Kopfgeld von 250.000 Dollar für Rustock-Informationen ausgesetzt

20. Juli 2011, 16:46
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Microsoft-Belohnung sollte zur Verhaftung und Verurteilung der Schuldigen führen - Rustock für 30 Millionen unerwünschter E-Mails täglich verantwortlich

Vergangenen Monat teilte Microsoft mit, das Botnetz "Rustock" sei mit Hilfe von US-Strafverfolgungsbehörden deaktiviert worden. Nun geht der Konzern einen Schritt weiter. Microsoft bietet demjenigen ein Kopfgeld in der Höhe von 250.000 US-Dollar an, der Informationen zu den Rustock-Anbietern liefern kann, die zur Verhaftung und Verurteilung der Beschuldigten führen. Dies schreibt Microsofts Senior Attorney Richard Boscovich in einem Blogeintrag.

Betreiber zur Rechenschaft ziehen

"Während das primäre Ziel unserer Rechts- und Technikabteilungen war, die Gefahren, die von Rustock ausgingen, zu stoppen, sollten die Rustock-Botnetzbetreiber zur Rechenschaft gezogen werden", so Boscovich. Microsoft will mit der Belohnung seine Bemühungen in der Auflösung des Falles unterstreichen.

Rückgang von E-Mail-Spams um ein Drittel

Rustock wird als einer der weltweit größten Spamherde bezeichnet: Seine Bots verschickten angeblich rund 30 Millionen E-Mails täglich. Diese Zahl hat sich seitdem es Mitte März vom Netz getrennt worden war, um 30 Prozent reduziert, so MessageLabs.

Kopfgeld-Serie

Die Kopfgeld-Idee ist nicht neu für Microsoft. Bereits im Jahr 2005 bekamen zwei Informanten 250.000 US-Dollar für Informationen, um den Schuldigen des Wurms Sasser dingfest zu machen. Auch im Februar 2009 wurden ebenfalls 250.000 US-Dollar für die Verurteilung der Verantwortlichen am Conficker-Wurm ausgesetzt. (ez, derStandard.at, 20. Juli 2011)

  • Eine Viertel Million US-Dollar, um die Rustock-Schuldigen dingfest zu machen.
    foto: copyright toppress austria

    Eine Viertel Million US-Dollar, um die Rustock-Schuldigen dingfest zu machen.

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