Linux Kernel 3.0 veröffentlicht

22. Juli 2011, 10:39
  • Vor knapp 20 Jahren, im August 1991, stellte Linus Torvalds Linux der Öffentlichkeit vor

    Vor knapp 20 Jahren, im August 1991, stellte Linus Torvalds Linux der Öffentlichkeit vor

Keine "großen neuen Features

Vor knapp 20 Jahren, im August 1991, stellte Linus Torvalds sein Betriebssystem "Linux" der Öffentlichkeit vor. Nun hat der Linux Kernel Version 3.0 erreicht.

Keine  große Neuerungen

Große Neuerungen bringt das Update nicht mit sich, es handelt sich hauptsächlich um eine Anpassung des Versionierungsschemas, erklärte Linus Torvalds bereits vor einigen Wochen.
Zunächst überlegte er, von Version 2.6 auf 2.8 umzusteigen, entschied sich aber, gleich auf Version 3.0 zu wechseln.

Xen

Neben der "üblichen Menge" an Treiberupdates, zeichnet sich der neue Kernel durch allerlei Optimierungen des Btrfs-Dateisystems aus. Allerdings gilt Btrfs immer noch als experimentell.
Zusätzlich bietet Kernel 3.0 ein Storage-Backend für Xen - damit ist die Virtualisierungslösung brauchbar in den Kernel integriert.

Das "Changelog" gibt Auskunft über alle Neuerungen. (red)

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ganz blöd gefragt: wo kann ich denn den code einsehen?

nicht das ich ihn effektiv lesen könnte. würd' mich nur mal interessieren.

auf kernel.org
oder für den letzten stable direkt: http://git.kernel.org/?p=linux/... ;a=summary

na bumm beim Aptosid war er heute schon in den Updates

also bei debian unstable

genau...

Spaßpinguin

Frage an Linus Torvalds:
Haben Sie beschlossen, die nächste Version 2.6 zu nennen, weil Punkt-Null Versionen zu viele Bugs haben?

Linus Torvalds:

Nein, das hat eher was mit einer alten sumerischen Prophezeiung zu tun, die sich auf Numerologie stützt und die so zu deuten ist, dass der Mond explodieren würde, wenn wir die neue Version 3.0 nennen würden. Wir sind uns zwar nicht sicher, ob wir die Tontafeln richtig entziffert haben, aber wir dachten uns, sicher ist sicher.

haha, voll gut.

Dann schaun wir mal ob heute noch ein Mond aufgeht ;)

Aber Torwalds Einstellung dazu find ich gut. Es ist nur eine Versionsnummer. Es ist nichts anders als ein Unterscheidungsmerkmal. Mir geht das immer auf die Nerven, wenn Leute wasweißichwas in diese Zahl reininterpretieren.

Gibts zufällig ein paar Obergurus hier im Forum?

Mich würde mal interessieren, wie die Oberexperten Entwicklungszustand und -tendenz einschätzen.

Ich als Laie habe den Eindruck, dass nur "neue Features" dazu kommen, aber der bestehende Code nicht ausreichend gepflegt/optimiert wird.
Phoronix bescheinigt regelmässig, dass die Performance des Kernels abnimmt.
Wäre es eventuell sinnvoller mal einen Schnitt in der Entwicklung zu machen (Architektur überarbeiten oder ähnliches) oder läuft in der Entwicklung alles perfekt?

Wozu nach Schmiedels rufen, wenn der Schmied

einen Link entfernt liegt:

http://www.gentoo.org/

Gentoo wird zur Gänze auf dem eigenen System compiliert, man bekommt nicht die "fertigen" Programme, sondern die Sourcen, die auf die eigenen Maschine bzw CPU (!) hin compiliert werden. Somit bleibt alles draussen, was in der konkret vorliegenden Hardware nicht vorkommt, eben nicht wie bei herkömmlichen Distributionen, die für eine ideelle Gesamtmaschine compiliert sind, damit sie überall laufen.vAlleine auf die konkrete CPU hin compilieren (z. B. Variante "prescott" statt allgemein pentium-4 oder gar dieses ominöse "686") macht Tempo.

Nebstbei: Die Tutorials auf der Gentoo-Seite gehören zum Besten, was man z.Zt. so zu lesen kriegt…

Trotzdem muss ich ehrlich sagen, dass ein Geschwindigkeitszuwachs bei Desktopanwendungen mit dem freien Auge nicht auszumachen ist, nur weil man etwas mit -march=xxx kompiliert.

Außerdem, ist die Zielplattform x86_64, hat man sowieso alles bis inklusive SSE2 drinnen.

Den Geschwindigkeitszuwachs

merken Sie nicht so sehr an den dicken Softwarepaken, die zumeist (leider) in ihren scripts die gcc-Optionen wieder abdrehen oder auf sonstwas verbiegen, sondern daran, dass ganz kleine, winzige Programme wie grep oder awk und Freunde, die auch innerhalb dieser Programme für allerlei lästige Tasks aufgerufen werden, dann erheblich flotter sind. Oder bei Programmen, die für Graphikbearbeitung da sind, da wird das Konvertieren einer Filmsequenz beispielsweise (Film-> Einzelbilder-> konvertieren/Farbangleich-> Einzelbilder zu Film) schon erheblich flotter, läuft auf einer Prescott unter Gentoo 30% schneller als auf einer Xeon/core2 unter SuSE.
Vom besseren memory-handling (auch bei 32bit) bei Verwendung aller Register schreib ich jetzt nix.

z.B. "big kernel lock" der entfernt wurde, bzw. einfach mal ein wenig in den Standard artikeln surfen...

was hier veröffentlicht wird, ist nicht ein kernel mit fixer größe, sondern die gesamtheit der kernel sources.

jeder der mag kann jetzt diese sources hernehmen und einen für sein system angepassten kernel kompilieren.

distributionen stellen kernels zur verfügung, die auf möglichst jedem rechner laufen, deshalb sind die so groß.

man muß übrigens kein guru sein, um das zu wissen.

Phoronix bescheinigt nicht regelmäßig, dass die Performance des Kernels abnimmt, sondern höchstens jene bestimmter Distributionen mit einer bestimmten Konfiguration, bestimmten zum Einsatz gebrachten compilern, in einem bestimmten Einsatzszenario usw. Die Performance des Kernels selbst kann man auch gar nicht so gut isoliert messen.

Ich habe jetzt nicht die ganzen Kommentare gelesen, aber Linus hat weder ein Betriebsystem erfunden noch wurde GNU/Linux, was alle kennen, im Jahr 1991 zusammengeführt. Soviel ich weiß war das "nur" der Kernel, welcher im selben Jahr noch in Minix verwendet wurde und somit in ein Betriebssystem war. Aber das kennt ja niemand:D

Nein.
Linux war da bereits ein eigenes Betriebssystem. Minix hat er nur zum kompilieren benötigt. Linus hat Linux ganz allein "erfunden", er hat den Posix Standard eingehalten damit die GNU Tools darauf laufen.
Und ja, Linux ist genau genommen nur ein Kernel. Aber noch genauer genommen ist es ein Markenname den sich Linus gesichert hat.

Linux 3.0

Stürzt jetzt der Mond auf die Erde? ;)

http://www.gulp.de/kb/en/unt... valds.html

Nein, die Erde auf den Mond!!!

Na dann ... dumm gelaufen, Mond!

Wir machen dich fertig!

ein 30MB kernel ist eine Katastrofe und kein Kernel.

Es ist ein Moloch mit allerlei Treibern und Wasserkopf, wie eine Kopie von MS.

HUrd ist das gelbe von Ei.
Mikrokernel und IPC fuer den Rest. KEIN TREIBER IM KERNEL. DAS IST ALLES DOCH DUMMHEIT.

Nein, Katastrofe ist eine Katastrofe.

Soviel Rot dafuer ist nicht gerechtfertigt

...denn im Prinzip hat er ja nicht ganz unrecht.

Es gibt auch erfolgreiche Microkernel-Systeme, und zwar ueberall dort, wo Stabilitaet/Zuverlaessigkeit das Hauptthema sind.

Integrity-DO178B - Avionik fuer Flugzeuge
QNX - Atomreaktorsteuerung der CANDU-Reaktoren (Kanada)
..diese beiden Microkernel-OSs sind auch in vielen anderen Embedded-Devices im Einsatz, wo sie zwar niemand sieht, wo sie aber zuverlaessig ihren Dienst tun., beispielsweise auch in der Medizin-Technik.

Monolithen existieren im Wesentlichen nur noch aus Pragmatismus, und weil sie halt gerade noch ausreichend gut sind fuer "normale" Zwecke.
Aber die Treiber werden immer komplexer -> mehr Fehler -> weniger Stabilitaet.
Microkernel dagegen koennten die Stabilitaet erhalten.

Zustimmung. Wenn man einmal QNX gesehen und sich die Architektur angesehen hat, wird man sich auch nur noch über den Linux-Kernel wundern.

Meiner Vermutung nach wars eben eine Entscheidung, die schon sehr früh unrevidierbar wurde, Thorvalds wusste es vielleicht auch nicht besser und ein monolithischer Kernel dürfte auch schneller zu entwickeln sein - siehe GNU/Hurd.

Trotzdem, QNX: Top.

Nein, das ist Pragmatismus.

Ich teile ihren Wunsch nach einem modernen (und funktionierenden) OS mit Mikrokernel.

Aber Hurd (und die Suche nach der perfekten Lösung) haben nun schon viele Jahre gebraucht, ohne das das System jemals praxistauglich war.

Während andere Systeme mit einem Hybrid-Ansatz(March/BSD und daraus entstehend NeXTStep und später Mac OS) immerhin Fortschritte erzielten mühten man sich bei Hurd, den March-Kernel zum Laufen zu bringen, danach L4 und jetzt Viengoos.
http://www.gnu.org/software/... ernel.html
Wunderbar, aus seinen Fehlern und Misserfolgen zu lernen. Aber langsam sollte der Mühe ein System entspringen. Sollte Hurd jemals einen gewissen Reifegrad erreichen, werde ich es mir ansehen. In der Zwischenzeit is

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