Trüffel könnten ihre traditionelle Heimat Richtung Norden verlassen

20. Juli 2011, 15:52
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    foto: apa/dpa

    Die Mäandertrüffel ist schon lange in Mitteleuropa beheimatet - langsam scheint ihr aber auch die deutlich kostbarere Verwandtschaft aus dem Süden nachzuziehen.

Funde am Bodensee möglicher Hinweis darauf, dass sich das Verbreitungsgebiet der kostbaren Pilze verschiebt

Bern - Kein Pilzgattung bringt so teure und zugleich derart mit ihrer Region verbundene Exemplare hervor wie die der Trüffeln. Ob traditionelle Trüffelregionen wie das französische Périgord oder das italienische Piemont auch auf lange Sicht Heimat des kostbaren Naturprodukts bleiben werden, steht aber auf einem anderen Blatt: Der Klimawandel könnte nämlich auch die Verbreitungsgebiete von Pilzen verschieben. 

Überraschende Funde

So haben Forscher der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) kürzlich erstmals am Bodensee in Süddeutschland Trüffeln entdeckt. Das Team um Ulf Büntgen stellte den Fund kürzlich im Fachmagazin "Frontiers in Ecology and the Environment" vor. Beim eindrucksvollsten Fund handelt sich um eine Burgundertrüffel mit einem Gewicht von 414 Gramm. Daneben fanden die Forscher in der Region am Bodensee an über 70 Fundstellen verschiedene Trüffelarten.

Bisher sei kaum je von Trüffeln in dieser Region berichtet worden, sagte Büntgen. Die Funde könnten ein Hinweis darauf sein, dass sich das Verbreitungsgebiet der begehrten Knollen zu verschieben beginne. Allerdings gelte es, vorsichtig zu sein: "Vorher wurde in der Region nicht systematisch nach Trüffeln gesucht", sagte Büntgen.

Der Süden wird zu trocken

Klar ist aber, dass das Klima im Mittelmeerraum trockener wird, während sich dieser Trend nördlich der Alpen noch nicht beobachten lässt. Man vermute, dass diese Trockenheit für die kontinuierlichen Rückgänge der Trüffelernten in den traditionellen Trüffelgebieten in Spanien, Frankreich und Italien verantwortlich sei, sagte Büntgen.

Gleichzeitig mehrten sich Trüffelbelege nördlich der Alpen. Es sei also durchaus möglich, dass es zu einer räumlichen Verschiebung komme. Solche Verschiebungen seien auch schon bei einigen Pflanzenarten beobachtet worden. (APA/red)

schmeck.mein.smegma
00
23.7.2011, 13:08

freilassing bei sbg, seit jahren im garten einer bekannten, wie lange diese da unbemerkt wuchsen ist unbekannt

mihi.ipse
00
21.7.2011, 21:58
goldgräberstimmung am bodensee

derBoFH
00
21.7.2011, 13:24
zum klima im mittelmeerraum ...

natürlich ist das nur eine momentaufnahme, aber in griechenland hat es das ganze frühjahr so oft geregnet wie selten zuvor...

Armin Wilhelm Kolprat
01
23.7.2011, 08:10
Und Trüffel

gibt es in Kärnten schon sehr lange.

Von Unterkärntnen bis in das obere Drautal.

Dr Don Tango
01
21.7.2011, 07:47

schokotrüffel haben ihre heimat in meinem kühlschrank

Steak vom Milchlamm
00
20.7.2011, 19:47

hab letztes Jahr auch Trüffel gefunden (in OÖ), allerdings nur die bekannten Somertrüffel, war aber auch sehr gut.

Petra Ustinov
00
20.7.2011, 16:37

gern könnten sie vor meiner haustür wachsen, kiloweise, einer die woche. wenn ich dann in meine neue villa umgezogen bin, können sie mir gerne, aufgrund des klimawandels oder auch nicht (ist mir egal), folgen.

ad vocem
04
20.7.2011, 16:31
Trüffel sind sowieso absolut überbewertet ...

Genauso wie Spargel.

Dirty Sanchez
 
01
21.7.2011, 15:27
Eher noch mehr als Spargel.

Nach dem Spargelverzehr stinkt wenigstens das Lulu ganz ordentlich, da hat zumindest der Nachfolger auf der Toilette etwas davon.

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