56 Prozent misstrauen Jaroslaw Kaczynski

22. Juli 2011, 14:22
  • Artikelbild
    foto: reuters/kacper pempel

    Jaroslaw Kaczynski, unbeliebt

Präsident Komorowski laut Umfragevertrauenswürdigster Politiker

Warschau - Präsident Bronislaw Komorowski befindet sich auf der Liste der vertrauenswürdigsten Politiker Polens in Führung. Ihm vertrauen zwei Drittel der Polen (66 Prozent), wie aus der neuesten Umfrage des CBOS-Instituts hervorgeht. Weiter hinter in der Rangliste platzierten sich Premier Donald Tusk (51 Prozent) und Außenminister Radoslaw Sikorski (50 Prozent). Alle drei sind mit der rechtsliberalen Regierungspartei Bürgerplattform (PO) verbunden (Komorowski verzichtete auf seine Mitgliedschaft nach seiner Amtsübernahme).

Hohes Vertrauen genießt auch Vizepremier und Wirtschaftsminister Waldemar Pawlak. Dem Chef der mitregierenden moderaten Bauernpartei PSL vertrauen 45 Prozent der Befragten. Eine etwas schwächere Note (43 Prozent) bekam Ryszard Kalisz, Abgeordneter des Bündnisses der Demokratischen Linken (SLD), der auf das beste Resultat unter den Oppositionspolitikern stolz sein kann. Er überholte um einen Prozentpunkt seinen Parteichef Grzegorz Napieralski, der im Vergleich zum letzten Monat fünf Prozentpunkte verloren hat. Trotz nicht immer positiver Presseberichte und der Forcierung der unpopulären Reform des Gesundheitswesens vertrauen Gesundheitsministerin Ewa Kopacz (PO) immer noch 39 Prozent der Polen. Das ist um einen Prozentpunkt mehr als für den Parlamentspräsidenten Grzegorz Schetyna (PO), der sein Ergebnis seit Juni um sechs Prozentpunkte verbessert hat.

Auf der Liste der Politiker, denen die Polen am meisten misstrauen, ist der Chef der rechtskonservativen Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski, der absolute Vorreiter. Mehr als die Hälfte der Polen (56 Prozent) misstraut ihm. Im letzten Monat stieg der Anteil der Bürger, die ihr Misstrauen gegenüber Kaczynski deklarierten, um vier Prozentpunkte. An zweiter Stelle platzierte sich der PiS-Abgeordnete Antoni Macierewicz, dem 40 Prozent der Befragten misstrauen. Dritter ist bereits Regierungschef Tusk mit 29 Prozent der negativen Antworten.

Seit der letzten Befragung verlor die ehemalige Chefin der rechtskonservativen Partei "Polen ist am wichtigsten" (PJN), die von PiS-Abtrünnigen gebildet worden war, Joanna Kluzik-Rostkowska, das meiste Vertrauen. Ihr unerwarteter Wechsel in die PO bewirkte, dass das Misstrauen in die Politikerin im vergangenen Monat um neun Prozentpunkte auf 26 Prozent stieg.

Hoch oben in der Liste der nicht vertrauenswürdigen Politiker platzierten sich auch Gesundheitsministerin Ewa Kopacz (26 Prozent) und Infrastrukturminister Cezary Grabarczyk (24 Prozent). Präsident Komorowski misstrauen 14 Prozent der Polen. (APA)

Kommentar posten
23 Postings
alpentiger
02
23.7.2011, 19:54
Keinen Gebrauchtwagen von dem Typen ....

die beiden Brüder warer das schlimmste, was sich das polnische Volk an Egomanen verdient hat.

saratoga
00
25.7.2011, 23:53
Kaczynski

Kaczynski Brüder sind und waren 2 extrem dumme Bauern Tölpel, mit Null Bildung und Hirn.

pago1
02
23.7.2011, 12:45
eine gefahr für europa

vor allem diese fundamistische religionshörigkeit

byron sully
01
23.7.2011, 15:42

nicht mehr wirklich, denn die ära der kaczynskis und der PiS (bzw. die gefahr derer rückkehr an die macht) scheint eher vorbei. selbst wenn die PiS bei der wahl um die 30% bekommt (die umfragewerte gehen eher richtung 25%), so gibt es weit und breit keine andere partei, die mit ihr koalieren wollen würde (bis auf vielleicht die kleine PiS-abspaltung PJN, bei der aber nicht sicher ist, ob sie überhaupt die 5%-hürde schafft).

Salz Burger
00
23.7.2011, 14:11

Gibt es die in Polen wirklich noch?

Wladimir Burdajewicz
 
00
23.7.2011, 18:19
Gibt es die in Polen wirklich noch?

Stellen Sie sich vor fast 40 Mio. leben in Europa. Weiter als Tellerrand nicht geschaut?.

ern3st
00
23.7.2011, 19:38

er meint wohl die religionshörigkeit

Wladimir Burdajewicz
 
00
23.7.2011, 22:00
Fahren Sie nach Polen.....

und überzeugen Sie sich selber. Ich garantiere Ihnen: Sie finden keine Ketzer und Menschen mit Kreuzfix. Nicht ein mal in sehr gläubigen Krakau.

Roter Baron
00
23.7.2011, 10:19
immerhin sind sie schon weg von dem lölli

ist doch ein anfang

aiuto
05
22.7.2011, 18:51
ich würde ihm auch nicht trauen.

p1234
116
22.7.2011, 17:12

Eher erschreckend, dass 44% diesem egomanischen Fundamentalisten nicht misstrauen.

M. P.4
 
13
23.7.2011, 07:56
sie irren sich

Bei opinion polls gibt es noch eine 3. Option: "weiß nicht" oder "keine Meinung". Bei der letzten Befragung gaben nur 24% der Polen an, Kaczynski zu vertrauen. Das deckt sich weitgehend mit der Hörerschaft von Radio Maryja, einer Gruppe von meist älteren, weniger gebildeten Wendeverlierern.

Wladimir Burdajewicz
 
00
24.7.2011, 10:02
Bei der letzten Befragung gaben nur 24% der Polen an,

Da ist HC Srache um einige Prozentpunkte besser und viel gefährlicher als PiS zusammengenommen (keine ausländerfeindliche Partei, keine Kontakte zu faschistischen Strömungen in der Partei, alleine mit religiösen Ansichten keine Chance in Europa auf Popularität). Eine Partei der Verlierer.

Wladimir Burdajewicz
 
00
23.7.2011, 10:12
Sie vergassen auch noch eine 4 te oft

in Polen gestellte Frage "könnte mich vorstellen, aber...... und da einige Möglichkeiten "er müsste da und dort seine Politik verändern", was auch keine Zustimmung des Befragten bedeutet.

Konsumtrottel 2.0
06
22.7.2011, 16:02
kurios,

dass aber offenbar aber immer noch genug leute diesen bigotten crackpot als vertrauenswürdig empfinden.

Chris Quast
00
22.7.2011, 18:50

naja als sie noch im doppelpack waren, war die zustimmung wohl bei 80-90%.

Wladimir Burdajewicz
 
00
23.7.2011, 10:06
n, war die zustimmung wohl bei 80-90%.

Stimmt nicht. Premierminister und Präsident sind strikt getrennte Ämter. Sonst faire Weise müssten sie Tusk und Komorowski (beide PO) und vielleicht auch den Senatspräsidenten (Borusewicz) dazu noch rechnen, genauso betrachten, dann kämmen Sie auf über 100% was natürlich Blödsinn ist.

M. P.4
 
211
22.7.2011, 15:56
Man muss die Vorurteile über Polen über Bord werfen

Polen hat sich seit dem EU Beitritt stark verändert. Zum einen sind Millionen junger Menschen meist nach Großbritannien (auch Irland und Holland) gereist. Dort sind ihnen die Augen aufgegangen. Sie lernten viel über Toleranz und erkannten, dass das Leben in ihrem land gar nicht so schlecht ist. Zum anderen sind nicht zuletzt dank der EU Gelder die Städte und Dörfer nicht wieder zu erkennen. Den Bauern geht es gut, das Land boomt wie nie zuvor und sie fallen auf Kaczynskis Propaganda nicht mehr rein. Wenn ein Politiker wie Tusk nach so vielen Jahren als Regierungschef noch populär ist, dann ist es in Polen ein einmaliges Phänomen.

desperate
00
23.7.2011, 22:09
polen waren immer schon tolerant

sie haben sich immer vieles gefallen lassen und anderen durchgehen lassen, im laufe der geschichte haben sie nicht immer glückliche wahl getroffen, aber tolerant waren sie schon immer, besonders den fremden gegeüber. also weg mir vorurteilen. ah, die meisten auto werden übrigens in italien, frankreicht und deutschlang gestolen.

Chris Quast
00
22.7.2011, 19:00

hmmm ? tusk lange regierungschef. tatsächlich, musste nachschauen. 2. längstdienender.

nach meinem gefühl waren doch vor nicht all zu lange zeit die zwillinge kaczynksi gleichzeitig an der macht. (präsi+reg.chef).

aber der eine zwilling war eigentlich nur kurz reg.chef. 06-07. seit dem ist der tusk reg.chef.

präsi. war ein kaczynski über 5 jahre lang, und sein bruder trotzdem wichtige politische person (oppositionsführer), daher wohl mein eindruck "ewig" langen kaczynskiära.

tomasz
00
23.7.2011, 21:40

Gemeint war vermutlich, dass dies wahrscheinlich die erste Gruppierung seit 1989 sein wird, die nach einer Wahl an in Polen der Macht bleibt.

Der sich den Wolf tanzt
00
22.7.2011, 18:23
sowas macht halt auch meinungsbildung

http://ooe.orf.at/stories/528147/

Wladimir Burdajewicz
 
00
23.7.2011, 18:26
Rydzyk in Österreich??

Ein Fußtritt in die Ei....r und weg mit ihm.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.