Österreich aus A-Division abgestiegen

24. Juli 2011, 20:04
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Klassenerhalt nach 62:78-Niederlage gegen Litauen verpasst - Team Austria beendet EM auf Platz 15

Bilbao - Österreichs Basketball-Junioren müssen aus der A-Division der Europameisterschaft absteigen. Zum Abschluss der U20-EM in Bilbao verlor die ÖBV-Auswahl am Sonntag das entscheidende Spiel um den Klassenerhalt gegen Litauen 62:78 (31:44). Damit landete das Team von Head Coach Werner Sallomon vor den Kroaten, die ebenfalls in die B-Kategorie absteigen müssen, auf dem 15. Endrang.

Bereits im ersten Viertel läuft das Team von Head-Coach Sallomon einem hohen Rückstand hinterher, die ÖBV-Auswahl kämpft aber in der Folge verbissen um den Anschluss. In der Summe können die letzten drei Viertel sogar gewonnen werden, der frühe Rückstand ist aber zu hoch, um in das Spiel zurückzukommen.

Bis zum Spielstand von 6:7 bzw. 9:11 ist das Spiel ausgeglichen, danach setzen die Litauer zum entscheidenden Zwischenspurt an: Ein - im Nachhinein gesehen vorentscheidender - 17:0 Lauf kann auch von einer Auszeit nicht unterbrochen werden - vielleicht waren einige Spieler dem Druck nicht gewachsen.  Österreich schwant Böses beim Blick auf die Anzeigentafel: 11:28. In Viertel zwei wird auf Zonen-Verteidigung umgestellt, um den feinen litauischen Rhythmus zu brechen. Romed Vieider zieht den Kopf aus dem Trikot, erzielt neun Punkte und trägt damit maßgeblich zur Verkürzung des Rückstandes auf 31:44 bis zur Pause bei. Grundsätzlich wurde viel geworfen aber wenig getroffen.

Es war ein gutes Konzert

So oft die Österreicher den Litauern das Leben schwer machten, so selten landeten die Rebounds bei Rot-Weiss-Rot. 34:54 lautete die Rebound-Statistik für die Balten: Zahlen die kein Comeback zulassen. Letztendlich endet das Turnier für die ÖBV Auswahl mit einer 62:78 Niederlage und der Gewissheit beim erstmaligen Antreten im Konzert der großen Nationen gute Figur gemacht zu haben. Die Überraschung, neben Kroatien noch einen zweiten Basketball-Giganten ins Tal der Tränen zu schicken, war möglich.

Head Coach Sallomon zum Spiel: "Durch ihre körperliche Überlegenheit hatten die Litauer ein starkes Übergewicht am Rebound. Insgesamt 54 Rebounds im Vergleich zu unseren 34 bescherten unseren Gegnern viele Ballbesitze bzw. zweite Wurfchancen unter dem Korb. Auch unser Prozentsatz bei den 2-Punkte-Würfen war nicht hoch genug um dieses Spiel zu gewinnen. Um diesen Gegner zu besiegen, hätte heute alles passen müssen."

Sportkoordinator Robert Langer: "Die Basketballnation Litauen war heute ein sehr starker, letztendlich leider unüberwindbarer Gegner. Unser Team hat hier in Bilbao zehn Tage lang Werbung für den österreichischen Basketballsport gemacht. Betreuer und Spieler haben ihr bestmögliches gegeben und unser Land würdig vertreten. Die Rückmeldungen von den Betreuern der anderen Teams aber auch der FIBA-Europe-Führungspersönlichkeiten zur Leistung unserer Mannschaft waren überwältigend positiv. Ich bin stolz auf die Steigerung dieses Teams, das vor zwei Jahren noch die Nummer 27 in Europa war und heuer auf dem 15. Platz gelandet ist. Der Klassenerhalt wäre für uns das Tüpfelchen auf dem I gewesen." (APA/red)

Sonntag-Ergebnis der U20-Basketball-EM in Bilbao - Abstiegsrunde:

Österreich - Litauen 62:78 (31:44).

Beste ÖBV-Werfer: Maresch 18, Linzer 10, Vieider 9

  • Guard Thomas Klepeisz hatte ebenso wie seine Kollegen keine gute Wurfquote.
    foto: öbv/novak

    Guard Thomas Klepeisz hatte ebenso wie seine Kollegen keine gute Wurfquote.

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