent aus der heimischen Küche. 1977 waren es bei ihnen noch 85 Prozent.

Fastfood-Anteil angestiegen

In dem Jahrzehnt bis zum Jahr 2006 sank der Anteil der Schulspeisung an der Kalorienaufnahme über alle Altersgruppen hinweg von neun auf acht Prozent. Der Wert der Restaurants kommt dem mit mittlerweile fünf Prozent schon nahe. Und da sind McDonald's und Co noch gar nicht eingerechnet, denn der Fastfood-Anteil schnellte von zehn auf 13 Prozent hoch. Mit insgesamt 18 Prozent holen sich Kinder und Jugendliche ihr Essen inzwischen also mehr als doppelt so oft aus Restaurant und Burgerbude als aus der Schulspeisung. Selbst bei den Kleinsten hat Fastfood das Essen an der Schule schon übertroffen.

Popkin und seine Kollegen hatten die Ergebnisse von vier Untersuchungen der Jahre 1977/78, 1989/91, 1994/98 und 2003/06 erneut ausgewertet. So wurden Angaben von 29.217 Kindern im Alter von zwei bis 18 Jahren erfasst. Auffällig ist, dass die Energiezufuhr von der ersten zur zweiten Untersuchung sogar leicht abnahm, dann aber beständig stieg. (APA)

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Nick31
00
10.10.2011, 13:37

Die harten Zahlen dahinter:
Die "Ernährungsexperten", die was zu sagen haben, legen den Durchschnitts-Kalorienbedarf fest, der dann als "gesund" empfohlen wird. Dieser Wert - momentan zwischen 2000 (Frau, erwachsen) und 2700 (Mann, erwachsen) wurde in den letzten Jahrzehnten ständig nach oben korrigiert; und das, obwohl die Menschen sich immer weniger bewegen und immer passivere Arbeiten ausführen.
...die amerikanische Industrie produziert übrigens munter weit über 3000kcal pro Tag. Allein für die U.S., wohlgemerkt.
Ein Schelm, wer dem Kapitalismus die Schuld dafür gibt.

Salz Burger
00
20.10.2011, 23:11

Meine persönliche Erfahrung (Mann, Büroarbeit) bringt mich etwa auf 2000 pro Tag. 2700 ist mir viel zu hoch. Da verlasse ich mich auch nicht auf Empfehlungen sondern kann es ganz einfach selber testen und Herausfinden, was mir am Besten passt.

Was die Industrie produziert, ist da ziemlich egal, man muss ja nicht alles essen. Ich versuche gerade, die tägliche Menge an Kohlenhydraten unter 100 zu drücken und mit Eiweiß deutlich über 100 zu sein.

Jimmy Deen
00
15.8.2011, 11:20

das grundproblem des profit's. außer in der finanzindustrie sollte er nirgends was zu sichen haben. aufgrund der tatsache, daß wir aber alle auf geld angewiesen sind, wird überall versucht soviel gewinn wie möglich zu erzielen, ob gut oder schlecht für den jeweiligen zweck ist egal.

JackDaniels
02
27.7.2011, 09:49

mann hab ich jetzt bock auf nen burger =)

Se phia
00
26.7.2011, 21:54
Das ist aber wirklich Nichts Neues.

Lego12
04
26.7.2011, 13:36
wen wundert sowas überhaupt noch?

wir trainiern schon von klein auf, dass nur geschmacksverstärker lecker sind.
und nachdem die lebensmittelindustrie genauso wie jede andere gewinn machen muss, setzt sie alles daran (werbung, billige produkte, massenware, ausbeutung).

was hat den die "gesunde" nahrung an werbebudget, verglichen zu den der fast-food-industrie...werbung wirkt halt auch bei kindern.

Kra Wuzikabuzi
05
26.7.2011, 10:59
drum bereits jetzt auch in europa die lizenzen für diese fahrzeuge sichern...

http://www.thesmokingjacket.com/wp-conten... 239441.jpg

Chris Quast
00
26.7.2011, 13:00

homo americaniensis ?

mitom2
15
26.7.2011, 03:29

die US-schulspeisung ist eine katastrophe für sich allein. kinder sollen z.b. milch trinken, damit sie kalzium bekommen. die milch hat aber zucker drin, und erzeugt daher karies. der versuch, die zuckerhaltige milch zu entfernen, wird durch die schulbehorde boykottiert, weil die kinder laut deren meinung lieber die zuckermilch trinken sollen, als dass sie garkeine milch trinken. kinder essen pürierte hühnerknochen, und wissen nicht, woraus ketchup oder pommes hergestellt werden.

das und mehr ekelhaftes sieht man gut in "Jamie Oliver's Food Revolution"; hier der erste teil der ersten sendung der ersten staffel auf youtube.

http://www.youtube.com/watch?v=t7eaHytpJWQ

absolut sehenswert, was den kindern dort zugemutet wird.

CU TOM

SagServus
00
27.7.2011, 15:26

hab mir das gestern mal reingezogen.

War wirklich erschreckend was man da zum teil zu Gesicht bekommen hat.

Möchte auf der anderen Seite aber nicht wissen wie es teilweise bei uns so ausschaut.

nellymetnike
00
26.7.2011, 17:06

Jamie Oliver hat hier wirklich einen tollen Job gemacht! Daumen hoch!

xrichx
 
02
26.7.2011, 12:43

war selber in einer highshool ein jahr lang, und das am land, und denn noch gab es das grausigste vom grindigsten was man sich vorstellen konnte, das jahr hat mich überzeugt was gesunde ernährung betrifft und man freut sich wie ein kleines kind auf ein schwarzbrot zuhause... (das man vorher verschmäht hat)

Chris Quast
00
26.7.2011, 13:04

echt so arg ?

als bekennender fast food esser, zumindest dann und wann, d.h ich mach keinen bogen darum herum.

aber alle paar wochen einen normalen mc burger mit pommes, schaden nicht.

sicher wenns nur so zeug und scheinbar schlimmeres gibt, ist es wahrscheinlich nicht gesund. aber besser 1 warme malzeit als gar keine, wird man sich in den usa denken.

nette mischung aus dubai und albanien ;-)

SagServus
00
27.7.2011, 18:48

Das ist ja bei denen nicht nur einmal am Tag.

Wenn man sich das Video vom Jamie Oliver anschaut, dann gibts dort für die Kinder folgendes:

Zum Frühstück gibts Pizza, zu Mittag gibts Chicken Nuggets mit Pommes und zum Abendessen gibts von den Eltern dann auch nix anderes.

natoll
11
26.7.2011, 09:00

so ist es. sollten sich wirklich einige mal ansehen. vor allem den aufstand der kinder die überhaupt keinen bezug mehr zu normaler ernährung haben.

SagServus
02
26.7.2011, 08:55

Hab im Fernsehen mal nen Beitrag gesehen (glaube es war sogar ein österreichischer) wo man Kindern in einem Kindergarten "rohes" Obst vorgesetzt hat.

Keines der Kinder konnte das Obst erkennen, noch hats ihnen geschmeckt. Der Grund: Den Kindern wurde zu Mittag immer dieses überzuckerte Dosenkompott vorgesetzt.

Chris Quast
00
26.7.2011, 13:11

da macht die barbara van melle gute aufklärungsarbeit denk ich.
http://www.slowfood-wien.at/

vielleicht hat es zwar einen etwas elitären tough, aber ich denke man kann sich da sicher das eine oder andere abschauen.
eigentlich eh traurig, dass das bei uns auch schon so nötig ist.

als landei, kenne ich ja noch obst und gemüse, bzw. komme leicht dazu ;-).

Der Kluge
10
25.7.2011, 23:13

Gibt es eine klare Definition von fast food?
Ist alles fast food in größerer Menge ungesund?

Die österreichischen Jugendlichen werden aber auch immer übergewichtiger. Notwendig wäre auch ein ordentlicher Turnunterricht/Drill an unseren Schulen. Hier liegt vieles im Argen.

Jimmy Deen
00
15.8.2011, 10:29

kein drill kann aufklärung ersetzen

hagane
00
26.7.2011, 12:06

nein, es gibt keine klare definition die geseztlich festgelegt ist.
drill brauchts schon gar nicht, sondern das wecken der freude an bewegung.

nellymetnike
08
25.7.2011, 21:41

Lebe zur Zeit in den USA und mich wundert gar nichts mehr. Ich gebe hier ein Vermögen für hochwertiges Essen (Bio-Produkte) aus und könnte mir unglaublich viel Geld sparen, würde ich mich von Fast Food und Fertig-Produkten ernähren.
Ich habe das Gefühl, gesunde Ernährung bleibt den Wohlhabenden vorbehalten und die, die sich´s nicht leisten können, dürfen den ganzen industriellen gefertigten Dreck zusammen essen.
Das ist ein riesiges gesellschaftliches Problem hier, Macci darf in den Schulen sogar Werbung machen, das ist mehr als nur bedenklich!
Und nix für ungut, das was die in den Schulen hier auftischen, is für mich genauso Fast Food wie das, was die Kids beim Mc Donalds bekommen.

Salz Burger
30
9.10.2011, 19:16

Ich finde, ein Cheeseburger ist ein recht hochwertiges Essen. Was wirklich dick macht, sind die Pommes und die süßen Getränke dazu.

Werbung verbieten finde ich auch falsch. Die Kinder sollen ja etwas lernen und da gehört der Umgang mit Werbung dazu.

Nick31
00
10.10.2011, 13:49
Wie bitte? HOCHWERTIG?

Weißbrotlaibchen: Nährwert = Null, Schaden mit dem von Zucker zu vergleichen.
Käse: Ein Thema für sich. Das Wissen darüber setzt sich aber eh grade durch.
Fleisch: Cholesterin und Fett. Auch nicht wirklich lebensverlängernd.
Unterm Strich: Schrott. Wem's schmeckt, bitte. (mir eh auch) Aber hochwertig?? Sicher nicht.
...Pommes und Soft Drinks: Natürlich ebenfalls purer Schrott für den Körper. Die oben aufgezählten Komponenten als "gesünder" hinzustellen, wäre jedoch dasselbe, wie den Tod durch die Giftspritze "gesünder" als den Tod durch den elektrischen Stuhl zu bezeichnen.

Werbung: Was sollen Kinder bitteschön lernen, wenn Milchschnitten mit den Worten "das Beste aus der Milch" beworben werden?
Oder "Fleisch macht klug"?

Salz Burger
00
10.10.2011, 14:43

Beim Brötchen sind wir uns einig, es ist das ungesündeste am Cheeseburger.

Beim Fleisch haben Sie das Wichtigste vergessen: Eiweiß. Cholesterin ist heute kein Thema mehr, diese Irrlehre wurde längst widerlegt. Fett ist, genauso wie Eiweiß, lebensnotwendig.

Das Problem beim Fastfood dürfte eher das Aufdrängen von Pommes und zuckerhältigen Getränke sein. Das ist scheinbar der Standard. Man hat schon Erklärungsbedarf, wenn man stattdessen Salat und Cola light will.

Ich esse fast täglich in Fastfood-Restaurants und habe gute Erfahrungen. Natürlich nur, wenn man selber aussucht, was man essen will und sich keine Pommes und Zuckersäfte aufdrängen lässt.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Fleisch wirklich das Denken fördert.

isai
00
20.10.2011, 17:37
Salat und Cola Light

Salat ist (soweit er wirklich frisch "geerntet" und verarbeitet ist) gesund - Cola light schadet dem Körper noch mehr als das "normale" Cola

BTW: Cola Light ist u.a. ein tolles Reinigungsmittel - wirkt besser und schärfer als Essig

Wenn man sich sonst nicht ständig mit Junk- oder Fast-Food ernährt und versucht ausgewogen abwechslungsreich zu essen, dann ist's kein Problem sich zwischendurch mal Burger-Menüs mit allem Drum und Dran zu vergönnen

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