Darfur-Rebellen kämpfen in Süd-Kordofan

19. Juli 2011, 16:38

Hinweise auf "ethnische Säuberungen"

Nairobi/Khartum - Rebellen aus der westsudanesischen Konfliktregion Darfur beteiligen sich nach eigenen Angaben an den Kämpfen gegen die sudanesische Armee in Süd-Kordofan. Die Region im Süden ist das einzige ölproduzierende Gebiet des Nordens. Der ölreiche Südsudan wurde vor zehn Tagen ein unabhängiger Staat. Zusammen mit den Truppen der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) habe die "Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit" (JEM) einen Militärstützpunkt in Süd-Kordofan zerstört, berichtete die "Sudan Tribune" am Dienstag in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf JEM-Sprecher Ali Wafi. JEM ist die größte der Rebellengruppen in Darfur und hat gedroht, ihren Kampf auf die sudanesische Hauptstadt Khartum auszudehnen.

Schon seit Mai wird Süd-Kordofan von heftigen Kämpfen erschüttert, die Zehntausende in die Flucht trieben. In dem Teilstaat leben viele Schwarzafrikaner, die sich kulturell mit dem Süden verbunden fühlen. Eine Gouverneurswahl, bei der ein Vertrauter des sudanesischen Staatschefs Omar al-Bashir siegte, löste die jüngsten Unruhen aus. Die Vereinten Nationen warnen vor Kriegsverbrechen in Süd-Kordofan und klagen wie das Internationale Rote Kreuz über mangelnden Zugang zu den mehr als 70.000 Flüchtlingen in der Region. Bürgerrechtsgruppen sprechen von "ethnischen Säuberungen" in Süd-Kordofan. Ein von Hollywoodstar George Clooney unterstütztes Satellitenüberwachungsprojekt berichtete vor wenigen Tagen über Hinweise auf Massengräber.

Gegen Bashir besteht seit 2009 ein Haftbefehl des Haager Internationalen Strafgerichtshofes wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Darfur. Dort sind seit 2003 nach UNO-Schätzungen 300.000 Menschen gewaltsam umgekommen. Mit der durch Referendum beschlossenen Sezession des Südens verlor der Sudan, bisher größter Flächenstaat Afrikas, rund zwei Drittel seiner Ölquellen. (APA)

kurt haenel
 
00
22.8.2011, 12:29
zwei Postings für solche Verbrechen

Schon seit Mai wird Süd-Kordofan von heftigen Kämpfen erschüttert, die Zehntausende in die Flucht trieben. In dem Teilstaat leben viele Schwarzafrikaner, die sich kulturell mit dem Süden verbunden fühlen.

was sagt die arabische Liga dazu und wo sind die Gerechtigkeitsfanatiker aus dem Pali- Forum ?

Malkaye
00
20.7.2011, 12:51
kann mich mal jemand aufklären, wieso Darfur der grund für die unterstützung der abspaltung des südens war, selber aber weiter zum sudan gehört?

danke

insertnamehere
 
00
20.7.2011, 15:31
Wars das?

Ich dachte, der Hauptgrund für die Unterstützung der Abspaltung war der, dass sich der Norden im Bürgerkrieg mit dem Südsudan so grauslich aufgeführt hat (auch wenn sich die Südsudanesen da gegenseitig auch ganz schön eingeschenkt haben)?

WissenS, das in Darfur ist nicht der erste Bürgerkrieg, an dem das System Bashir samt seiner Reitermilizen beteiligt ist. Im Vergleich zu dem, was die im Süden so aufgeführt haben (Wiedereinführung der Sklavenjagd inklusive), benehmen sie sich in Darfur ja noch geradezu "gut". Im Südsudan schätzt man 2 Mio Tote und 4 Mio Vertriebene als Ergebnis des Krieges.

Irgendwie verständlich, dass die mit dem Norden nix mehr zu tun haben wollen, findenS nicht?

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