Erkrankungen im kindlichen Gehirn: Projekt wird von Österreichischer Nationalbank gefördert
Ärzte der Innsbrucker Universitätsklink erforschen im Rahmen eines Projekts spezielle Autoimmun-Erkrankungen bei Kindern. So genannte Biomarker sollen der Schlüssel für die Verbesserung von Diagnose und Behandlungsmethoden sein, erklären sie in einer Aussendung. Von dem auf drei Jahre ausgelegten Forschungsprojekt erhofft man sich einige neue Erkenntnisse, mit deren Hilfe jungen Patienten noch besser geholfen werden kann. Der Fokus liegt dabei auf Autoimmun-Erkrankungen im Gehirn, wie beispielsweise Multiple Sklerose.
"Unser Ziel ist es 100 Kinder mit entsprechendem Krankheitsbild auf bestimmte Biomarker in ihrem Immunsystem zu untersuchen", so Kevin Rostasy, Leiter des Projekts und Oberarzt an der Universitätsklinik für Pädiatrie IV . Als Biomarker werden Stoffe wie Eiweiße im Immunsystem bezeichnet, die auf Krankheiten unterschiedlich reagieren. "Art und Anzahl der Marker können dann zum Beispiel Aufschluss über den Krankheitsverlauf geben, wodurch die Behandlung individuell angepasst werden kann", so Rostasy. Die Möglichkeit, gewonnene Daten zu vergleichen hilft auch bei der Diagnose - Krankheiten könnten mit der Untersuchung von Biomarkern schneller erkannt werden. Eine frühe Diagnose ist für den Behandlungserfolg bei Autoimmun-Erkrankungen besonders wichtig.
Die Durchführung des Projekts erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Forschungslabor der Universitätsklinik für Neurologie. Gefördert wird das Projekt mit 68.000 Euro von der Österreichischen Nationalbank. (red, derStandard.at)