Zwei Cannes-Löwen aberkannt, Ausschluss vom Festival 2012

22. Juli 2011, 20:11
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Kia-Sujets von der brasilianischen Agentur Moma Propaganda vom Kunden nicht freigegeben

Ein Comic, zwei Bilder: Links eine harmlose Szene, rechts dann Fantasien dazu, "A different Temperature on Each Side". So wollte die Agentur Moma Propaganda aus Brasilien die Zwei-Zonen-Klimaanlage im Kia Sportage bewerben. Den Juroren in Cannes gefielen die Arbeiten "Teacher" und "Princess" so gut, dass sie dafür eine Löwen in Silber bei Press und einen bronzenen Lion in der Kategorie Outdoor vergaben.

Löwen aberkannt, Kreative vom Festival 2012 ausgeschlossen

Nur, die Sujets wurden vom Kunden so nie freigegeben. Die Cannes-Organisatoren haben die zwei Löwen jetzt aberkannt, die Agentur habe nicht beweisen können, dass die Cannes-Regeln eingehalten worden seien, heißt es dazu in einer Presseaussendung. Außerdem wurden die Kreativen, die die Kampagne in Cannes eingereicht hatten, für das kommende Jahr vom Werbefestival ausgeschlossen.

Pädophilievorwürfe, Kia distanziert sich

Zuvor gab es heftige Diskussionen über die Kampagne, Pädophilievorwürfe wurden laut. Kia reagierte bereits kurz nach der Vergabe der Löwen. Am 24. Juni distanzierte sich das Unternehmen in einer Pressemitteilung von den Sujets, sie würden nicht den Werten von Kia entsprechen. (red)

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