Veilchen gewinnen gegen Rudar durch Tore von Barazite und Jun und stehen mit einem Gesamtscore von 5:0 in der dritten Runde
Wien - Die Austria hat in der Qualifikation der Europa
League gegen Rudar Pljevlja auch die "Hausaufgabe" positiv erledigt.
Nach dem 3:0 im Hinspiel der Vorwoche setzten sich die Wiener gegen
den montenegrinischen Cupsieger am Donnerstagabend auch in der
heimischen Generali Arena 2:0 (1:0) durch. In der dritten Quali-Runde
trifft die Austria nun auf den slowenischen Vertreter Olimpija
Ljubljana. Spieltermine sind am 28. Juli in Ljubljana bzw. am 4.
August in Wien.
Nacer Barazite (44.) und Tomas Jun (75.) erzielten vor 5.132
Zuschauern die Tore für die Austria. Mit seinem Tor Nummer drei gegen
Rudar wurde der Niederländer Barazite somit endgültig zum Sargnagel
für die Montenegriner. Diese schwächten sich nach einer Stunde durch
die Gelb-Rote Karte für Predrag Brnovic wegen wiederholtem Foulspiel
zusätzlich. Der kommende Gegner Olimpija Ljubljana hatte den Aufstieg
nach einem 2:0 im Hinspiel mit einem von den Austria-"Spionen"
beobachteten 1:1 bei den Bohemians Dublin geschafft.
Mit dem Erfolg im ersten Pflichtspiel-Heimauftritt der Saison
tankten die Violetten wieder Selbstvertrauen für die anstehende
Aufgabe in der Bundesliga. Nach dem missglückten Saisonstart in
Salzburg wartet am Sonntag zu Hause Cupsieger SV Ried auf die
Mannschaft von Karl Daxbacher. Die Innviertler dürften ein größerer
Gradmesser sein als die harmlosen Montenegriner.
Umstellungen
Bei kühlen Temperaturen hatte Austria-Trainer Daxbacher seine
Elf
wie angekündigt mit einigen Umstellungen aufs Spielfeld geschickt. Im
Mittelfeld kamen mit Fabian Koch, Peter Hlinka und dem wieder fitten
Alexander Grünwald gleich drei "Neue" zum Einsatz. Im Angriff fehlte
der geschonte Torjäger Roland Linz.
Nach ansprechendem Beginn schaltete die Austria aber schnell
zurück. Rudar kam besser ins Spiel, ein Treffer der Gäste durch
Solospitze Ivica Jovanovic wurde vom französischen Referee Thual wohl
zu Unrecht wegen Abseits aberkannt (19.). Der ÖFB-Vertreter wurde
indes nur durch einen Weitschuss von Zlatko Junuzovic (31.)
gefährlich, ehe Barazite kurz vor dem Pausenpfiff doch noch zuschlug.
Aus der schönsten Aktion der Hausherren über Florian Klein und
Jun
brauchte der Niederländer vor dem Tor nur noch abzustauben. Die
Pflichtübung Rudar war somit abgehakt. Dass das Auftreten der Austria
aber noch nicht nach Wunsch verlief, war zur Pause auch Junuzovic
bewusst. "Wir sind im Spielaufbau zu langsam, müssen schneller
spielen", meinte der Teamkicker.
Stangentreffer
Die Austria steigerte sich nach Seitenwechsel gegen einen um
Schadensbegrenzung bemühten Gegner. Nur die Stange verhinderte ein
selten gesehenes Kopfball-Tor von Junuzovic (57.), auf der Gegenseite
klärte Rogulj gegen Jovanovic im letzten Moment. Als zu ungestüm
erwies sich Rudars Brnovic, der innerhalb von zwei Minuten nach zwei
rüden Fouls die Gelb-Rote Karte sah (62.). Jun nutzte die nummerische
Überlegenheit zum 2:0, im Finish ließ die Austria weitere Chancen auf
einen Kantersieg ungenutzt.
(APA)
FK
Austria Wien - Rudar Pljevlja 2:0 (1:0)
Wien, Generali
Arena, 5.132 Zuschauer, SR Thual/FRA. Hinspiel 3:0 - Austria mit
Gesamtscore von 5:0 weiter
Torfolge:
1:0 (44.) Barazite
2:0 (75.) Jun
Austria: P. Grünwald - Klein, Rogulj (61. Wallner), Ortlecher,
Suttner - Koch, Hlinka, A. Grünwald, Junuzovic (72. Salomon) - Jun,
Barazite (60. Tadic)
Rudar: Vuklis - Rustemovic, Radusinovic, Adzic, Igumanovic (81.
Sljivancanin) - Franciskovic (88. Bambur) - M. Jovanovic (70.
Popovic), Vlahovic, Brnovic, Nestorovic - I. Jovanovic
Gelb-Rote Karte: Brnovic (62./wiederholtes Foulspiel)
Gelbe
Karten: Hlinka bzw. Franciskovic
Austria trifft in der 3. Qualifikationsrunde (Spieltermine 28.
Juli/auswärts und 4. August/heim) auf Olimpija Ljubljana.