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Washington - Ein kleiner Gendefekt könnte eine der bisher unbekannten Ursachen für verminderte Fruchtbarkeit bei Männern sein. Dieser Defekt trete bei etwa jedem fünften Mann auf und senke die Chancen einer Befruchtung, berichten Theodore Tollner und Gary Cherr von der Universität Davis (Kalifornien) in der Zeitschrift "Science Translational Medicine".
Die Wissenschafter untersuchten eine Genvariante, die zu einer veränderten Form des Proteins "Beta-Defensin" führt. Dieses Protein wird in den Nebenhoden gebildet und bindet sich während der Reifung der Spermien an deren Oberfläche. Spermien von Männern mit der defekten Variante von DEFB126 konnten eine dem weiblichen Gebärmutterschleim ähnliche Testsubstanz deutlich schlechter durchdringen als normale Spermien.
Bei der Untersuchung von rund 500 jung verheirateten chinesischen Paaren fanden die Forscher zudem, dass die Wahrscheinlichkeit der Zeugung bei Männern, die nur das veränderte DEFB126-Gen hatten, deutlich geringer war als die von Männern ohne die Genvariante, und dies, obwohl ihre Fruchtbarkeit nach den bisherigen Kriterien wie Spermienzahl und -beweglichkeit keine Unterschiede zeigte. (APA)
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