Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Im Vergleich zu den Tönen, die sie noch vor wenigen Wochen spuckten, sind die Promotoren des Libyen-Einsatzes heute nachgerade höflich geworden. "Bestimmt" habe man versucht, Muammar al-Gaddafi davon zu überzeugen, doch von der Macht abzulassen, hieß es über die amerikanische diplomatische Mission vom Wochenende. Und der französische Verteidigungsminister - hört, hört - denkt laut darüber nach, die Angriffe einzustellen, sobald die Rivalen in Libyen miteinander reden.
Dass Gaddafi auf diesem Ohr taub ist, hätte man inzwischen lernen können - gewissermaßen als erste Lektion aus der überhasteten Intervention vor 121 Tagen. Er hat jenes militärischen Patt erreicht, das die meisten Experten vor der Intervention vorausgesagt haben. Nicht er ist unter Zugzwang. Das sind vielmehr jene, die im März alle diplomatischen Kanäle gekappt haben und heute einseitig in die Funkstille rufen müssen: Tripolis, bitte kommen!
Druckmittel hat die Nato auf dem derzeitigen Niveau des Konfliktes keine. Wollte man Gaddafi wirklich ans Leder, müsste die Allianz deutlich mehr Ressourcen bis hin zu Bodentruppen investieren. Von den bisher 15.669 geflogenen Missionen über Libyen waren nur knapp die Hälfte Angriffe. Inzwischen gibt es kaum noch Ziele, die ins Visier genommen werden können. Und das Murren über die Einsatzkosten hat auch bereits begonnen. Gaddafi dagegen kann in seinem Bunker beobachten, wie sein Kurs steigt. (Christoph Prantner, STANDARD-Printausgabe, 20.7.2011)
Will Obama aus seiner zweiten Amtszeit einen Erfolg machen, muss er sich beeilen
Das Kabinett Obama II hat Europa als Partner wiederentdeckt
Ziehen die Filipinos ab und fällt das Waffenembargo, ist die UN-Mission am Ende
Die kritische Infrastruktur der USA ist unzureichend gesichert
Die strategischen Konflikte zwischen China und Indien werden auch nach der Rückverlegung von Truppen bestehen bleiben
Ich weiß natürlich nicht, an welche Experten Herr Prantner denkt, wenn er schreibt, dass deren Mehrzahll ein militärisches Patt erwartet hätte.
Soweit ich mich erinnern kann, war es doch eher so, dass "Experten" und vor allem die Medien sich mordsmäßig über Angela Merkel alteriert haben, weil Deutschland bei den NAto-Angriffen nicht mitmachte. Und soweit ich mich erinnern kann, haben die Experten prophezeit, dass Deutschland, das mit wirtschaftlichen Nachteilen bezahlen werde, weil die Rebellen natürlich mit ihren Unterstützern Geschäfte machen würden.
Gaddafi wurde systematisch unterschätzt und die Schlagkraft der Nato überschätzt. Das Resultat ist eine böse Überraschung und keineswegs ein von Experten erwartetes Ergebnis.
... weil drei Monate später niemand mehr weiß, was sie damals geschrieben haben. Merkel-Schelte sind mir aber noch gut in Erinnerung.
Lustig finde ich die "diplomatischen Kanäle, die man gekappt hat": Der Wahnsinnige hat damals nicht mit sich reden lassen, und tut es auch heute nicht. Ungefähr so originell wie heute dem Assad mit dem Zeigefinger zu drohen, dem Schlimmen. Die NATO kann nur warten, bis dem Gadaffi die meisten Soldaten davongelaufen sind, und sein Umfeld das Handtuch wirft - er selber wird es nie tun. Also bombt mal brav weiter.
Entweder Sie haben die Ereignisse nicht verfolgt oder nur der brainwash media zu gehört.
Die Verweigerung Lösungen abseits des totalen Kampfes zu finden, lag immer beim Westen.
Aber mit red' ich da, Ihr "bombt mal weiter" richtet sich von selbst.
Unter großen Opfern, aber er steigt. Und die Aggression hat schlicht Mist gebaut. Einen morztrum Gewaltangriff mit leicht durchschaubaren Lügen gerechtfertigt, Menschen absichtlich getötet, Radare zum rechtzeitigen Entdecken der eigenen Tötungsmaschinen kaputt gemacht, wieder Menschen absichtlich getötet, erntereife Felder totgeschossen, Wasserleitungen totgeschossen, Menschen totgeschossen, immer im Hinterkopf, dass es eh nur Gaddafi-Anhänger gibt, weil man weiß, dass praktisch eh alle Libyer Gaddafi-Anhänger sind. Die Schulen und die Universitäten, die den leicht formbaren jungen Leuten beigebracht haben, wie Ausbeutung funktioniert, damit sie dagegen immun sind - weg damit.
Es war eine riesige Werbeaktion für das libysche System.
von der Realität eingeholt.
Die Menschen in meinem Umfeld sind keine Propheten, aber bei Beginn der Bombenangriffe auf Libyen haben wir das einzig logisches Szenario beschrieben.
Wir sind auch keine Experten, aber keine Möchtegernnapoleons und dumme Haudraufs.
Und wir in Europa können hoffen, dass er nach seinem Sieg nicht zu sehr sauer auf uns ist sonst können wir mit einer Welle des Terrorismuss vor unserer Haustür rechnen.
Clever eingefädelt über gefangengenommene Al Kaida Rebellen wäre das nicht mal rückverfolgbar.
Vergleichbar mit anderen Ländern nach der Ermordung von Osama Bin Laden - der in den frühen 90èrn ja auch noch vom amerikanischen CIA unterstützt wurde.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.