Graz startet Kampagne gegen Vandalismus

21. Juli 2011, 18:40
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Mit Speibsackerl und gar nicht netten Sprüchen will VP-Nagl die Jugend erziehen

Graz - Rund 300.000 Euro muss die Stadt Graz pro Jahr ausgeben, um Vandalismusschäden zu beseitigen. Im Vorjahr kam es - vor allem in den Bezirken Jakomini, Gries und Lend - zu rund 50 Vandalismusvorfällen in nur einer Woche. Bürgermeister Siegfried Nagl (VP) präsentierte am Donnerstag eine Kampagne, mit der die Stadt das Bewusstsein für die Schäden, die solche "Späße" verursachen, wecken will.

Da es in den meisten Fällen alkoholisierte Jugendliche zwischen 14 und 26 sein sollen, die Mistkübel zerstören, sich auf der Straße übergeben oder urinieren, will man die Kampagne "Vandalismus ist nicht nett" in Kooperation mit Lokalen und Schulen abwickeln. Allein die Gehsteigreinigung im Uni-Viertel soll pro Halbjahr 95.000 Euro kosten. Das Ersetzen eines zerstörten Abfalleimers der Stadt Graz kostet 475 Euro.

"Nicht nett" ist dabei auch die recht deutliche Sprache, derer man sich auf den Plakaten bewusst bedient, um Jugendliche zu erreichen: "Was hat euch Trottel so kaputt gemacht?", kann man da etwa lesen, oder aber: "Bestimmte Dinge tun nur Leute, die Mist in der Birne haben". In Gastronomiebetrieben will man mit Werbungen auf den Toiletten und eigenen "Speibsackerln" erzieherisch wirken. (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, Printausgabe, 22.7.2011)

  • Mit solchen Texten will man randalierende Jugendliche zur Vernunft 
bringen.
    foto: stadt graz

    Mit solchen Texten will man randalierende Jugendliche zur Vernunft bringen.

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