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Dürre in Afrika: EU stockt Hilfen auf

24. Juli 2011, 10:27
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    foto: schalk van zuydam/ap/dapd

    Eine Frau und ihr Kind bekommen medizinische Betreuung in Kenia.

EU-Kommissarin Georgieva ist auf dem Weg nach Kenia - UN: Können zwei Millionen hungernde Somalier nicht erreichen

Brüssel/Dadaab - Die Vereinten Nationen haben nach eigenen Angaben keine Möglichkeit, mehr als zwei Millionen vom Hungertod bedrohten Somaliern zu helfen. Möglicherweise müssten Lebensmittel von Flugzeugen aus über einigen von Islamisten kontrollierten Gebieten abgeworfen werden, erklärten Mitarbeiter des Welternährungsprogramms (WFP) am Samstag. Der Zugang zu 2,2 Millionen Menschen werde verwehrt, sagte WFP-Direktorin Josette Sheeran. Sie beschrieb Somalia als den gefährlichsten Ort, an dem das WFP weltweit im Einsatz sei. "Aber die Menschen sterben. Es geht nicht um Politik, es geht jetzt darum, Leben zu retten."

EU stockt Hilfen auf

Die Europäische Union stockt ihre Hilfen für hungernde Menschen am Horn von Afrika auf. EU-Kommissarin Kristalina Georgieva sagte am Samstag zu Beginn ihrer Keniareise zu, dass die Kommission weitere 88 Millionen Euro für die Linderung der Not in dem Katastrophengebiet bereitstellen werde. Damit steigen die Hilfeleistungen der Kommission für die Region auf fast 160 Millionen Euro.

"Die Krise am Horn von Afrika hat ein bislang ungekanntes Ausmaß angenommen und erfordert daher Hilfe in einem noch nie erreichten Umfang", sagte die für Katastrophenhilfe zuständige Kommissarin Georgieva. In diesem Jahr hat die Behörde der Region bereits 70 Millionen Euro bereitgestellt.

Reise nach Kenia

Georgieva werde das Flüchtlingslager Dadaab besuchen und dort Familien treffen, die Somalia verlassen mussten, weil die jahrzehntelangen Konflikte und die schlimmste Dürre seit sechzig Jahren nun zu einer Hungersnot geführt haben, hieß es in Brüssel. Die Kommissarin werde außerdem Vertreter kenianischer Behörden treffen und mehrere EU-Projekte besuchen. Dürre, Massenvertreibungen und hohe Nahrungsmittelpreise am Horn von Afrika haben nach Angaben der Kommission die weltweit größte humanitäre Krise ausgelöst, die derzeit rund elf Million Menschen trifft.

Mit dem neuen Hilfepaket der Kommission werden Nahrungsmittel für die am stärksten gefährdeten Haushalte bereitgestellt. Zudem leistet die EU Unterstützung gegen Viehkrankheiten in Kenia, Äthiopien, Somalia und Dschibuti.

IKRK verteilte im Süden Somalias Lebensmittel

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat nach eigenen Angaben 400 Tonnen Lebensmittelhilfe im von der radikalislamischen Shebab-Miliz kontrollierten Süden Somalias verteilt. Die Güter seien bereits am Samstag "ohne Zwischenfälle" im Bezirk Bardera in der Provinz Gedo verteilt worden, sagte ein IKRK-Sprecher in der kenianischen Hauptstadt Nairobi am Sonntag der AFP. Es sei das erste Mal seit 2009, dass das IKRK in den von den Shebab-Milizen kontrollierten Gebieten Nahrungsmittelhilfen direkt an die Bevölkerung ausgegeben habe.

Die Provinz Gedo grenzt an die Provinzen Bakool und Lower Shabelle, für die die UNO angesichts der Dürrekatastrophe am Horn von Afrika offiziell eine Hungersnot ausgerufen hat. Die Shebab-Miliz hatte angekündigt, keine internationale Hilfe für die hungernden Menschen zulassen zu wollen; ausländischen Hilfsorganisationen werde eine Wiederaufnahme ihrer Arbeit in der Region nicht erlaubt. Der IKRK-Sprecher sagte nun, die Auslieferung der Lebensmittel sei "mit vollständiger Transparenz" für die örtlichen Behörden abgelaufen, also für die Shebab-Miliz. Die Hilfsaktion sei vollständig vom IKRK selbst ausgeführt worden.

Den Angaben zufolge war die Lebensmittelhilfe für 4.000 Familien und damit etwa 24.000 Menschen bestimmt. Jede Familie habe rund 100 Kilogramm Lebensmittel bekommen, darunter 20 Liter Speiseöl und mehr als 40 Kilogramm Reis, sagte der IKRK-Sprecher. Weitere Lieferungen sollten in den kommenden Tagen folgen.(APA)

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19 Postings
Wolfgang Lederbauer1
00
25.7.2011, 00:11
"Die Krise am Horn von Afrika hat ein bislang ungekanntes Ausmaß angenommen und erfordert daher Hilfe in einem noch nie erreichten Umfang"..... die schlimmste Dürre seit sechzig Jahren nun zu einer Hungersnot geführt...

Teil 2:

Gibt es so etwas wie Sonderförderungen?

Ob sich die österreichische Forschungsförderungslandschaft dazu eignet?

http://so-for-humanity.com2000.at

Wolfgang Lederbauer1
00
24.7.2011, 23:05
"Die Krise am Horn von Afrika hat ein bislang ungekanntes Ausmaß angenommen und erfordert daher Hilfe in einem noch nie erreichten Umfang"..... die schlimmste Dürre seit sechzig Jahren nun zu einer Hungersnot geführt...

Wenigstens jetzt hilft die Europäische Union.

Es handelt sich um eine dramatische Situation, die allerdings schon länger abzusehen war.

Wie wäre der betroffenen Bevölkerung zu helfen?

Wir meinen durch die Errichtung von zahlreichen Brunnen, bei denen das Wasser zB. mit Solarenergie gefördert wird.

Entsprechende Konzepte für das rasche Errichten von Brunnen ( innerhalb weniger Tage bis 50 m Tiefe und mehr ) haben wir erarbeitet. Nun müßte eine intensive Forschungs- und Entwicklungsphase beginnen und sofort Testprojekte errichtet werden.

Wie kann man die Europäische Union ansprechen, ohne hohe Mittel für Eigenleistungen zu investieren?

Gibt es so etwas wie Sonderförderungen?

Ob sich die österreichische Forschungsförderungslandschaft d

Logyal
01
24.7.2011, 21:13
Resultat programmatischer Lebenszerstörung

Somalia, Land mit fast flächendeckender Vollbeschneidung der Frau, hat sich auch (3 Jahre ohne Regen sind eine Katastrophe) selber ins Disaster gewirtschaftet. Damit sei nicht nur die Polik der islamistischen Führung gemeint -sondern die idiotische Ziegenwirtschaft, das Entfernen der letzten Gehölze für Pferche etc..

die Großmutter
00
25.7.2011, 00:46

Gesellschaften die ihre Frauen derartig malträtieren , wie sollen die zum Erfolg kommen ?

Carlito336
22
24.7.2011, 18:59
160 Mio für Millionen Hungernde in ganz Ostafrika

Es wird wohl nicht alles sein?

Was kostet "dem Westen" ein Tag Bombenkrieg gegen Libyen und die militärische Hochrüstung der bewafneten Marodeure?

Vorstadtmama
 
01
24.7.2011, 10:58
...die derzeitigen Machthaber in Somalia lehnen die Hilfe ab..

Natürlich kann es sein, dass sie eine militärische Einmischung fürchten und daher ihr Volk lieber verhungern lassen. Es könnte aber auch sein, dass sie eine Zerstörung der (noch verbliebenen) lokalen Landwirtschaft durch Gratislebensmittellieferungen fürchten. Bauern, deren Produkte auf einmal unverkäuflich sind, werfen das Handtuch und stellen sich auch in die Schlange fürs Gratisessen. Für Fischer, Jäger und Händler gilt das gleiche. So entsteht eine dauerhafte Abhängigkeit. Wie wärs, wenn die Helfer die Hilfesuchenden fragen, was sie (außer Waffen natürlich) brauchen? ... Unten hat jemand behauptet, die Milizen in Somalia "räumen die Hilfe ab". In diesem Fall scheint das nicht zu stimmen. Die wollen sie nämlich gar nicht ins Land lassen

Johannes Benn
01
24.7.2011, 12:23
.

oder aber die machthaber wollen einfach nur den preis dafuer in die hoehe treiben die helfer am ende doch reinzulassen

Rainer Fehringer
00
24.7.2011, 08:52
Einfach zum Nachdenken

160.000.000 Euro für Afrika
109.000.000.000 Euro für Griechenland

Montgomery McFerryn
00
24.7.2011, 18:40

Nahrungsmittel sind einfach nicht so teuer.

Vorstadtmama
 
01
24.7.2011, 10:40
..und beide sind über diese Form von Hilfe alles andere als glücklich...

In beiden Fällen mischt sich die sogenannte "Hilfe" in die Lokalpolitik ein und zerstört die Wirtschaft. Es scheint fast, als wäre das die Absicht der "Helfer".

Johannes Benn
00
24.7.2011, 12:25
.

ob die hilfe langfristig gut ist oder aber nicht erwuenschte nebenfolgen hat ist die eine frage, aber ich bezweifle dass die notleidenden diesen zusammenhang ueberblicken, sie werden wohl schon gluecklich sein

mehr differenzierung
30
23.7.2011, 22:01
shame eu

2011 so eine katastrophe. infrastruktur
und versorgung in kenia sicherstellen.
sollte einfach sein für eu. und auch eine klare sahe.
ohne zu überlegen.

Montgomery McFerryn
02
24.7.2011, 18:41

Was sie meinen wäre aus Afrika wieder eine Kolonie zu machen, sind aber unabhängige Staaten, da können sie nicht so einfach rumfuhrwerken wie sie wollen.

Bertel Mann
11
24.7.2011, 21:03
Wieso nicht?

Wir bombardieren ja auch wie wir wollen.

hermit d. marie
01
24.7.2011, 19:26
ich auch

Ihre allerwerteste Meinung betr. Kolonialisierung Afrikas dürfte die vielen Menschen, die am verhungern sind bzw ihren Kindern beim Verhungern zusehen müssen, wahrlich garnicht interessieren.

readymate
34
23.7.2011, 13:38
EU stockt Hilfen auf

und die dortigen Milizen räumen diese hernach ab...!

.

Bürger Europas
83
23.7.2011, 16:20

Entschuldige, aber du bist ein Trottel.

readymate
33
23.7.2011, 19:44
Bist offensichtlich

selber einer!

Und von den Hilfsgüterverteilungskreisläufen in von Milizen beherrschten Krisengebieten scheinst obendrein keine Ahnung zu haben!

.

Herr Dorftrottel
31
23.7.2011, 17:45
Einfach zum Nachschenken

so wie du?

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