Maximal fünf Wochen

Vorstoß für weniger Kindergarten-Schließzeiten

24. Juli 2011, 08:15
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    foto: roland weihrauch dpa/lnw

    Die Türen könnten bald öfters geöffnet sein.

Neue Einrichtungen sollen maximal fünf Wochen im Jahr geschlossen sein dürfen

Wien - Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) will nun offenbar Druck bei den Schließzeiten und Qualitätsstandards der Kindergärten machen: Im Zuge der 15a-Vereinbarung über den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, die gerade mit den Ländern verhandelt wird, bringe er diese Themen ein, wie Mitterlehner im Gespräch mit der APA erklärte. So sollen neue Einrichtungen im Jahr maximal fünf Wochen geschlossen haben dürfen.

Bei der 15a-Vereinbarung geht es darum, dass der Bund den Ländern auch in den Jahren 2012 bis 2014 wieder jährlich 15 Mio. Euro und heuer zehn Mio. Euro zum Ausbau der Kinderbetreuung zuschießt. Im Zusammenhang mit dem neuen Bund-Länder-Vertrag wolle man die Problematik der Schließzeiten im Sommer lösen. In die Verhandlungen, die seit Ende Juni laufen, hat Mitterlehner eingebracht, dass alle neuen Einrichtungen 47 Wochen im Jahr offen sein müssen - nehme man Weihnachten und Ostern her, blieben so für den Sommer höchstens zwei Wochen Ferien übrig.

Auch Qualitätsstandards, also bundesweite Empfehlungen über Mindeststandards, will Mitterlehner stärker in die Verhandlungen einbeziehen - hier gehe es etwa um die Ausbildung und die Gruppengrößen. Es handle sich um Verhandlungsziele und noch kein Ergebnis, betonte der Minister aber auch. Nach bisherigem Feedback der Länder gefragt, räumte Mitterlehner ein, dass es durchaus auch Einwendungen gebe.

Man bringe Qualitätsstandards für neue Kinderbetreuungsplätze jedenfalls mit in die Verhandlungen ein und glaube, dass sich dadurch auch für bestehende die "Kultur insgesamt in die Richtung verändert, wie es gewünscht wird". Mitterlehner geht davon aus, dass die 15a-Vereinbarung bis zum Herbst zum Großteil ausverhandelt sein wird.

Zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) - aus dem etwa die Familienbeihilfe finanziert wird und der ein Minus von 3,6 Mrd. Euro verzeichnet - habe man beim IHS eine Studie in Auftrag gegeben. Diese beschäftige sich damit, was die Kernaufgaben sind und was "sozusagen oktroyierte Aufgaben" betrifft, erklärte Mitterlehner. Damit soll das Ministerium auch eine Darstellung erhalten, wie sich die "Dynamik der Kosten" entwickelt hat. Dann werde man versuchen, "den politischen Gestaltungsspielraum so zu nutzen, dass wir eine Zukunfts- und Handlungsfähigkeit des FLAF sicherstellen".

Da gehe es etwa darum, wie es mit Pensionsleistungen oder Unterhaltsvorauszahlungen ausschaue. Angesprochen darauf, dass eine mögliche Ausgliederung dieser Bereiche aus dem FLAF ja nur eine Verschiebung des Problems in andere Ressorts bedeuten würde, meinte Mitterlehner: "Das möchten wir eben nicht haben." Es werde auch darum gehen, ob man "in der Substanz" bessere Lösungen finden könne. Beispielsweise habe man im Vorjahr an Unterhaltsvorschüssen aus dem FLAF knapp 60 Mio. Euro nicht mehr zurückbekommen - die Frage werde etwa sein, ob man ein "intensiveres Eintreiben" bei den Verpflichteten erreichen könne.

Weitere Sparmaßnahmen im Familienbereich befürchtet Mitterlehner in den nächsten Jahren nicht: Es sei "nicht vorgesehen im Budgetrahmenplan, dass es im Familienbereich weitere Kürzungen geben soll. Das ist erfreulich." Der Bereich der Geldleistungen bleibe fix, der Sachkostenanteil werde durch die vorher beschriebenen Leistungen (bei der Kinderbetreuung, Anm.) sogar steigen. (APA)

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Thomas Felder1
00
29.7.2011, 01:55
zuerst

mehr personal, dann kann man darüber reden

jana_einsteinova
00
30.7.2011, 15:25

die sommermonate könnten ev angehende kindergärtnerinnen/praktikantinnen übernehmen.

hel
00
25.7.2011, 07:11
um welche Bundesländer geht es da eigentlich?

Mir drängt sich die Frage auf welche Bundesländer hier gemeint sind. Gibt es in Wien überhaupt Kindergärten mit langen Sommerpausen?

guggi102
00
25.7.2011, 07:57

Bei uns ist z.B Weihnachten 2 Wochen, Ostern eine Woche und den ganzen Juli geschlossen - oö Landgemeinde.

Marlon62
00
25.7.2011, 07:38
Die meisten Privatkindergärten

sperren im Sommer 1-2 Monate zu. Öffentliche haben seit mehreren Jahren über die Sommermonate geöffnet. Lediglich über Weihnachte schließen die kleineren Gemeindekindergärten, während die größeren als Ausweicheinrichtungen für Kinder von Eltern, die nicht frei haben, geöffnet bleiben.
Man braucht aber nur schauen, aus welchen Bundesländern der meiste Widerstand kommt, um zu wissen, welche Länder derzeit zusperren.

fertigprodukt
100
24.7.2011, 19:34
vorstoß???

doch eher rückschritt!
arme kinder. :-(

Bürger Europas
06
25.7.2011, 10:30
Oh, mein Herrgott, die armen Kinder!!

Von 14 Stunden am Tag hängt meine Tochter 4 Stunden + 1,5 Stunden Mittagsschlaf nicht am Rockzipfel ihrer Mutter!
Und es kommt noch grausamer: von den verbleibenden 8,5 Stunden verbringt sie auch noch 2-3 Stunden mit ihrem Vater!

Rabenmutter! Und man merkt es dem Kind an: Es ist total ausgeglichen und sozialkompetent! Armes Kind.

le cafard
00
25.7.2011, 01:51
Rückschritt für die "armen" Kinder?

Warum?

milter
80
25.7.2011, 02:21

Vielleicht weil dann manche ihre eltern nicht mehr oft sehen werden. lang lebe der kapitalismus

Thomas Felder1
00
29.7.2011, 01:56

bei sehr vielen ist das auch besser so

pereswon
01
25.7.2011, 13:49
Falls das nicht nur eine Troll-Meldung sein soll, hier eine ernstgemeinte Antwort:

Das möglichst frühzeitige und nachhaltige Entfernen der Kinder in alle möglichen Einrichtungen, von KiTa bis hin zu diversen Sommerlagern war und ist eindeutig eine Angelegenheit kommunistischer Staaten.

jose luis schuster
00

angeblich haben die leute in kommunistischen staaten meistens 2-3 mahlzeiten pro tag zu sich genommen. ist das jetzt auch schlecht?

Thomas Felder1
00
29.7.2011, 01:57

war ist richtig. jetzt musse alle arbeiten

vandermonde
00
26.7.2011, 13:22
Und?

pereswon
00
27.7.2011, 09:11
Was "und"?

lesen --> denken --> verstehen

halvar van flake
00
25.7.2011, 10:37
das ist manchmal ein segen.....

....manchmal nicht. meistens aber nicht wirklich wichtig.

guggi102
01
25.7.2011, 08:00

Die habens bisher auch nicht gesehen, die wurden halt herumjongliert zwischen Tanten, Omas und Freundinnen.

Es gibt leider nur 5 Wochen Urlaub im Jahr, aber sie sind herzlich eingeladen, mehr bei der Wirtschaftskammer durchzusetzen, wenn ihnen die Kinder so leid tun.

le cafard
05
25.7.2011, 05:51
"Beim Kindergarten als Ort des Glaubens- und Kulturkampfes sind die Objekte der Mission am schwächsten." - Horst Herrmann, „Die Kirche und unser Geld“, 1992

Ich denke eher, dass Sie - eventuell unwillkürlich - falsche Vorurteile unbedacht wiederholen.

Nicht Sie, andere argumentieren so:
1) Die Frau muss bei den Kindern und beim Herd bleiben, die Kleinfamilie ist am ehesten erpressbar und beeinflussbar.
2) Dazu muss sie gezwungen werden, am besten durch fehlende Kinderbetreuungseinrichtungen, dann ergibt sich der Rest von selbst.
3) Alles was den Horizont erweitert ist sowieso schädlich.

Das, was Kinder im Kindergarten, erziehungsergänzend und keinesfalls -ersetzend, erleben können, wird in der Kleinfamilie nicht möglich sein.

Blicken Sie doch mal kurz in andere Länder und Kulturen, Sie werden sehen, dass es viele Meinungen gibt.

LEFTHAND
13
24.7.2011, 19:14
Wo bleibt die Gewerkschaft...

die z.B. bei den Lehrern immer gleich aufschreit? Ah ja, diese Pädagogen hier sind ja 2.Klasse. Guten Abend Österreich...

vibraphone
13
24.7.2011, 22:07
Vielleicht sollten die Kinder - möglichst ab dem Krabbelstubenalter eine Gewerkschaft gründen,

damit auch für Ihre Anliegen und Rechte gekämpft wird

keywords
00
25.7.2011, 17:02

seh ich das richtig?

völlige aufopferung, oder totaler verzicht?

isai
00
24.7.2011, 17:49
Sind sie mit Ihrem Posting im falschen Artikel-Forum gelandet oder gibt's da etwa einen Zusammenhang?

Carla Sociale
74
24.7.2011, 17:57
Für jene, die über zu wenig Kinderabstellvorrichtungen jammern.

Sie hätten das Problem verhindern können.

Bürger Europas
01
25.7.2011, 10:32

Sperr Du Deine Kinder nur zuhause ein. Das wird ihnen sicherlich besser tun, als wenn sie täglich 3-5 Stunden in großen Gruppen gemeinsam spielen und lernen müssten.

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