Sieben Sitze im Reisewagen

19. Juli 2011, 16:54

Chevrolet Captiva: Gefangen zwischen SUV und Kombi

Früher waren Wohnwagen etwas Schreckliches. Sperrig, langsam und überhaupt nur was für Piefke in Italien oder Wiener Hausmeister am Neusiedler See. Wer etwas auf sich hielt, genierte sich für diese Zeitgenossen. Seit Erfindung der vierrädrigen Nutztiere ist das anders. Denn die SUVs sind, wie der Name schon sagt, sportlich und vielseitig nutzbare Vehikel. Von behäbig keine Spur. Deshalb gewöhnt man sich an diese komfortablen Kisten auch verdammt schnell. Schneller, als der kritischen Betrachterin lieb ist.

Schön finden wir den Chevy Captiva, der sich als mit seiner 75 Jahre währenden Ahnenreihe aufbauend auf dem Suburban (Baujahr 1935) als Erfinder des SUV sieht, auch nach der Modellpflege nicht. Eindrucksvoll, ja das ist der modernisierte Captiva, und technisch fehlt es dem kraftvollen Turbodiesel mit 2,2 Litern Hubraum auch an wenig bis nichts. Aber schön im Sinne einer eleganten Katze ist der Kraftlackel nicht.

Muss er auch nicht. Er ist ja als Reisewagen konzipiert und soll vor allem überall hinaufkommen, nie umfallen - und viel Platz haben. Letzteres hat er vom Kopf bis zu den Füßen mehr, als der Normalverbraucher gemeinhin braucht. Ellenbogen-Zusammenstoß praktisch ausgeschlossen.

Serienmäßig eingebaut sind unter anderem Rundum-Airbags, ESP, Klimaanlage, Aluräder, CD-Radio mit MP3 inklusive. Dachreling, Bluetooth fürs Freisprechen, hydraulischer Bremsassistent, Bergabfahrkontrolle (DCS), Überschlagschutz (ARP) und separat zu öffnende Heckscheibe. Und die Liste an Errungenschaften, die "nice to have" sind, lässt sich beliebig fortsetzen - bis 230 PS. Bei der Rückfahrkamera empfiehlt sich Großzügigkeit, denn es dauert eine Weile, bis man die Abmessungen des Reisewagens intus hat.

Am 6-Gang-Automatikgetriebe der Testversion sollten die Herren Konstrukteure vielleicht doch noch Hand anlegen, manuelles Zuschalten würde den Reiseriesen ordentlich aufmöbeln. Vollautomatisch ist man aber wenigstens am Mehrverbrauch nicht selbst schuld. Apropos Aufpreis: Wer im Siebensitzer mit Allrad sitzen will, sollte mindestens 32.490 Euro ansparen. (Luise Ungerboeck/DER STANDARD/Automobil/15.07.2011)

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Die Größe des Autos verhält sich umgekehrt proportional zum Ego des Fahrers. Bei uns sagt man auch: "Je größer das Auto, desto kleiner der Sch...."

das weiss auch der ostbahn-kurti...

Deshalb laufen den ganzen Kleinwagenfahrern auch alle Frauen nach, denn die muessen ja dann die Riesengeraete haben, oder?

Frauen, die sich von großen Autos beeindrucken lassen, haben's meistens nicht so mit der Intelligenz...

für diesen zweck hab ich dann noch nen mini. cabrio natürlich. machs verdeck auf, ich weiß ned wie groß er wird.

deswegen sind ja 80% der suv-fahrer weiblich, net woa.

Vielleicht ists bei den Damen ja umgekehrt.

Je größer das Auto desto heller die Haarfarbe und desto größer die Ti...?

Ds hat Schopenhauer, sinngemäß,

auch über Bärte und deren Träger behauptet.
Zum Teil stimmt´s, aber es soll auch Menschen geben, die sich große Autos kaufen, weil sie diese brauchen.

Erzähl das meiner Frau...

hahahaha herrlich!

nach meiner Ansicht nach...

...fehlts dem an allem. Allein schon die aniquierte Automatik kostet gut 1l mehr Spritverbr. als nötig. Für Qualität ist ein Chevy noch nie bekannt geworden. Wer sich das Teil kauft ist entweder Masochist od. vollständig benebelt...

Die Kiste ist so uninteressant wie mein X5, was sollte man dazu schon posten?

da haben sie recht

aber dann sollte der Autor keinen Artikel verfassen die das Teil schönreden...

Was ist an einem X5 langweilig?!

Das fahren.
War mit mit meinem 3er viel spannender!

ich nehm an mein z macht mehr spaß als dein x5 :-p
;-)

Mit Sicherheit!
Aber in ein paar Jahren krieg ich wieder einen schnittigen Flitzer.

;)

ich bin unlängst den kompromiss aus beiden welten gefahren für ein wochenende. für nen sportwagen echt groß, ziemlich hässlich, dafür recht komfortabel, automatik, geiler antrieb, und einfach nur krankhaft schnell.
(gt-r r35)

Keine Kompromisse!
Der X5 ist der family van, und der Papa kriegt nen roadster oben ohne.

Aha.

Und wie fährt er sich?

sehr gut, ultra bequemes reiseauto. wir haben das ding in unserer firma mit der 3l maschine gekauft da es keine diesel gibt.
verwenden es hautsaechlich um besucher vom flughafen abzuholen oder von einem werk ins andere zu befoerdern, incl. fahrer 6 personen mit gepaeck kein topic.

Danke :-)

Sind sie jetzt die Motorjournalistin?

6 personen mit gepäck? aber maximal eine aktentasche, oder?

der hat schon platz, der kofferraum ist weit und hoch.

Große Autos für kleine Menschen...

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