Nach Krankenhausaufenthalt in Hamburg - Angeblich Prostata-Operation
Astana - Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew ist
nach einem angeblichen Krankenhaus-Aufenthalt in Hamburg in sein
Heimatland zurückgekehrt. Der 71-jährige Staatschef habe sich am
Donnerstag mit Regierungschef Karim Massimow getroffen und über die
Wirtschaftsentwicklung des zentralasiatischen Landes gesprochen,
teilte die Regierung auf ihrer Internetseite mit.
Zugleich wurde ein Foto von den beiden Politikern
veröffentlich,
wobei nicht angegeben wurde, wann es aufgenommen wurde. In den
Staatsmedien wurden am Donnerstag keine Bilder von Nasarbajew
gezeigt. Der 71-Jährige regiert Kasachstan seit dem Ende der
Sowjetunion mit eiserner Hand.
Die "Bild"-Zeitung hatte am Dienstag berichtet, der kasachische
Präsident habe sich heimlich in die Uniklinik Hamburg-Eppendorf
einweisen und an der Prostata operieren lassen. Dies wurde offiziell
weder von deutscher noch von kasachischer Seite bestätigt.
Kasachstans Außenministerium erklärte lediglich, dass der Präsident
im Urlaub sei und am Donnerstag zurückkehren werde. Laut kasachischem
Gesetz sind "der Gesundheitszustand und das Privatleben des
Präsidenten und seiner Familie Staatsgeheimnis". (APA)