Aktivisten drohen Datenbank ins Web zu stellen, wenn Umfang des Datenlecks nicht veröffentlicht wird
Die Verantwortlichen hinter dem Hack der GIS-Kundendatenbank und Betreiber des Twitter-Accounts @AnonAustria haben ein Ultimatum gestellt. Sollte die GIS nicht bis zum 25. Juli um 18 Uhr veröffentlichen, welche Kundendaten gestohlen wurden, soll ein "zensiertes Backup der Datenbank" veröffentlicht werden.
GIS: Kein Backup von Datenbank
Die Hacker hatten die Homepage des "Gebühren Info Service GmbH" am Freitag gekapert und ihr bekanntes Logo samt geflügeltem Pony auf der Seite hinterlassen. Nach Angaben der GIS von Freitag sei es undenkbar, dass ein Backup mit über 200.000 Datensätzen inklusive aller Vor- und Nachnamen, Geburtsdaten und Kontodaten angefertigt worden sei, "da Website und Datenbank auf verschiedenen Servern liegen".
"Geht nicht darum Zwangskunden zu schaden"
AnonAustria teilt nun in einem weiteren Statement mit, dass man sehr wohl in Besitz dieser Daten sei. "Es geht uns dabei nicht darum, den Zwangskunden zu schaden. Vielmehr wollen wir die eklatanten Verstöße der GIS gegen das Datenschutzgesetz aufzeigen. Keinesfalls dürfen solch sensible Daten über Jahre hinweg gespeichert werden und schon gar nicht für praktisch jedermann so leicht zugänglich gemacht werden", heißt es in dem Schreiben. Die Website der GIS war Sonntagnachmittag nicht erreichbar.
Update: Montag, 11:45
Anonymous Austria hat mittlerweile einen Countdown gestartet, der die Zeit bis zum Ende des Ultimatums angibt. Die GIS war am Montagvormittag für keine Stellungnahme erreichbar. (red)