Gestapelte Villen statt Seniorenwohnungen

19. Juli 2011, 19:14
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Grünflächen auf Innsbrucker Sillinsel sollen trotz Bauprojekts für alle zugänglich sein

Innsbruck - "Mitten in der Stadt in einer Villa leben, mit Blick auf Park, Stadt und Nordkette. Das ist Luxus", beschreibt Architekt Johann Obermoser sein Bauprojekt zwischen Sillkanal und Sill. Obermoser gewann im Frühsommer den Ideen- und Architektenwettbewerb, den der Bauträger P&R Verwaltung im Auftrag der Stadt ausgeschrieben hatte. Jahrelang hatte P&R-Geschäftsführer Anton Resl verhandelt, um die weltweit verstreuten Eigentümeranteile des Areals nördlich des Einkaufszentrums Sillpark, ehemals die Tuchfabrik Herrberger&Rhomberg, zusammenzukaufen.

Eigentlich sollte das Areal für Seniorenwohnungen genutzt werden. 2010 wurde der Flächenwidmungsplan schließlich von der Stadt geändert - es gebe bereits genügend Seniorenwohnungen.

Stadtplaner schlugen daraufhin einen Architekturwettbewerb vor: "Politikern und Projektentwicklern war wichtig, dass auf der Sillinsel Grünflächen für die Öffentlichkeit geschaffen würden", sagt Architekt Obermoser.

20 Architekten reichten ihre Ideen ein, sechs kamen in die engere Wahl. Obermoser gewann mit seinem Plan, Villen "übereinanderzustapeln".

"Die Verbauung soll sparsam sein, der Inselcharakter erhalten bleiben", sagt Obermoser. Auch die Brücke als Verbindung zwischen Rapoldi-Park und dem Stadtteil Dreiheiligen bleibt laut Plan erhalten. Baubeginn ist 2012, bis 2014 sollen die Inselvillen fertig sein. Der Quadratmeterpreis liegt bei rund 5000 Euro. (ver/DER STANDARD, Printausgabe, 20. Juli 2011)

  • Luxuswohnungen auf der Innsbrucker Sillinsel zwischen Rapoldi-Park und Sill mitten in der Stadt.
    foto: architekt obermoser

    Luxuswohnungen auf der Innsbrucker Sillinsel zwischen Rapoldi-Park und Sill mitten in der Stadt.

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