Der erste Windpark in Österreich nach der großen Flaute

20. Juli 2011, 19:31
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    foto: ökoenergie

    Eines der fünf Kraftwerke in Großengersdorf. Sie liefern Strom für 6000 Haushalte.

Vier Jahre wurde in Österreich keine Anlage in Betrieb genommen, nun wird eine in Großengersdorf eröffnet

Mistelbach - Segnung - Eröffnung - Frühschoppen: Kommenden Sonntag wird im niederösterreichischen Großengersdorf groß gefeiert. Es ist der erste Windpark, der in Österreich nach einer vier Jahre langen Investitionsflaute neu ans Netz gehen konnte. Fünf Enercon-Windräder hat die Ökoenergie GmbH errichtet, jede Anlage mit einer Nennleistung von 2, 3 Megawatt - in Summe kann der Windpark den Stromjahresbedarf von etwa 6000 Haushalten produzieren.

Attraktiver Tarif nach vier mageren Jahren

"Wir hatten Glück, dass wir in das Förderkontingent hineingekommen sind", berichtet Ökoenergie-Geschäftsführer Richard Kalcik im Standard-Gespräch. Grundlage war die Tarifverordnung, die im Februar 2010 vom Bund beschlossen worden war - die für Windenergie nach vier mageren Jahren wieder einen attraktiven Tarif von 9,7 Cent pro Kilowattstunde zugestand.

Der Haken dabei: Die Tarifzuschüsse waren mit insgesamt 21 Millionen Euro gedeckelt - aber nicht nur für Windkraftwerke, sondern für alle Ökostromanlagen. Der Windpark Großengersdorf war eines der wenigen Projekte, das einen Tarifzuschlag bekam - viele andere mussten in die Warteschleife. Allein bei der Windenergie lagen Projekte mit einer Nennleistung von insgesamt 500 Megawatt brach.

Abbau der Warteschleife

Jetzt scharrt die Branche allerdings wieder ordentlich in den Startlöchern: Denn mit dem Anfang Juli von der Regierung gemeinsam mit den Grünen und dem BZÖ beschlossenen Ökostromgesetz wurden auch 80 Millionen Euro für den Abbau der Projekte in Warteposition bereitgestellt. Diese "Altprojekte" sollen für die ersten 13 Jahre ihrer Laufzeit noch den Tarif von 9,7 Cent pro Kilowattstunde bekommen. Ab dem kommenden Jahr, wenn das neue Ökostromgesetz in Kraft tritt, ist für neue Windprojekte ein Tarif von 9,5 Cent pro kWh vorgesehen. Und: Der Förderdeckel wurde von 21 auf 50 Millionen Euro angehoben.

"Auch wir haben noch einige Anlagen in der Pipeline", berichtet Ökoenergie-Geschäftsführer Kalcik. Eine weiteres Projekt, das den 2010er-Tarif ergattern konnte, ist bereits in Bau: Der Windpark mit sieben Enercon-Windrädern soll im Spätherbst in Schrick bei Mistelbach eröffnet werden.

Weiters bei der Ökoenergie in Vorbereitung: ein Windpark in Pottendorf - mit insgesamt 15 Windrädern. Dazu sollen noch "einige Parks im Weinviertel und auch im Marchfeld" kommen. Und in Großengersdorf wird nicht nur gefeiert - es laufen bereits Gespräche über eine Erweiterung des neuen Windparks. (frei, DER STANDARD, Printausgabe, 21.7.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 206
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Lieber schizophren als ganz allein
01
26.4.2012, 15:33
Wann werden endlich Windturbinen gebaut?

Damit sind nicht diese überdimensionierten Propeller gemeint. Die sind völlig unbrauchbar und von vorgestern. Wir brauchen auch da so etwas wie eine Schwarmintelligenz. Bei Wasserkraft gibt es das schon (Matrixturbinen).

Schwingschnelle
00
26.4.2012, 16:50

Sie meinen die viel leiseren, schon bei ganz wenig Wind arbeitenden, keine bewegten Schatten werfenden und selbstregulierenden senkrechten?

freimann
32
10.8.2011, 10:49
Und wieder ist ein schönes Stück vom Weinviertel kaputt gemacht

Ich würde ja nichts sagen, wenn es einen Sinn hätte. Seit Jahren geht die windhäufigkeit zurück (siehe windindex) und das bißchen Strom das noch produziert wird reicht nich einmal um die Reklametafeln, geschweige den die Autobahnen dauernd zu beleuchten.
Der einzige Grund warum es im Weinviertel soviel Windräder gibt ist, weil die Großbauern und der Landadel herrlich daran verdienen. Zahlen darf es die ganze Bevölkerung, auch der Mindestrentner in Wien der ohnehin fast nichts mehr hat.

The_new_number_2
00
17.8.2011, 16:57

Simma a bisserl verwirrt?

Ronald Tekener
00
28.7.2011, 14:53

Und warum war die FPÖ als einzige Partei dagegen?

XYZ123
11
28.7.2011, 07:34
Profilierungssucht

Die meisten "Windradgegener" und Aktivisten haben hier eine einfache und billige Möglichkeit sich zu profilieren. Noch dazu eine mit Chancen erfolgreicht zu sein. Man überlege sich einmal die Erfolgsaussichten wenn gegen ein Straßenprojekt protestiert wird.
also regen wir uns wegen Landschaftsverschandelung auf - ein nicht messbarer und höchst subjektiver Tatbestand. Das ist auch am besten so - denn über Geschmacksfragen braucht nicht diskutiert zu werden.

Mathias
 
12
22.7.2011, 09:36
Kleinvieh?

Es wäre sicher interessant zu erfahren, wie die Menschen darüber denken, die in absoluter Nachbarschaft mit diesen Windrädern leben.

Im Burgenland gibt es doch einen Windpark mit über 100 Windrädern. Die Stehen sogar mitten in den Äckern. Der Anblick ist für "Touristen" sehr gewöhnungsbedürftig.

freimann
10
10.8.2011, 12:51
Wie die Menschen darüber denken?

Das kann ich Ihnen sagen.
1. die Weinviertler haben kaum einen Sinn für die Schönheit ihrer Landschaft. Noch ist es den meisten wurst.
2. Die wirklich davon betroffen sind, durch Lärm, Grundentwertung etc. und auch sonst nicht davon profitieren rennen ihrem Bürgermeister die Tür ein, weil sie vor der Aufstellung dieser Wahnsinnstürme hint und vorn belogen wurden.
3. Die davon profitieren verschließen Augen und Ohren und verweisen auf die gängige dümmliche Propaganda, die auch hier in den Forumsbeiträgen bis zum Überduss durchdringt.

The_new_number_2
00
17.8.2011, 16:59

"Die wirklich davon betroffen sind, durch Lärm, Grundentwertung etc."

Hier geht's aber um Windräder, nicht um Straßen!

E_Rybin
143
21.7.2011, 17:29
und wieder ein paar 1000 tote Vögel mehr im Jahr...

ich meiner
02
26.7.2011, 12:18
7 Vögel und 5 Fledermäuse

pro Jahr und Windrad

IM GEGENSATZ ZU DEN MILLIONEN TOTER TIERE IM STRASSENVERKEHR!!!

The_new_number_2
12
22.7.2011, 11:45

Glaubst du denn, dass die Masten aus Vogelknochen gemacht werden?

werwolfi
11
21.7.2011, 19:51

wenn man das ding nicht mitten in ein vogelschutzgebiet oder einen rastplatz für zugvögel stellt (und das lässt sich leicht verhindern), so fällt das längst unter urbane (oder in dem fall rurale) legende, also bitte hör auf den unsinn zu verbreiten.

nix fir unguad
33
22.7.2011, 07:46
Es geht ja nicht nur um die Anzahl der Vögel, sondern auch um die Art der Vögel

Ein paar Stadttauben wären vertretbar. Aber eine norwegische Studie fand dass es verhältnismässig oft Greiffögel erwischt. Auch wenn es nur 10 pro Jahr sein sollte sind dies 10 zu viel. Da gibt es Leute die soche Vögel mühsam brüten, auffüttern und in der Natur rehabilitieren, alles umsonst weil dann die Windräder der Ökofuzzis alles wieder zu nichte machen. Greifvögel halten sich eben nicht an die Grenzen von Vogelschutzgebieten.
In A liegt das Problem bei den sehr raren Trappen und bei den seltenen Fledermausarten.

Heavyweather
00
23.7.2011, 15:47

Du hättest lieber ein paar kleine Kohlekraftwerke?

werwolfi
34
22.7.2011, 13:12

nix für ungut, aber wegen 10 greifvögeln sollen wir weiter den atomkurs fahren?
das ist ja wohl nicht dein ernst.

es gibt übrigens eine langjährige studie des dt. umweltbundesamtes, nach der keine erhöhte gefährdung von greifvögeln festgestellte wurde, auch nicht unter spezieller berücksichtigung des seltenen und gefährdeten rotmilans.

aber das wären ja fakten, und mit denen bin ich bei pro-atom-trollen noch nie weit gekommen...

sir osis of liver
 
00
25.7.2011, 19:06

im weinviertel - trotz windrädern, gibt es überraschend viele greifvögel. die sitzen oft gemütlich auf pflöcken neben der strasse; scheint also kein problem zu sein.

nix fir unguad
01
25.7.2011, 22:56
Ja, die warten um die erschlagenen Vögel aufzuklauben

werwolfi
00
25.7.2011, 20:58

oopsi, sorry, die studie hab ich oben eh erwähnt, dachte ich bin ihn 'nem anderen thread...

werwolfi
00
25.7.2011, 20:56

es gibt ja auch eine ausgiebige studie des dt. umweltbundesamtes, die genau das sagt - aber einem atomtroll brauchst du ja nicht mit fakten kommen... ;o)

Quasis Herr Karl
01
25.7.2011, 20:35
Naja, aber die warten nur, dass sich der

Erwin dersteßt. Nehme an, es handelt sich bei den Greifvögel um Aasgeier?

Ivan Bukov
32
22.7.2011, 14:01

Wenn sie glauben die paar Windraeder koennen die Atomkraftwerke ersetzen liegen sie ungefaehr so daneben wie ihr Vorposter beim Thema Voegel.

Schwingschnelle
00
26.4.2012, 16:58

Also bei guter Windlage bringen Österreichs Windräder derzeit gut 1000MW, das sind vier Donaukraftwerke im Vollastbetrieb. Ich weis, der Wind weht nicht ständig, er hört aber auch nicht überall gleichzeitig auf. Die Kurve geht meist über 4 bis 10 Stunden. Ausserdem kann gerade Österreich den Windstrom ja perfekt pumpspeichern. Für die Pumpspeicher werden wir uns mit dem Deutschen Atomausstieg so und so zunehmend eine neue Füllquelle suchen müssen, oder wir lassen die Deutschen brav Windräder und Leitungen bauen, spielen weiter Großdeutscher Akku und verdienen auch weiter gut daran, geht auch...

werwolfi
02
22.7.2011, 14:13

und wo hab ich das gesagt?
die windenergie ist nur ein kleiner teil der gesamtstrategie, aber auch notwendig, wir müssen alle quellen anzapfen die wir haben.

Ivan Bukov
01
25.7.2011, 12:46

Genauso wie AKW ein kleiner Teil der Gesamtstrategie sind...

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