Steigendes Krebsrisiko mit Körpergröße

22. Juli 2011, 13:36

Möglicherweise Mechanismus in der Wachstumsphase

London - Britische Forscher sehen einer Studie zufolge eine Verbindung zwischen der Körpergröße eines Menschen und dem Risiko, an Krebs zu erkranken. Die Wissenschafter um Jane Green von der Universität Oxford nutzten für ihre Untersuchung Daten der sogenannten The Million Women Study, in die zwischen 1996 und 2001 insgesamt 1,3 Millionen Frauen in Großbritannien einbezogen wurden. In 97.000 Fällen wurde Krebs diagnostiziert.

Je größer die Frauen, so ergab die Analyse, umso höher war ihr Risiko, an Krebs zu erkranken. Einen solchen Zusammenhang hatten bereits frühere Studien hergestellt; Green und Kollegen konnten in ihrer aktuellen Untersuchung nun aber die unterschiedlichen Lebensstile der Frauen und ihren sozioökonomischen Status mitberücksichtigen.

Pathogenese verstehen

Außerdem verglichen sie in einer Metaanalyse die Ergebnisse ihrer Studie mit denen früherer Untersuchungen. "Wir haben diese Verbindung zwischen Körpergröße und Krebsrisiko in ganz unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen in Asien, Australien, Europa und Nordamerika aufzeigen können", erklärt Green in der Fachzeitschrift "The Lancet Oncology".

Dies lege die Vermutung nahe, dass dem Phänomen ein gemeinsamer Mechanismus zugrunde liege, der vielleicht in der Wachstumsphase eines Menschen zu finden sei. Natürlich könnten die Menschen an ihrer Körpergröße nichts ändern, schlussfolgern die Forscher. Die Studienergebnisse könnten aber dabei helfen zu erkennen, wie Krebs entsteht. (APA)

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Oh, Captain Obvious hat mal wieder gesprochen

Irgendwie logisch, dass mit der Anzahl der Zellen in einem Körper auch das Risiko steigt, dass eine dieser Zellen entartet.

Zuerstmal impfen lassen

www.zentrum-der-gesundheit.de/kinderste... pfungen-ia
als kleine Nebeninfo zu Witzfiguren wie Bonaiiir

Übrigens ist der gemeinsame Mechanismus für Krebs in den Industrieländern u bei Konzernen zu finden. Sie haben auch heute noch 100Prozent Krebsfreie Gebiete auf der Erde... Nicht mehr viele...ich weiss...u bald sind diese Gebiete Geschichte.Das wussten sie nicht? LOL
Studieren sie Demographie u sie kommen dahinter.
Gerade aus verrat ichs nicht - mir sitzen d*mliche CO2Follower im Nacken.

Mit 10% mehr Zellen erklären Sie aber nicht 50% mehr Fälle.

In den Kommentaren wird x mal darauf eingegangen, dass das so nicht stimmt. So viel zu "Captain Obvious".

Als in der Wissenschaft tätige Ärztin liegt mir daran, zu diesem Artikel ein paar Anmerkungen hinzuzufügen. Erstens was ist der "Wert" von solchen Studien? Der Nutzen des Wissens über einen möglichen Zusammenhang zwischen Körpergröße und Krebsrisiko

ist zugegeben für betroffene Krebspatienten gering. Dennoch können solche Studien Hinweise auf molekulare Mechanismen liefern, im diesem Fall die "Achse" Wachstumshormon - Insulin-like growth factor (letzterer stimuliert das Wachstum von Krebszellen) siehe http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20956999

Das erhöhte Risiko liegt also (anders als weiter unten gepostet) vermutlich nicht "an der Anzahl der Zellen", sondern an molekularen Vorgängen. Auch ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebsrisiko ist klar belegt, siehe zB http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18280327 Auch in diesem Fall sind mit Übergewicht verbundene molekulare Mechanismen http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18465361
und nicht (alleine) die erhöhte Zellzahl entscheidend.

Bereits im 19. Jahrhundert haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass Menschen, die Zylinder tragen, wesentlich seltener an Lungentuberkulose erkranken als Kapperlträger.

Vergleich:

Mensch A: 180 cm, 70 kg.
Mensch B: 175 cm, 90 kg.

Wer hat mehr Körperzellen?
Wer hat größeres Krebsrisiko?

Frage:

Wenn ich jetzt behaupte Mensch A hat mehr Körperfett als Mensch B, welcher die 90 kg durch Muskelmasse hat, ist Mensch B dann noch immer gefährdeter??? Oder bekommt man Fettkrebse nur wegen zu hohem Körperfettanteil???

bin ein laie, aber gehe davon aus, dass der andere mehr fettzellen hat. so sehr man die hassen mag - fettkrebse sind mir unbekannt

"Fettkrebse" gibt es.

Man nennt sie "Liposarkome". Kommen aber nur sehr selten vor.
Fettgewebe hat aber eine andere Rolle beim Krebsrisiko: Viele Krebs erregende Stoffe sind fettlöslich, bleiben nach Aufnahme in den Körper sehr lange dort erhalten und können über größere Zeiträume Schaden anrichten. Die Forschung in diese Richtung ist noch lange nicht abgeschlossen, aber es gilt als gesichert, dass übergewichtige Menschen insgesamt gesehen ein erhöhtes Tumorrisiko haben.

Interessant. Danke

Mehr Zellen bedeutet mehr Risiko, dass eine entartet.
Man kann vermuten, dass unter dieser Prämisse bei sonst gleichen Rahmenbedingungem Männer häufiger Krebs bekommem als Frauen.

Das kann nicht der entscheidende Faktor sein:

Der Dünndarm ist ein relativ großes Organ mit vielen, sich schnell teilenden Zellen. Trotzdem entstehen dort nur sehr selten Tumore. Die Brüste hingegen sind vergleichsweise zellarm, doch genau da entstehen bei Frauen sehr oft Tumore (bei Männern hingegen hundert Mal seltener - bei variabler Brustgröße).

Wie viele solcher absurden Studien müssen wir KrebspatientInnen noch ertragen? Ich habe das Gefühl, es ist die Absicht der Wissenschaftler, uns auch mental zu metastasieren mit solchen verqueren Analysen.

Warum kann nicht akzeptiert werden, dass Krebs wohl einfach ein Ensemble aus nicht gelebtem Leben, genetischer Veranlagung und vielen anderen individuellen Faktoren ist und deshalb eben nicht mit einem Wundermittel wegzulöschen.

Aber wahrscheinlich kommen noch Studien, die einen Zusammenhang zwischen Krebs und der Anzahl der Mitesser auf der Nase herstellen.

Ach, ihr Forscherlinge, seid doch nicht so verkrampft in eurem Leben-um-jeden-Preis-Wahn und lernt zu ertragen, dass ein kürzeres Dasein nicht unbedingt ein Drama ist.

Dank der Forschung haben wir heute eine doppelt so hohe Lebenserwartung als die unserer Ur-Ur-Ur-Urgroßväter.

Was nicht bedeuten muß, daß wir alle auch tatsächlich so lange leben werden. Aber durchschnittlich gesehen eben schon. Und das verdanken wir der Forschung. Ich finde es gut, daß Forscher nicht aufgeben, und sich nicht mit dem Status Quo abfinden. Forschung ist ergebnisoffen, und Zeit&Geld in Forschung investiert, garantiert noch keinen Erfolg. Aber es nicht mal versucht zu haben, bringt noch weniger.

wie es aussieht,

qualifziert sie nichts für die beurteilung dieser untersuchung.

wie bitte?

dürfen sich hier nur mehr quilifizierte zu wort melden?
er/sie ist wohl am meisten qualifiziert, sich dazu zu äußern, weil er/sie krebskrank ist!
wenn das keine "qualifikation" ist, was dann?
das was menschen in dieser situation am wenigsten brauchen, sind solche unsinnigen studien, die überhaupt nichts zur lösung des problems beitragen können. oder wollen die forscher demnächst die zucht von kleinwüchsigen anregen?

Welche Qualifikation liegt in einer Erkrankung?

Wer sich in einem öffentlichen Forum als Kranker zu Wort meldet, hat das verdammte Recht, ernst genommen zu werden und das impliziert eben auch, dass seine Aussagen hinterfragt werden. Alles andere ist nichts anderes als ein "Du armes Hascherl".

das was menschen in dieser situation am wenigsten brauchen, sind solche unsinnigen studien, die überhaupt nichts zur lösung des problems beitragen können.

Diese Art der Forschung ist auch nicht dafür gedacht, vom Standard aufgeschnappt und unaufbereitet an ein Laienpublikum dargeboten zu werden.
In diesem konkreten Beispiel bedeutet das Ergebnis, dass Körpergröße und Tumorrisiko korrelieren - was aber nicht bedeutet, dass diese beiden Faktoren kausal zusammenhängen. Irgendwo scheint es einen bzw. viele Faktoren zu geben, die die Körpergröße beeinflussen und gleichzeitig das Tumorrisiko erhöhen. Kandidaten dafür wären etwa das Wachtumshormon, Somatomedine, Testosteron etc.

Falsch. Was Krebspatienten - jetzige wie zukünftige - am wenigsten brauchen sind Forschungsverbote.

Genau die Forschungen, die Sie nicht wollen haben mit dazu beigetragen, dass bei vielen Krebsarten gute Fortschritte gemacht wurden.

1. Es handelt sich nicht um eine absurde Studie. Sie könnte Auskunft darüber geben, wie Krebs entsteht. Die offensichtliche Erklärung mehr Zellen = größeres Risiko, reicht nicht aus um die Größe des Unterschieds zu erklären.

2. Es geht nicht darum Krebspatienten zu quälen, sondern Informationen über diese Erkrankungsform zu gewinnen. Genau auf diese Weise ist es gelungen bei vielen Krebsarten die Heilungschancen stark zu erhöhen.

3. Gestatten Sie, dass nicht akzeptiert wird, was in diesem Fall Resignation gleichkommen würde. Es geht auch nicht darum ein "Wundermittel" zu finden, sondern um die Aufklärung genau der Bestandteile des "Ensembles", das Sie beschreiben. Damit man eben nicht resignieren muss.

4. Es geht nicht darum irgendwelche Nonsense-Forschung zu machen sondern darum, herauszufinden ob eine Korrelation in einer Kausalität begründet ist. Wenn, wie in diesem Fall die Körpergröße mit dem Krebsrisiko korreliert, kann man sich überlegen woran das liegt. Die logische Erklärung ist, dass größere Menschen mehr Zellen haben und sich damit öfter Zellteilungen ergeben, bei denen etwas "schief gehen" kann. Damit lässt sich die Beobachtung aber nicht vollständig erklären.

5. Sie schreiben selbst "nicht unbedingt". Es gibt viele Fälle die dramatisch sind, grade bei Krebs. In der Behandlung von Leukämie bei Kindern gibt es sehr große Erfolge. Ich habe einen Angehörigen daran verloren und weiß, dass er heute eine viel bessere Chance hätte.

Aber Sie kosten das Leben offenbar voll und ganz aus:

Im Standard-Gesundheitsforum unsinnige Theorien zu posten zeugt davon, dass Sie Ihren Traum leben... Wäre ich eine Krebszelle, würde ich um Sie auch einen großen Bogen machen...lohnt die Anstrengung nicht ;)

eher fleur du mal als bonair.

Gratuliere -

eines der geschmacklosesten Postings, die ich hier je gelesen hab (und die Latte liegt da weiß Gott hoch).

Sich auf Kosten eines Krebskranken zu profilieren - fühlt sich das gut an?
Tiefer geht's echt nimmer, Kamerad!

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