Bessere Prävention: Innsbrucker entwickelten Methode, um Tumormarker "E7" bereits bei Krebsabstrich zu erkennen
Innsbruck - Im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs (Zervix-Karzinom) - in Österreich erkranken jedes Jahr 500 bis 550 Frauen, 150 bis 180 Patientinnen sterben laut Statistik Austria jährlich daran - sind Innsbrucker Forscher der Behandlung durch die Früherkennung einen Schritt näher gekommen. Das Tiroler Krebsforschungsinstitut (TKFI) hat eine Methode entwickelt, bei der das sogenannte E7-Onkoprotein als Tumormarker bereits im Krebsabstrich bei der Vorsorgeuntersuchung erkennbar sei, hieß es in einem Bericht der "Tiroler Tageszeitung" von Samstag.
Eiweiß nur in krankem Gewebe
Den Wissenschaftern sei es zunächst gelungen, E7 in Biopsien von Tumoren aufzuspüren. Für die Suche in Krebsabstrichen sei allerdings mit monoklonalen Antikörpern gearbeitet worden. Diese Eiweißmoleküle werden im Reagenzglas hergestellt und richten sich gegen bestimmte Oberflächenstrukturen von Zellen, töten diese ab oder inaktivieren sie. Dadurch könnten E7-Proteine bereits in Abstrichen bei Vorsorgeuntersuchungen identifiziert und damit geklärt werden, ob es sich um eine bösartige Infektion mit Humanen Papillom-Viren (HPV) handle. Diese könne nämlich früher oder später zu Gebärmutterhalskrebs führen.
Erkennbar sei das Eiweiß E7 deshalb, weil es so gut wie nie im gesunden Gewebe vorkomme, sondern ausschließlich im krebskranken. Mit dem Tumormarker werde also erkennbar, ob Gebärmutterhalskrebs vorliege oder nicht. Die gewünschten Eiweißmoleküle für die Methode seien gemeinsam mit einer amerikanischen Firma entwickelt worden, hieß es in der Zeitung. (APA)