Laut Prognose des Unterrichtsministeriums wird der Höhepunkt der Pensionswelle zwischen 2016 und 2018 erwartet
Wien - Bis zum Jahr 2025 wird die Hälfte der Lehrer in Österreich in den Ruhestand gehen, der Höhepunkt der Pensionswelle ist allerdings schon wesentlich früher zu erwarten, nämlich schon zwischen 2016 und 2018. In diesem Zeitraum werden laut einer Prognose des Unterrichtsministeriums jährlich rund 4.200 Lehrer in den Ruhestand gehen, wie aus der Beantwortung einer aktuellen parlamentarischen Anfrage des BZÖ hervorgeht. Bis 2018 werden durch die flächendeckende Umstellung von Hauptschulen auf Neue Mittelschulen (NMS) laut Ministerium gleichzeitig 3.900 zusätzliche Lehrer für Team-Teaching benötigt.
Hoffnung auf steigende Absolventenzahlen
Ob und in welchem Ausmaß es durch die Pensionierungen zu einem Lehrermangel kommt, wird mit Hinweis auf die "Unsicherheitsfaktoren" - Entwicklung der Pensionierungen, Schülerzahlen und Junglehrer - nicht explizit beantwortet. Das Ministerium setzt allerdings Hoffnung auf die "stark steigende Entwicklung" bei den Absolventen der Pädagogischen Hochschulen (PH). "Können diese Zahlen auch in Zukunft erreicht werden, ist davon auszugehen, dass dadurch der Bedarf an jungen Pädagogen zumindest mittelfristig gedeckt werden kann, obwohl es in einigen Regionen zu leichten Engpässen kommen kann."
Schülerzahl wird steigen
Bei der Entwicklung der Schülerzahlen geht das Ministerium bei den Volksschulen von einer schwankenden Entwicklung bis 2019 und danach von einem Zuwachs vor allem in Wien aus. Für die Hauptschulen und Neuen Mittelschulen (NMS) wird ein Rückgang um zehn Prozent prognostiziert. Ausnahme ist wiederum Wien, wo die Schüler in absoluten Zahlen zunehmen sollen. An den mittleren und höheren Schulen wird bis inklusive 2016/17 mit eine Rückgang an Schülern gerechnet, bis 2025 sollen die absoluten Zahlen um rund 2,5 Prozent steigen.
Zusätzlich gibt es Unterschiede zwischen Wien und großen Städten, wo auch aufgrund von Zuwanderung mit Zuwächsen gerechnet wird, und den von "teilweise beträchtlichen Verlusten" betroffenen Regionen insbesondere im Westen und Osten der Obersteiermark und Ober- und Unterkärnten. (APA)